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Versicherer bleiben eine tragende Säule der Fondsbranche

14.2.2020 – Die sieben versicherungsnahen Fondsgesellschaften, die BVI-Mitglied sind, verwalteten Ende 2019 18,3 Prozent der von Privatanlegern in Wertpapierfonds investierten Mittel. Den höchsten Marktanteil steuert dabei die Allianz Asset Management Gruppe mit 15,1 Prozent bei. Die Hansainvest folgt mit 1,1 Prozent. Bei der Allianz-Investmenttochter flossen über sechs Milliarden Euro ab. Auch Axa-Im und Generali verloren Anleger. Von den Vermögenswerten in offenen Wertpapier-Spezialfonds stammen 62 Prozent oder 1,2 Billiarden Euro von Versicherungs-Unternehmen und Altersvorsorge-Einrichtungen.

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Das Thema Altersvorsorge ist für die Fondsindustrie ein wichtiger Treiber. Auf der Jahrespressekonferenz des Bundesverband Investment und Asset Management e.V. (BVI) stellten dies sowohl Präsident Tobias C. Pross als auch Hauptgeschäftsführer Thomas Richter mehrfach fest (VersicherungsJournal 12.2.2020).

Versicherungstöchter verwalten 18 Prozent der angelegten Gelder

In den 35 eng bedruckten Seiten der BVI-Statistik sind die Zahlen von sieben versicherungsnahen Fondsgesellschaften erfasst, die Mitglied des Branchenverbandes sind. Sie fungieren sowohl als Vertriebskanal als auch als Anleger und als Vermögensverwalter.

Im Segment der offenen Wertpapier-Publikumsfonds, also weitgehend im Geschäft mit Privatkunden, verwalteten sie Ende 2019 18,3 Prozent der insgesamt investierten rund eine Billion Euro. Den höchsten Marktanteil steuert dabei die Allianz Global Investors GmbH mit 15,1 Prozent bei. Die beiden Gesellschaften der Hanseatischen Investment-GmbH (Hansainvest) folgen mit 1,1 Prozent.

Die zur Talanx AG gehörende Ampega Investment GmbH ist mit 0,7 Prozent die drittgrößte versicherungsnahe Investmentgesellschaft. Dahinter liegen die Axa Investment Managers (Axa-IM) und die zum Ergo-Konzern gehörende Meag-Gruppe mit jeweils 0,5 Prozent. Die Generali-Investments-Gruppe kommt auf 0,3 Prozent und die Alte Leipziger Trust Investment Gesellschaft mbH auf 0,1 Prozent.

Absatzeinbruch bei der Allianz

Im Jahr 2019 verlor die Allianz 6,25 Milliarden Euro und rangiert damit auf dem letzten Platz der BVI-Absatzstatistik der Wertpapier-Publiumsfonds. Im Jahr davor hatte sie noch 8,4 Milliarden vereinnahmt, mehr als die Hälfte des gesamten Neugeschäfts.

Von den insgesamt zugeflossenen netto 6,7 Milliarden Euro entfielen auf Hansainvest 581 Millionen Euro, auf Ampega 434 Millionen Euro, auf Meag 278 Millionen und die Alte Leipziger 28 Millionen Euro. Anleger verloren Axa-Im und Generali im Umfang von 83 beziehungsweise 28 Millionen Euro.

Die Abflüsse sorgten dafür, dass die Allianz von ihrem zweiten Platz der größten Wertpapier-Publikumsfonds-Gesellschaften wieder verdrängt wurde. Die DWS Investment GmbH (ehemals Deutsche AM-Gruppe) verwaltete zum Stichtag 268 Milliarden Euro, die zum genossenschaftlichen Finanzverbund gehörende Union-Investment-Gruppe 159 Milliarden Euro und die Allianz 152 Milliarden Euro.

Versicherer und Altersversorger bleiben wichtigste Spezialfonds-Kunden

Das verwaltete Vermögen offener Spezialfonds, die für Institutionelle aufgelegt werden, hat sich in den vergangenen Jahren von 729 Milliarden Euro auf 1,875 Billionen Euro mehr als verdoppelt. Dabei ist die Altersvorsorge ein wichtiger Treiber. Versicherungs-Unternehmen und Altersvorsorge-Einrichtungen wie Pensionsfonds und Pensionskassen hatten hier Ende 2019 1,16 Billiarden Euro angelegt.

Das entspricht einem Anteil von 62 Prozent des Spezialfondsvermögens. Vor zehn Jahren lag er noch bei 54 Prozent. In diesem Zeitraum haben die Altersvorsorge-Einrichtungen an Bedeutung gewonnen. Ihr Anteil stieg von 19 auf 29 Prozent. Versicherer bleiben aber die volumengrößte Anlegergruppe trotz eines von 36 auf 33 Prozent gesunkenen Anteils.

Versicherer gehören zu den bedeutenden Fondsverwaltern

Nicht nur als Anleger sondern gleichfalls als Verwalter von eigenen und fremden Spezialfonds sind einige der versicherungsnahen Investment-Gesellschaften ein wichtiger Bestandteil der deutschen Fondsbranche. So ist die Allianz mit einem Bestand von 325 Milliarden Euro die Nummer zwei bei den offenen Wertpapier-Spezialfonds hinter der Universal-Investment-Gruppe mit 330 Milliarden Euro.

Vom Gesamtvermögen in Höhe von 1,77 Billionen Euro managt die Allianz 18,3 Prozent. Der Bestand der Meag betrug zum Stichtag knapp 70 Milliarden Euro, was einem Anteil von 3,9 Prozent entspricht. Mit Zuflüssen von 24 Milliarden Euro der insgesamt 92 Milliarden Euro gehörte sie 2019 zu den drei Gesellschaften mit dem höchsten Neugeschäft.

Die Axa-Im betreut fast 30 Milliarden Euro, Ampega rund zwölf Milliarden Euro und die Alte Leipziger über zwei Milliarden Euro.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Altersvorsorge · Gewerbeordnung · Investmentfonds · Marktanteil · Pension · Pensionsfonds · Pensionskasse · Vertriebsweg
 
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