Krankenkassen schreiben Milliardenüberschuss

8.3.2019

Mit 241,4 Milliarden Euro haben die gesetzlichen Krankenversicherer nach den vorläufigen Finanzergebnissen 2018 etwa zwei Milliarden Euro mehr eingenommen als ausgegeben (rund 239,4 Milliarden Euro). Dies teilte das Bundes-Gesundheitsministerium (BMG) am Donnerstag mit. Für die erste Jahreshälfte hatte das Ministerium einen Überschuss von gut 700 Millionen Euro vermeldet (VersicherungsJournal 5.9.2018).

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Den größten Überschuss erzielten mit über einer Milliarde Euro die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK). Für die Ersatzkassen wird ein Plus im mittleren, für die Betriebskrankenkassen (BKK) im niedrigen dreistelligen Millionenbereich ausgewiesen. Überschüsse von jeweils unter 100 Millionen gab es bei der Knappschaft-Bahn-See sowie den Innungskrankenkassen (IKK). Lediglich die landwirtschaftliche Krankenversicherung hatte ein Minus zu verzeichnen. Die Finanzreserven der Krankenkassen betrugen Ende 2018 etwa 21 Milliarden Euro, wird weiter mitgeteilt. Dies entspreche im Durchschnitt etwa 1,1 Monatsausgaben und damit mehr als dem Vierfachen der gesetzlich vorgesehenen Mindestreserve. Weitere Details zur Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben (auch auf Ebene der Leistungsbereiche) können auf dieser BMG-Internetseite nachgelesen werden.

Finanzergebnisse (Bild: Wichert)

„Die Wirtschaft läuft gut, die Krankenkassen haben weiterhin hohe Überschüsse. Beitragsgelder sind aber keine Sparanlagen, sondern sie sind dafür da, die Versorgung besser zu machen. Das tun wir“, kommentiert Bundes-Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Ergebnisse. Krankenkassen mit besonders hohen Reserven müssten ihre Rücklagen ab 2020 innerhalb von drei Jahren unter die gesetzliche Obergrenze von einer Monatsausgabe absenken, erläutert Spahn. „Dann haben die Beitragszahler auch etwas von der guten Finanzlage“, so der Minister weiter.

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Gesetzliche Krankenversicherung · Gesundheitsreform
 
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