WERBUNG

Die besten privaten Rentenversicherungen

18.5.2018 – Fünf Mal die Allianz, zwei Mal die Europa sowie jeweils einmal die Alte Leipziger und die R+V AG Europa und die Continentale schnitten im aktuellen Privatrenten-Rating des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung in verschiedenen Kategorien am besten ab.

WERBUNG

„Versicherungstarife mit flexiblen Garantien rücken immer mehr in den Fokus. Denn mit ihnen lassen sich durchaus ansprechende Renditen und damit eine höhere spätere Rente erzielen.“ Dies erläutert Frank Nobis, Geschäftsführer der Institut für Vorsorge und Finanzplanung GmbH (IVFP), anlässlich der Veröffentlichung des aktuellen Privatrente-Ratings des Instituts.

Diese Entwicklung hatte sich bereits bei der Jahrespressekonferenz der deutschen Versicherer (VersicherungsJournal 1.2.2018) und der Veröffentlichung der diesjährigen Marktstudie der Assekurata Assekuranz Rating-Agentur GmbH zur Überschussbeteiligung (VersicherungsJournal 9.2.2018) gezeigt.

Im Gegenzug sinkt – insbesondere infolge der anhaltenden Niedrigzinsphase – die Zahl der Anbieter von klassischen Produkten immer weiter. Aktuell stehen Verbrauchern nach IVFP-Angaben nur noch 18 Gesellschaften mit einem klassischen Produktangebot zur Auswahl. Vor zwei Jahren waren es noch doppelt so viele (VersicherungsJournal 12.7.2016), ein Jahr zuvor sogar noch an die 50 Anbieter (VersicherungsJournal 29.4.2015).

So wurde bewertet

In der Folge ist auch die Gesamtzahl der untersuchten Privatrententarife zurückgegangen. Wurden vor drei Jahren noch 159 Tarife von 56 Anbietern unter die Lupe genommen, so waren es aktuell nur noch 147 Tarife von 53 Gesellschaften.

Die Tarife wurden in die Bereiche „Klassik“, „Klassik Plus“, „Indexpolicen“, „fondsgebunden mit Garantien (beitragsbezogen)“, „fondsgebunden mit Garantien (Sicherungsvermögens-bezogen)“, „fondsgebunden ohne Garantien“ sowie „Comfort“ eingeteilt.

Bei der mittlerweile neunten Auflage des Ratings (VersicherungsJournal Archiv) setzt sich die Bewertungsmatrix ein weiteres Mal aus den Bereichen Unternehmen (35 Prozent Gewichtung), Rendite (30 Prozent), Flexibilität (25 Prozent) und Transparenz (zehn Prozent) zusammen. Insgesamt gab es bis zu 85 Einzelkriterien.

Die Sieger unter den klassischen Tarifen

Bei den klassischen Tarifen landete bei den Serviceversicherern die R+V Lebensversicherung AG („R+V-Privat-Rente“) mit der Gesamtnote 1,4 auf dem Spitzenplatz. Dahinter folgt die „Continentale Rente Classic“ der Continentalen Lebensversicherung AG (1,5). Bei den Direktanbietern setzte sich die „E-R Rentenversicherung Pur“ der Europa Lebensversicherung AG (1,3) gegen die „Bausteinrente“ der Hannoverschen Lebensversicherung AG (1,5) durch.

Klassik (Bild: IVFP)
Für vollständige Ansicht Bild klicken (Bild: IVFP)

Die R+V erzielte im Teilbereich Unternehmen mit 1,1 sowie in Sachen Transparenz zusammen mit der Europa die beste Bewertung (jeweils 1,2). Letztere liegt hinsichtlich der Rendite mit der Bestnote 1,0 an der Spitze. Am flexibelsten ist die „Nürnberger PrivatRente“ der Nürnberger Lebensversicherung AG.

In der Kategorie „Klassik Plus“ setzte sich die Allianz Lebensversicherungs-AG (Allianz PrivatRente Perspektive“) mit der Gesamtnote 1,1 gegen die Wettbewerber durch. Die Allianz erzielte in allen Untersuchungsbereichen die beste Teilnote.

Klassik plus (Bild: IVFP)
Zum Vergrößern Bild klicken (Bild: IVFP)

In Bezug auf die Transparenz liegt die Allianz zusammen mit der Bayern-Versicherung Lebensversicherung AG („PrivatRente Garant“) an der Spitze. Hinsichtlich der Flexibilität liegt die Allianz gleichauf mit der Provinzial Nordwest Lebensversicherung AG („KlassikRente“) sowie der Hansemerkur Lebensversicherung AG („Vario Care“).

Die weiteren Spitzenreiter

Bei den fondsgebundenen Tarifen landete zwei Mal die Allianz (mit beitragsbezogenen Garantien sowie ohne Garantien jeweils „Allianz PrivatRente InvestFlex“) und einmal die Alte Leipziger Lebensversicherung a.G. (mit „AL_RENTEFlex“ bei den Sicherungsvermögen-bezogenen Garantien) auf dem Spitzenplatz. Bester Direktanbieter bei den fondsgebundenen Privatrenten ohne Garantie wurde die Europa („E-FR – Fonds-Rente“).

Fondsgebunden (Bild: IVFP)
Zum Vergrößern Bild klicken.

In der Kategorie „Indexpolicen“ belegt ein weiteres Mal die Allianz den Spitzenplatz („Allianz PrivatRente IndexSelect Plus“). Auch in der Kategorie „Comfort“ setzte sich Deutschlands größter Lebensversicherer mit der „Allianz PrivatRente KomfortDynamik“ gegen die Konkurrenz durch.

Eine Übersicht über die besten Tarife in den einzelnen Kategorien inklusive der Teilnoten in den vier Untersuchungsbereichen kann über diesen Link als PDF-Dokument (250 KB) heruntergeladen werden. Details zur Ratingmethodik und zu den einzelnen Bewertungskriterien können in diesem PDF-Dokument (240 KB) nachgelesen werden.

Große Unterschiede bei den Kosten für Kapitalentnahmen

Im Rahmen der Untersuchung hat das IVFP unter anderem auch die Kosten für 2.000 Euro Kapitalentnahme nach zehn Jahren Vertragslaufzeit untersucht (Basisfall: 30 Jahre bei Abschluss, Rentenbeginn mit 67 Jahren, Beitragsrückgewähr in der Ansparphase, fünf Jahre Rentengarantiezeit).

Während in gut vier von zehn (Vorjahr: knapp einem von zwei) Tarifen keine Gebühr fällig wird, werden in rund jedem vierten Produkt bis 50 Euro verlangt. In etwa jedem achten (neunten) Tarif sind es über 100 Euro und in jedem 14. Produkt sogar über 200 Euro. „Es lohnt also eine Nachfrage beim Versicherer“, bekräftigt das Institut.

Ein weiteres Ratingkriterium war die digitale Vertragsverwaltung. Ergebnis: Endkunden haben nur bei gut einem Drittel der Tarife die Möglichkeit zur digitalen Vertragsverwaltung etwa über ein Onlineportal des Versicherers oder über eine App, wie aus für das VersicherungsJournal zusammengestellten Detaildaten hervorgeht.

Weitere Detailergebnisse

Bei den fondsgebundenen Tarifen wurden auch die Wertsicherungsoptionen wie etwa ein Lock-in zur Absicherung des erreichten Vertragsguthabens untersucht. Es zeigte sich, dass bei 43 Prozent der untersuchten Tarife keine Möglichkeit der Wertsicherung besteht. Beim kürzlich veröffentlichten Direktversicherungs-Rating lag der Wert nur bei 29 Prozent (VersicherungsJournal 19.4.2018).

Ein weiteres Untersuchungskriterium ist der aufgeschobene Rentenbeginn. Hier wird nach Institutsangaben nicht der grundsätzlich spätestmögliche Beginn bewertet, sondern der Zeitpunkt, bis zu dem ein bereits vereinbarter Rentenbeginn maximal hinausgeschoben werden kann. Beispiel: Bei Vertragsabschluss wurde ein Rentenbeginn mit 65 Jahren festgelegt. Auf Wunsch des Kunden wird dieser nachträglich auf 70 Jahre hinausgeschoben.

Eine flexible Gestaltungsmöglichkeit des Rentenbeginns hält das IVFP im Hinblick auf die Anpassung eines Versicherungsvertrags an die individuellen Lebensumstände und Bedürfnisse des Kunden für sehr wichtig. Bis auf zwei Ausnahmen, bei denen ein Hinausschieben gar nicht möglich ist, bieten alle untersuchten Tarife in dieser Hinsicht Flexibilität.

Bei 90 Prozent der untersuchten Tarife kann der Rentenbeginn länger als bis zum 67. Lebensjahr hinausgeschoben werden. Bei den verbleibenden acht Prozent ist dies nur bis zum vollendeten 67. Lebensjahr möglich.

Schlagwörter zu diesem Artikel
App · Deckungskapital · Direktversicherung · Indexpolice · Lebensversicherung · Rating · Rente · Überschussbeteiligung
 
WERBUNG
WERBUNG
Inserieren im Anzeigenmarkt

Das VersicherungsJournal ist eines der meistgelesenen Medien in der Branche, siehe Abrufzahlen.

So finden Sie zielsicher Ihre neuen Mitarbeiter, Arbeitgeber oder Geschäftspartner. Nutzen Sie die schnelle und direkte Zielgruppenansprache zu günstigen Konditionen. Gesuche werden kostenlos veröffentlicht.

Erteilen Sie hier Ihren Anzeigenauftrag für Angebote und Verschiedenes oder Gesuche, oder lassen sich persönlich beraten!

Beachten Sie auch die Seite Aktuelles für Stellenanbieter.

VersicherungsJournal in Social Media

Besuchen Sie das VersicherungsJournal auch in den sozialen Medien:

  • Facebook – Ausgewähltes für den Vertrieb
  • Twitter – alle Nachrichten von VersicherungsJournal.de
  • Xing – über den Verlag
  • Xing News – Ausgewähltes zu Karriere und Unternehmen
  • Youtube – Hintergründe zum Buchprogramm
WERBUNG
Von welchen Gesellschaften wollen die Vertreter weg?

Wie steht es um die Wechselbereitschaft in der Versicherungswirtschaft?

Neue Erkenntnisse der Studie „Betriebswirtschaftliche Struk- turen des Versicherungsver- triebs – BVK-Strukturanalyse 2016/2017“ erfahren Sie hier.

Ihr Wissen und Ihre Meinung sind gefragt

Ihre Leserbriefe können für andere Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein. Bitte schreiben Sie Ihre Kommentare unter den Artikel in das dafür vorgesehene Eingabefeld.

Die Redaktion freut sich auch über Hintergrund- und Insiderinformationen, wenn sie nicht zur Veröffentlichung unter dem Namen des Informanten bestimmt ist. Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu. Schreiben Sie bitte an redaktion@versicherungsjournal.de.

Allgemeine Pressemitteilungen erbitten wir an meldungen@versicherungsjournal.de.

WERBUNG
Erfolgreich Kunden gewinnen, rechtliche Stolpersteine vermeiden

WettbewerbsrechtEs gibt viele rechtliche Fallstricke, über die ein Vermittler bei seinen Werbeaktionen stolpern kann. Das VersicherungsJournal-Praktikerhandbuch erklärt in aktualisierter Auflage, wie sie zu umgehen sind.

Mehr Informationen und zur Bestellung...

Diese Artikel könnten Sie noch interessieren
19.4.2018 – Im aktuellen bAV-Rating hat das Institut für Vorsorge und Finanzplanung über 90 Direktversicherungs-Tarife in verschiedenen Kategorien untersucht. Zu den 80 Kriterien zählten auch Kosten für ETFs und Zuzahlungen, die Möglichkeit zum Aufschub des Rentenbeginns sowie Wertsicherungsoptionen. (Bild: IVFP) mehr ...
 
24.5.2017 – Die Redaktion des Finanzmagazins hat aufgeschobene private Rentenversicherungen aller drei Schichten geprüft. Dabei wurden enorme Unterschiede und etliche Kritikpunkte gefunden. Fünf Lebensversicherer erhielten Höchstnoten. (Bild: Euro) mehr ...
 
1.2.2016 – „Neue Klassik“ und Indexpolicen erzielen laut Assekurata die in Aussicht gestellten höheren Renditen. Angesichts der Vielfalt der Ausgestaltung sind sie aber eine „große Herausforderung“. (Bild: Assekurata) mehr ...
 
21.2.2018 – Wie viel Rente pro 10.000 Euro Vertragsguthaben die Versicherten fondsgebundener Rentenversicherungen aktuell und garantiert erhalten, zeigen die neuesten Map-Reports. Wie alt die Kunden werden müssen, bis die Renten das angesparte Vermögen übersteigen, hängt nicht nur von der Wahl des Versicherers ab. (Bild: Meyer) mehr ...
 
9.2.2018 – Die „Neue Klassik“ wird nach Einschätzung von Assekurata zunehmend eine Alternative zu klassischen Garantieprodukten. In ihrer Marktstudie zeigt sie Renditen, Kosten und Besonderheiten. (Bild: Pixabay, CC0) mehr ...
 
6.2.2018 – In ihrer Studie zur Überschussbeteiligung 2018 zeigt Assekurata eine umfassende Marktübersicht und nennt die aktuellen Spitzenreiter und Schlusslichter bei der Beitragsrendite. Außerdem werden die aussichtsreichsten Geschäftsfelder sowie die transparentesten Anbieter genannt. (Bild: Lier) mehr ...
 
11.8.2017 – In seinem aktuellen bAV-Rating hat das Institut für Vorsorge und Finanzplanung 90 Direktversicherungs-Tarife (Kategorien: klassisch, fondsgebunden, Comfort und Indexpolicen) unter die Lupe genommen. Untersucht wurden auch die Kosten für Zuzahlungen und Beitragsfreistellung. (Bild: IVFP) mehr ...
WERBUNG