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Hansemerkur setzt auf Einmalbeitragsgeschäft

21.4.2021 – Mit Ausnahme der Reiseversicherung hat die Hansemerkur das Coronajahr 2020 sehr gut überstanden, berichtete der Versicherer bei der Vorstellung der Geschäftszahlen des vergangenen Jahres. Vor allem in der privaten Krankenversicherung konnten überproportional viele Neukunden gewonnen werden. Die Assekuranz verkauft sich als solider und kapitalstarker Wachstumskandidat, der mit fortschrittlicher Digitalisierung alle Vertriebswege bedienen kann.

Die Hansemerkur Versicherungsgruppe setzt in der Lebensversicherung weiterhin auf das Geschäft mit Einmalbeiträgen. „Wir können chancenorientiert anlegen, weil wir viel Eigenkapital haben, viel freie Rückstellung für Beitragsrückerstattung und eine starke Gruppe sind“, sagte Eberhard Sautter, Vorstandsvorsitzender der Hansemerkur Holding AG, am Dienstag auf der diesjährigen Online-Bilanzpressekonferenz.

Eberhard Sautter (Bild: Screenshot Schmidt-Kasparek)
Eberhard Sautter (Bild: Screenshot Schmidt-Kasparek)

„Wir trauen uns daher zu, im durchschnittlichen Anlagezeitraum der Kunden von fünf bis sechs Jahren mehr als 0,9 Prozent Rendite zu erwirtschaften“, so Sautter.

Vorsorgebereiche stark umkämpft

Alle anderen Vorsorgebereiche im Leben-Markt wären stark umkämpft. Sautter: „Hier muss entweder eine sehr aggressive Preispolitik betrieben oder deutlich mehr Abschlussprovision gezahlt werden, um Geschäft zu machen.“

Der Versicherungsmanager geht davon aus, dass sein Unternehmen eine besonders gute Kapitalanlage betreibt. So hat die Assekuranz in der letzten Zeit stark in Büroimmobilien investiert.

Rund 55 Prozent des Geschäfts in diesem Bereich kommen über Bankkooperationen, während freie Vermittler und Versicherungsmakler einen Anteil von rund 45 Prozent hätten.

Die Einnahmen über Einmalbeiträge stiegen bei der Hansemerkur 2020 im Vergleich zum Vorjahr (VersicherungsJournal 8.7.2020) um 80 Prozent. Demgegenüber lag die gesamte Branche bei einem kleinen Minus von 0,4 Prozent. Insgesamt liegen die Prämieneinnahmen über Einmalbeiträge nun bei über 663 Millionen Euro.

Einbruch bei Reisepolicen

Als Reiseversicherer ist die Hansemerkur stark vom Einbruch des Reisemarktes durch Corona betroffen. Daher sanken die Beitragseinnahmen um über 33 Prozent auf rund 160 Millionen Euro. Damit fiel das Geschäft auf das Niveau des Jahres 2013. Trotzdem nannte Sautter das Minderergebnis immer noch „sehr gut“, wenn man sehe, dass große Reiseplayer 80 bis 90 Prozent Umsatzeinbußen im Jahr 2020 hatten.

Weiterhin läuft das Geschäft mit Reisepolicen sehr schlecht. Sautter: „Wenn man nicht weiß, wohin man reisen kann, dann bucht man auch nicht. Wir werden erst wieder reisen können, wenn wir im großen Umfang geimpft sind“. Frühzeitig habe die Hansemerkur mit dem Corona-Reiseschutz eine Zusatzpolice auf den Markt gebracht, die auch die häusliche oder sonstige Quarantäne durch Corona mitversichert (12.8.2020, 8.9.2020).

Kein Pandemieausschluss

„Grundsätzlich haben wir keinen Pandemieausschluss. Daher leisten wir in der normalen Reiseversicherung bei einer Corona-Erkrankung“, erläuterte Hansemerkur Vorstand Johannes Ganser. Nicht versichert ist jedoch, wenn Reisende Länder wegen einer zu hohen Inzidenz verlassen müssen. „Hier springt dann vielleicht der Reiseveranstalter ein“, so Ganser.

Die Reisepolicen werden auch über Spezialmakler vertrieben. Ob und inwieweit die Assekuranz solchen Vermittlern in der Krise beigestanden hat, blieb ungeklärt.

Kennzahlen (Bild: Hansemerkur)
(Bild: Hansemerkur, Geschäftsbericht 2020)

Viele neue PKV-Vollversicherte

Hervorgehoben wurden die Ergebnisse in der privaten Krankenversicherung (PKV). Im zentralen Geschäftsfeld Gesundheit und Pflege stiegen die Beitragseinnahmen um 5,1 Prozent und damit stärker als die Branche, die nur ein Wachstum von 3,8 Prozent verbuchen konnte. Die Einnahmen beliefen sich in 2020 in diesem Bereich auf 1,7 Milliarden Euro.

Ein Grund für die gute Entwicklung sei der Nettozuwachs von 11.000 neuen Vollversicherten. Zudem konnten 10.000 neue Kunden für die private Krankenzusatz-Versicherung gewonnen werden.

Die Alterungsrückstellungen werden nach Aussage des Versicherers nun mit einem Zins von 2,5 Prozent kalkuliert. „Aus dieser Ecke ist daher in den nächsten Jahren nicht mit einer Beitragserhöhung zu rechnen“, heißt es bei der Hansemerkur.

90 Prozent der Mitarbeiter im Homeoffice

Eine Beschäftigungsgarantie bis 2023 sei ein Zeichen an alle Mitarbeiter, die im Homeoffice arbeiten. Weiterhin befinden sich rund 90 Prozent der Beschäftigen in der Heimarbeit. Eine Rückkehr sei bisher nicht in Sicht.

„Damit wollten wir Unruhe in der Belegschaft vermeiden, die sich ja kaum noch sieht“, erläuterte Sautter. Das Unternehmen denke nicht an Arbeitsplatzabbau, sondern will in allen Geschäftsbereichen anbauen.

Weitere Details zu den Ergebnissen 2020 finden sich im aktuellen Geschäftsbericht der Hansemerkur. Er ist unter diesem Link einzusehen.

 
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