Die besten BU-Policen im Rating von Franke und Bornberg

15.10.2021 – In ihrer am Donnerstag veröffentlichten Neuauflage des BU-Produktratings hat die Franke und Bornberg GmbH weit über 100 Berufsunfähigkeits- (BU-) Tarife von fast fünf Dutzend Anbietern unter die Lupe genommen. Mehr als 40 Prozent der Tarife erhielt die Höchstbewertung „FFF+“.

Die Franke und Bornberg GmbH (FuB) hat ihr Rating von Berufsunfähigkeits- (BU-) Tarifen überarbeitet und am Donnerstag die aktualisierten Ergebnisse veröffentlicht.

Überarbeitete Ratingmethodik

Im Vergleich zur letzten Ratingauflage (VersicherungsJournal 15.1.2019) haben die Analysten einige Änderungen an den Bewertungskriterien vorgenommen.

Berücksichtigt wurden neben den Stabilitätskriterien des BU-Unternehmensratings (27.4.2021) zusätzlich das Map-Report BU-Stabilitätsrating (19.3.2021). „Hier fließen ergänzend zum Geschäftsverlauf Parameter ein, die einen Ausblick auf die zukünftige Stabilität im BU-Segment erlauben“, so FuB.

Weitere Neuerungen gibt es bei der Flexibilität und beim Verzicht auf Leistungsschlüsse. So wurde etwa das Kriterium „Möglichkeit zur Anpassung an die Regelaltersgrenze GRV“ neu in den Bewertungskatalog aufgenommen. In Sachen „Möglichkeit zur Umorganisation in Kleinbetrieben“ werden jetzt auch Pluspunkte vergeben, wenn ein Tarif bei BU von Chef oder Chefin auf die Prüfung verzichtet.

So wurden die Berufsunfähigkeits-Versicherungen bewertet

Insgesamt gingen in die Bewertung bis zu 73 Leistungskriterien ein. Deren Zahl ist abhängig davon, in welche Kategorie das Produkt eingeordnet ist. Für die Einteilung unterscheidet das Analysehaus nach Schichten im Rahmen des Drei-Schichten-Modells.

Als Quellen für das Rating werden nach Unternehmensangaben ausschließlich die Versicherungs-Bedingungen sowie gegebenenfalls verbindliche Verbraucherinformationen, Antragsformulare, Versicherungsscheine, Geschäftsberichte und per Stichprobe verifizierte Daten genutzt.

Die Testkandidaten wurden zunächst dahingehend überprüft, in welchen Ausprägungen beziehungsweise Varianten welche Detailleistungen und Einzelregelungen angeboten werden, wird zur methodischen Vorgehensweise erläutert.

Bewertung von Null bis 100 und Mindeststandards

Die Qualität der jeweiligen Regelungen wurde in einem nächsten Schritt auf einer Skala von null für die schlechteste Ausprägung bis 100 für die beste Ausprägung eingeordnet. Danach wurden die einzelnen Leistungskriterien entsprechend ihrer Bedeutung aus Kundensicht gewichtet.

Die Klassen sind den Angaben zufolge „in ihrer Bandbreite so bemessen, dass geringfügige, für die Praxis unerhebliche Punktunterschiede nicht zur Einstufung in eine andere Klasse führen. Zusätzlich werden Mindeststandards berücksichtigt“.

Weitere Informationen zur Methodik der Untersuchung sind in den Bewertungsgrundlagen (PDF, 4,1 MB) nachzulesen.

Mehr als 40 Prozent der Tarife mit der Höchstnote

Im Rahmen des BU-Produktratings hat Franke und Bornberg an mehr als vier von zehn der 119 untersuchten Tarife die Höchstnote „FFF+“ („hervorragend“) vergeben. „Noch nie waren BU-Tarife so leistungsstark. Die BU-Versicherung ist auf der Leistungsseite in Bestform“, kommentiert FuB-Geschäftsführer Michael Franke die Ratingergebnisse.

BU-Rating Franke und Bornberg Notenverteilung (Bild: Wichert)

Ein Sechstel der Offerten erhielt ein „sehr gut“ („FFF“), ein weiteres knappes Drittel ein „gut“ („FF+“). Etwa jedes neunte Angebot wurde mit „befriedigend“ oder „ausreichend“ bewertet („FF“ beziehungsweise „F+“). Schlechtere Noten wurden nicht vergeben.

Im Bereich der SBU-Tarife erhielten laut Auflistung im FuB-Internetangebot 22 Gesellschaften für mindestens eine(n) ihrer Tarife beziehungsweise Tarifkombinationen die Höchstnote „FFF+“. Hierzu gehören

Die tagesaktuell gepflegten, vollständigen Ranglisten in den Segmenten „SBU“, „Einsteiger-BU“, „Risiko-Lebensversicherung mit BUZ“, „Rentenversicherung mit BUZ“ (getrennt nach erster, zweiter und dritter Schicht) sowie neuerdings auch „Selbstständige BU Direktversicherung“ können auf dieser Internetseite abgerufen werden.

Rückläufiger Neugeschäftstrend gestoppt

Zur Marktentwicklung stellte das Analysehaus heraus, dass der zuvor rückläufige Trend im Neugeschäft 2020 gestoppt worden sei. Im vergangenen Jahr seien 3,8 Prozent mehr Invaliditäts-Versicherungen abgeschlossen worden, heißt es unter Berufung auf Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV).

Mit rund 451.000 Verträgen sei 2020 jeder zehnte Neuvertrag eine selbstständige Berufsunfähigkeits- oder Erwerbsunfähigkeits-Versicherung gewesen. Im Bestand zähle der GDV knapp 5,23 selbstständige Invaliditäts-Versicherungen sowie weitere 11,6 Millionen Invaliditäts-Zusatzversicherungen.

Für Michael Franke reicht dies allerdings nicht aus. „Die private Arbeitskraftabsicherung hält mit der Entwicklung am Arbeitsmarkt nicht Schritt. Bei 44,9 Millionen Erwerbstätigen sind 451.000 Neuverträge nur der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein.

Neue Features wie Leistungen bei Arbeitsunfähigkeit oder eine kundenfreundliche Teilzeitklausel reichen nicht, um den Markt erfolgreich zu bearbeiten. Die Branche muss endlich den Knoten durchhauen“, fordert der FuB-Geschäftsführer.

Weitere BU-Untersuchungen

Die Berufsunfähigkeits-Versicherung ist Gegenstand von zahlreichen weiteren Untersuchungen. So beleuchtete etwa die Morgen & Morgen GmbH (M&M) die Produkt- und Unternehmensqualität (6.5.2021) in diesem Bereich. Für die Wirtschaftswoche hat M&M ein Ranking für die Zielgruppen Manager und Studenten nach Leistung und Preis erstellt (25.6.2021).

Die Infinma Institut für Finanz-Markt-Analyse GmbH hat im August ihre Untersuchung zu den „Marktstandards in der BU“ aktualisiert (VersicherungsJournal 3.8.2021). Die Institut für Vorsorge und Finanzplanung GmbH (IVFP) hat im vergangenen Herbst die Ergebnisse ihres BU-Kompetenzratings veröffentlicht (6.11.2020).

Aufgrund von verschiedenen Methodikansätzen können die Ergebnisse der vorgenannten Analysen mitunter stark voneinander abweichen.

Nachträgliche Ergänzung 18.10.2021:

In der ursprünglichen Fassung des Artikels fehlten VPV, Württembergische und
Zurich.

 
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