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DA Direkt verbindet „Zahnzusatz“ mit einer Art Werkstattnetz

17.10.2019 – Wie angekündigt, steigt die DA Direkt ins PKV-Geschäft ein. Eine Zahnzusatzpolice eingebunden in ein Ökosystem soll die einstige Nummer eins im „Direktmarkt Kfz“ endlich wieder wachsen lassen. Den Werkstattnetzen in der Kraftfahrt ähnlich geht es vor allem um Schadensteuerung, Mengeneffekte und damit Einsparungen.

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Die Zurich-Tochter DA Deutsche Allgemeine Versicherung AG (DA Direkt) bringt eine nach Art der Schadenversicherung (also ohne Alterungsrückstellungen) kalkulierte Zahnzusatzversicherung auf den Markt.

Sie übernimmt in den Varianten „Komfort“, „Premium“ und „Premium Plus“ 75, 90 beziehungsweise 100 Prozent der Kosten für zahnerhaltende und -ersetzende Maßnahmen sowie Kieferorthopädie und „unterstützt“ die Versicherten.

Mehr als Kostenerstattung

Peter Stockhorst (Bild: Lier)
Peter Stockhorst (Bild: Lier)

„Wir schaffen mit dem Marktstart ein neuartiges Ökosystem, das den Patienten in dem völlig ineffizienten Markt der Zahnmedizin über den kompletten Behandlungsprozess unterstützt“, sagte der neue DA-Chef Peter Stockhorst (VersicherungsJournal 16.7.2018). Die zugekaufte Dentolo Deutschland GmbH soll diese Unterstützung bringen (19.7.2019).

Nach den Ausführungen von Dentolo-Gründer und -Geschäftsführer Julian Benning hat das 2015 gegründete Netzwerk inzwischen mehr als 500 Zahnärzte, die eine hohe Qualität in der Patientenversorgung bei unterdurchschnittlichen Behandlungskosten sicherstellten.

Dafür habe das Unternehmen bestimmte Kriterien aufgestellt und messe zudem die Patientenzufriedenheit. Die höhere Effizienz und die geringeren Behandlungskosten sollen nun dem Versicherer sowie dem Kunden in Form des verbleibenden Eigenanteils zu Gute kommen.

Die Zahnärzte wiederum profitieren von Rahmenverträgen mit Dienstleistern, der Direktabrechnung mit dem Versicherer sowie Mengeneffekten durch Neukunden aus dem Netzwerk.

Der Tarif

Julian Benning (Bild: Lier)
Julian Benning (Bild: Lier)

Mit Abschluss des „DA Direkt Zahnschutzes“ erhalten die Versicherten exklusiven Zugang zum Netzwerk. Grundsätzlich haben die Kunden die freie Arztwahl. Entscheiden sie sich aber für einen Netzwerk-Behandler, erhalten sie je nach Tarifwahl eine bis zu 15 Prozent höhere Erstattung.

Zudem profitieren sie von der Direktabrechnung des Versicherers mit dem Dentolo-Partnerzahnarzt bei zahnprophylaktischen Maßnahmen (sowie aller Leistungen im Tarif Premium Plus), einen Behandlungstermin innerhalb von zehn Werktagen sowie persönliche Beratung und Empfehlungen zu zahnmedizinischen Themen.

Die DA Direkt verzichtet auf die Risikoprüfung sowie auf Wartezeiten. Der Tarif hat aber eine über vier Jahre laufende Leistungsstaffel. Im ersten Jahr werden je nach Tarif maximal 750, 1.100 beziehungsweise 1.250 Euro übernommen. Alle Zeiten bei Vorversicherern werden auf die eigene Leistungsstaffel angerechnet.

Druck auf die Preise

Der Tarif kann monatlich gekündigt werden. Werden allerdings zu Beginn schon Leistungen beansprucht, gilt eine Mindestvertragsdauer von zwei Jahren. Stockhorst legt großen Wert darauf, dass der eigene Tarif besonders günstig sei.

Auf der Internetseite wird der Tarif daher auch sehr deutlich mit ähnlichen Angeboten wie dem Wettbewerber Ergo sowie der DFV Deutschen Familienversicherung AG verglichen.

Im Alter von 21 bis 30 Jahren kostet der Komfort-Tarif monatlich 10,90 Euro. Bei „Premium“ sind es 16,90 Euro und bei „Premium Plus“ 18,90 Euro bei gleichem Alter.

Rückkehr zu den größten Schaden-Direktversicherern

Das neue Angebot soll der seit Jahren schrumpfenden DA Direkt ab 2020 zu Wachstum verhelfen. Mittelfristig will Stockhorst so wieder unter die Top-3-Schadenversicherer im Direktmarkt gelangen. Die DA Direkt erzielte 2018 noch 287 Millionen Euro Beiträge, von denen rund 90 Prozent auf die Autoversicherung entfielen.

Diese wird zwar direkt, jedoch nur in zehn Prozent der Fälle auch online abgeschlossen. Ein Großteil tätigten bisher 34 Geschäftsstellen mit rund 80 Mitarbeitern. Diese Geschäftsstellen wurden Ende Juni in ein „Servicenetzwerk mit 45 Fachberatern im Home Office“ transformiert, die mit dem Call Center verbunden sind (26.6.2019). Dies garantiere eine Erreichbarkeit rund-um-die-Uhr. Auf Wunsch erhalten die Direktkunden einen persönlichen Berater. „Das macht kein anderer Direktversicherer“, so Stockhorst.

Mit einer Combined Ratio von 96 Prozent (2018) ist die Rentabilität zwar „ordentlich“, könnte aber für einen Direktversicherer besser sein. Immerhin kommt die DA auf eine Kostenquote von 23 Prozent.

Offen für Dritte

„Wir wollen ertragsorientierter arbeiten, werden aber auch in den nächsten drei Jahren viel investieren“, so Stockhorst. Er spricht von rund 30 Millionen Euro „vor allem in IT und Menschen“. Zusätzliche „variable Vertriebskosten“ für die Wachstumsoffensive kämen noch hinzu.

Wie die Werkstattnetze in der Kraftfahrtversicherung werde man das Ökosystem auch anderen Versicherern öffnen. Mit einem würden bereits Gespräche geführt, sagte Stockhorst. Auf Sicht soll der Tarif auch über Vergleichsplattformen angeboten werden.

 
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