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Nachhaltigkeit: Was Verbraucher von Versicherungen erwarten

16.7.2021 – Bearingpoint hat ein Stimmungsbarometer zu nachhaltigen Versicherungslösungen veröffentlicht. Demnach meint die große Mehrheit der Deutschen, dass Versicherer mit ihren Produkten nachhaltiges Verhalten fördern sollten. Jeder Dritte lässt sich durch das Angebot nachhaltiger Policen bei der Wahl der Versicherung beeinflussen. Allerdings will mehr als die Hälfte der Befragten keine niedrigere Rendite in Kauf nehmen. Die meisten möchten, dass der Staat die Spielregeln bestimmt.

Den Begriff Nachhaltigkeit kennen 88 Prozent der Deutschen und wissen, was er bedeutet. Das zeigt das aktuelle Stimmungsbarometer zum Thema „Sustainable Insurance" der Bearingpoint GmbH. Das Management- und Technologie-Beratungsunternehmen stellt fest: „Nachhaltigkeit ist schon längst kein Nischenthema mehr.“

Für das Meinungsbild wurden Mitte Juni insgesamt 2.040 Personen online von der Yougov Deutschland GmbH befragt. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind nach eigenen Angaben repräsentativ für die Bevölkerung ab 18 Jahren.

Die große Mehrheit erwartet Engagement beim Thema Nachhaltigkeit

Die Umfrage zeigt, dass 71 Prozent der Deutschen von der Assekuranz erwarten, dass sie mit ihren Produkten nachhaltiges Verhalten fördern oder in nachhaltige Aktivitäten investieren sollte. Nur zwölf Prozent lehnen dies ab. Keine Angaben dazu machen 17 Prozent.

Umfrage Nachhaltigkeit - Förderung (Bild: Bearingpoint)

Für die Befragten spielen in diesem Zusammenhang Investitionen in Umweltschutz oder Umweltprojekte eine besondere Rolle. Dieser Punkt steht ganz oben auf der Liste. Es folgen die Aspekte „weniger Papiernutzung“, „kein Greenwashing“ sowie „grüne Energie nutzen“ und „Investitionen in erneuerbare Energien“.

Nachhaltigkeit ist kein Freifahrtschein für Preiserhöhungen

Kunden würden zudem genau wissen wollen, wie Nachhaltigkeit in die Prämienkalkulation einfließt, berichtet Giso Hutschenreiter, Partner bei Bearingpoint. Diesen Wunsch hätten 40 Prozent geäußert.

„Das Interesse für nachhaltige Produkte ist da, doch die Versicherer müssen auch genau informieren und erklären, was das für ihre Kundinnen und Kunden im Einzelnen bedeutet“, sagt er. Nachhaltigkeit sei aus Kundensicht kein Freifahrtschein, einfach die Preise erhöhen zu können.

Unsicherheit über das bereits vorhandene Angebot

Laut der Umfrage glauben 46 Prozent der Deutschen, dass Produkte mit nachhaltiger Ausrichtung bereits grundsätzlich im Markt zur Verfügung stehen. Dagegen sind 19 Prozent der Auffassung, dass (fast) kein Versicherungs-Unternehmen heute schon nachhaltige Produkte anbietet. 35 Prozent gaben an, es nicht zu wissen.

Jeder Dritte lässt sich durch das Angebot nachhaltiger Policen bei der Wahl der Versicherung beeinflussen, 48 Prozent verneinen dies. Nicht entscheiden können sich bei dieser Frage 18 Prozent.

Für mehr als die Hälfte bleibt Rendite wichtiger als Nachhaltigkeit

Allerdings geben 53 Prozent an, kein Versicherungsprodukt kaufen zu wollen, das aufgrund seiner nachhaltigen Ausrichtung womöglich eine niedrigere Rendite verspricht. Dazu bereit sind vier Prozent „auf jeden Fall“ und 21 Prozent „wahrscheinlich“. Keine Angaben machen 22 Prozent.

Umfrage Nachhaltigkeit - Rendite (Bild: Bearingpoint)

Auf die Frage, ob ein Versicherer nachhaltiges Handeln seiner Kunden über den Preis für die Police steuern sollte, beispielsweise bei der Kfz-Haftpflichtversicherung, antworteten 13 Prozent mit „ja, unbedingt“, 40 Prozent mit „kommt darauf an“ und 31 Prozent mit „nein“. Zu keiner Meinung durchringen konnten sich 16 Prozent.

Die meisten möchten, dass der Staat die Spielregeln bestimmt

Die Befragten sollten zudem sagen, wer die Spielregeln dafür bestimmen sollte, inwieweit ein Produkt tatsächlich als nachhaltig bezeichnet werden darf oder nicht. Für 35 Prozent ist hier der Staat in der Pflicht. Für eine Festlegung über Marktstandards wie beispielsweise Zertifizierungen sind 19 Prozent und zehn Prozent für eine Selbstverpflichtung der Unternehmen.

„Jemand anders“ sagen vier Prozent und 14 Prozent sprechen sich generell gegen Vorgaben zur Einstufung nachhaltiger Produkte aus. Keine Angaben machen 17 Prozent.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Haftpflichtversicherung · Marktforschung · Nachhaltigkeit · Steuern
 
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