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Allianz Leben schafft die vollständige Garantie ab

6.10.2020 – Der Lebensversicherer der Allianz wird ab 1. Januar 2021 in allen Tarifen, in denen es gesetzlich nicht vorgeschrieben ist, die Bruttobeitragsgarantie auf einen Wert zwischen 60 und 90 Prozent absenken. In einer anhaltenden Nullzinsphase wolle man weiterhin eine attraktive und sichere Altersvorsorge bieten und diese langfristig zukunftsfähig gestalten, sagte Vorstand Dr. Thomas Wiesemann in einem Telefonat zur Erläuterung einer Pressemitteilung.

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Ab 1. Januar 2021 setzt die Allianz Lebensversicherungs-AG in ihren chancenorientierten Vorsorgekonzepten („KomfortDynamik“, „InvestFlex“, „IndexSelect“) konsequent für alle Vertragsarten das Garantieniveau auf 90, 80 oder 60 Prozent herab. Im Konzept „Perspektive“ (VersicherungsJournal 8.7.2013, 11.7.2013, 25.7.2013) wird standardmäßig ein Garantieniveau von mindestens 90 Prozent geboten.

Die vollständige Bruttobeitragsgarantie gewährt die Allianz nur noch dort, wo sie gesetzlich verankert ist, wie bei Riester-Verträgen oder der Beitragszusage mit Mindestleistung in der betrieblichen Altersversorgung (bAV).

Neues Bewusstsein

„Letztlich haben wir schon 2007 mit der Allianz Rente IndexSelect ein Produkt mit zeitgemäßen Garantien angeboten. Bei den Kunden kommt das an. Wir haben kurz vor und nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie repräsentative Umfragen gemacht: Zwei Drittel der Befragten sind bereit, auf Beitragsgarantien unter 100 Prozent zu setzen, um chancenorientierter investieren zu können,“ sagte Dr. Thomas Wiesemann, der im Vorstand der Allianz Leben den Maklervertrieb verantwortet.

„Schon heute machen wir 93 Prozent des Neugeschäftes mit modernen Garantie- sowie Biometrieprodukten, insofern werden sich keine großen Veränderungen ergeben“, so Wiesemann weiter.

Thomas Wiesemann (Bild: Thomas Bernhardt)
Thomas Wiesemann (Bild: Thomas Bernhardt)

Für das erste Halbjahr 2020 nennt die Allianz Leben rund 35.000 Neukunden. Der Zuwachs resultiere auch aus neuen Absicherungen von Lebensrisiken wie etwa die Risiko-Lebensversicherung für Diabetiker oder der Berufsunfähigkeits-Schutz für Schüler. Weitere Angebote für Beamte zur Absicherung von Dienstunfähigkeit seien geplant.

Echte Mehrwerte

Den Kunden werden „noch höhere Freiheitsgrade“ in ihrer weltweiten, breit diversifizierten Kapitalanlage in Aussicht gestellt. Die angepassten Garantien und die flexiblere Kapitalanlage verbesserten ihre Chancen auf langfristig attraktive Renditen.

Dies zeige sich etwa bei der aktuell verstärkt nachgefragten „KomfortDynamik“ (9.7.2015, 17.8.2015), bei der der Anteil chancenorientierter Anlagen zum Vertragsbeginn stufenweise erhöht werden könne. Bei einem 30-jährigen Vertrag gegen laufenden Beitrag und 80 Prozent Garantieniveau machten chancenorientierte Anlagen circa zwei Drittel aus. Die Kunden profitierten hier zudem von der stabilisierenden Wirkung des starken Sicherungsvermögens von Allianz Leben.

Es handelt sich dabei um eine endfällige Garantie, beziehungsweise bei „Perspektive“ und „IndexSelect“ (24.7.2007, 15.5.2019) gibt es zudem jährlich ein Lock-In des Überschusses, wodurch sich das Garantiekapital erhöht. „Wir wollen, dass die Altersvorsorge bleibt wie sie ist – mit attraktiven Renditechancen, echten Mehrwerten für unsere Kunden über Zeiträume von 30 oder 40 Jahren, dabei zuverlässig und sicher“, wird Vorstandschef Andreas Wimmer in der Pressemitteilung zitiert.

Kein Neugeschäft in der Pensionskasse

Als „wichtiger“ Fokus wird die bAV genannt. Das Portal „FirmenOnline“ wird im Herbst um neue Funktionalitäten erweitert. Im Breitengeschäft zieht man sich aber auf die Angebote in der Direktversicherung und im Pensionsfonds zurück. Die Allianz Pensionskasse-AG soll ab 2022 keine neuen Verträge mehr annehmen (24.8.2020).

„Der Allianz Pensionskasse mangelte es zuletzt – wie im gesamten Markt – an Nachfrage: 2019 betrug das Neugeschäft hier nur etwa 5.000 Verträge. Dagegen standen 300.000 Neuverträge in der Direktversicherung“, so Wiesemann. Ein externer Run-off oder ein Verkauf von Beständen stehe nicht zur Diskussion.

„Die Pensionskasse bleibt erhalten. Im Neugeschäft bieten wir die Direktversicherung und den Pensionsfonds an. Schon seit einiger Zeit wurden keine neuen Gruppenverträge mehr abgeschlossen“, sagt er weiter. Und: „Wir werden auch künftig Riester-Geschäft machen – und dies ohne Einschränkungen.“

Politik gefragt

Allianz Leben fordert von der Politik, dass sie über die diskutierten Veränderungen der Riester-Rente und der bAV rasch entscheidet. Dazu gehört bei Riester-Verträgen, wie im Fünf-Punkte-Plan der Anbieterverbände vorgeschlagen (21.7.2020), unter anderem ein insgesamt vereinfachtes Zulageverfahren und eine Anpassung des Garantieniveaus, um Renditechancen zu erhöhen.

Letzteres hält der Marktführer auch in der bAV bei der Beitragszusage mit Mindestleistung für sinnvoll. Zudem wäre eine bessere Durchgängigkeit der Förderung zwischen bAV und privater Vorsorge gerade angesichts wechselnder Erwerbsbiographien ein Baustein, um die Verbreitung der geförderten Altersvorsorge dort zu erhöhen, wo Menschen besonders davon profitieren, so die Pressemitteilung.

Leserbriefe zum Artikel:

Werner Jung - Das liegt nicht allein an der Nullzinsphase. mehr ...

+Peter Schramm - Eine gute Entscheidung. mehr ...

Oliver Henkel - 0,5 Prozent für jeden Versicherer jederzeit möglich. mehr ...

Peter Schramm - Es bleibt nur die Einstellung im Neugeschäft. mehr ...

Dr. Andreas Billmeyer - Rechnungszins wird entweder explizit oder implizit abgesenkt. mehr ...

Thomas Leithoff - Vernünftige Investmentstrategie für die Sparanteile muss folgen. mehr ...

 
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