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Barmenia steigt bei Prismalife ein

19.10.2020 – Die Barmenia Versicherungen übernehmen gut ein Viertel der Geschäftsanteile an der Prisma Life aus Liechtenstein. Eine weitergehende Beteiligung ist offenbar fest geplant. Die Deutschen versprechen sich davon eine Expansion ins Ausland, ihre neuen Partner erwarten eine Stärkung ihres Kapitals.

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Die Barmenia Versicherungsgruppe übernimmt – vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsichtsbehörden – 25,1 Prozent der Anteile an der Prismalife AG. Der liechtensteinische Lebensversicherer werde das Kompetenzzentrum für internationale Angebote fondsgebundener Lebensversicherungen, gemeinsam wolle man das Geschäft ausbauen und weitere europäische Märkte erschließen.

Das teilten die beiden Unternehmen am Freitag mit. „Mit der fortschreitenden Zusammenarbeit ist auch eine Erhöhung der Beteiligung möglich“, heißt es in der Mitteilung. Nach Informationen des Versicherungsmonitors ist das bereits abgemacht. Die Barmenia habe bestätigt, die Mehrheit an Prismalife übernehmen zu wollen.

Prismalife ist mit dem wichtigsten Vertriebspartner verflochten

Holger Beitz (Bild: Prismalife)
Holger Beitz (Bild: Prismalife)

Damit solle auch die Kooperation mit dem Vertrieb Afa AG abgesichert werden. Schon 2019 habe es eine finanzielle Verbindung zwischen Barmenia und Prismalife gegeben, schreibt der Branchen-Informationsdienst.

Die Afa AG ist nicht nur der Hauptvermittler in Deutschland der Prismalife. Afa-Eigentümer Sören Patzig ist gleichzeitig Inhaber der Onesty Group GmbH, der bisherigen Hauptaktionärin des Lebensversicherers (VersicherungsJournal 10.5.2019).

Ob die Barmenia die Prismalife-Aktien von Onesty, einem anderen Aktionär oder per Kapitalerhöhung erwirbt, hat sie nicht mitgeteilt.

Auch der Kaufpreis und zu welchem Termin der Einstieg erfolgen soll, wurde nicht genannt. Nach Ansicht von Holger Beitz, CEO der Prismalife, stärke die Beteiligung der Deutschen die Kapitalbasis seines Unternehmens.

Kleinerer Versicherer mit sinkenden Beständen und steigendem Gewinn

Als Eigenkapital weisen die Liechtensteiner in ihrer Bilanz für 2019 35 Millionen Euro aus. Ende 2019 waren 141.000 Verträge, überwiegend fondsgebundene Rentenversicherungen, in den Büchern, davon gut zwei Drittel Nettopolicen. Bestand und Neugeschäft gingen in dem Geschäftsjahr zurück. Die Bruttobeiträge beliefen sich noch auf 133 Millionen Euro (VersicherungsJournal 29.4.2020).

Damit hätte die Gesellschaft im Vergleich zu den deutschen Lebensversicherern (16.7.2020, 11.8.2020) nach der Anzahl der Policen und nach Beitragseinnahmen einen Marktanteil von jeweils unter 0,2 Prozent.

Die Barmenia Leben ist mit 255.000 Policen und 264 Millionen Euro gebuchten Bruttobeiträgen fast doppelt so groß und mit 71 Millionen Euro Eigenkapital doppelt so finanzstark. Aber sie hat mit 2,9 Millionen Euro nur einen weniger als halb so hohen Jahresüberschuss erwirtschaftet wie ihr neuer Geschäftspartner.

Geplant ist eine langfristige Partnerschaft

Andreas Eurich (Archivbild: Ullrich)
Andreas Eurich (Archivbild: Ullrich)

Die beiden Versicherer sehen sich dadurch verbunden, „dass sie ihre Unternehmensstrategien am Prinzip der Nachhaltigkeit ausgerichtet haben und sie als Pioniere der nachhaltigen Geldanlage gelten“.

Dr. Andreas Eurich, Vorstandsvorsitzender der Barmenia Versicherungen, erklärte: „Als verantwortungsvoll handelndes und am Prinzip nachhaltiger Handlungsziele ausgerichtetes Unternehmen, ist es unser Anliegen langfristige Partnerschaften zu schließen.

Die zusätzlichen Kompetenzen der Prismalife machen uns langfristig stärker.“ Zu diesen Kompetenzen zähle die Expertise im internationalen Geschäft für fondsgebundene Lebensversicherungen mit dem Potenzial, neue Märkte in Europa zu erschließen.

Während die Barmenia bisher nur in Deutschland aktiv ist, hat Prismalife bereits Erfahrungen in mehreren EU-Ländern und der Schweiz. Der Markteintritt in Italien und Malta werde vorbereitet.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Fondspolicen · Geschäftsbericht · Lebensversicherung · Marktanteil · Nachhaltigkeit · Nettopolicen · Rente · Strategie
 
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