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Knapp jeder Fünfte würde für Nachhaltigkeit auch mehr zahlen

10.1.2022 – Nachhaltigkeit spielt bei immer mehr Verbrauchern eine wichtige Rolle. Eine Ergo-Studie untersucht unter anderem, was die Kunden dabei von Finanz- und Versicherungs-Unternehmen erwarten.

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40 Prozent der Verbraucher in Deutschland wären „auf jeden Fall oder vielleicht“ bereit, zu einem nachhaltigeren Versicherer zu wechseln. 46 Prozent dieser Wechsel-Kandidaten wären „auf jeden Fall oder vielleicht“ bereit, für Produkte des neuen „grünen“ Anbieters mehr zu zahlen. Sprich: Knapp jeder Fünfte besitzt unter Umständen für „Grünes“ eine höhere Zahlungsbereitschaft.

Dies sind Ergebnisse einer Umfrage der Yougov Deutschland GmbH im Auftrag der Ergo-Gruppe. Befragt wurden zwischen dem 14. und 18. Oktober 2021 online 2.078 Teilnehmer ab 18 Jahren.

Preis, aber auch grün und fair

Befragt nach den Auswahlkriterien bei der Wahl einer Versicherung nannten 78 Prozent das Preis-Leistungs-Verhältnis. Von den 18- bis 24-Jährigen achteten 56 Prozent auf dieses Kriterium, bei den über 55-Jährigen 86 Prozent.

Konzentriere sich die Frage auf Nachhaltigkeit und ihre Bedeutung für die Auswahl eines neuen Versicherers, sei es 45 Prozent wichtig, dass das Unternehmen nachhaltig wirtschaftet, so die Studie. Für 45 Prozent bedeutet dies auch gute Unternehmensführung – beispielsweise ein Verhaltenskodex für die Mitarbeiter oder ein verantwortungsvoller Umgang mit Kundendaten.

Dann folgten nachhaltige Produkte und Services (31 Prozent), soziales Engagement (27 Prozent), ein umweltfreundlicher Geschäftsbetrieb (26 Prozent) und eine nachhaltige Kapitalanlage (21 Prozent).

Wachsende Bedeutung der Nachhaltigkeit

Grundsätzlich sei 82 Prozent der Befragten Nachhaltigkeit „eher oder sehr wichtig“. Für 58 Prozent ist sie der Studie zufolge wichtiger als noch 2017. Die Verantwortung für Nachhaltigkeit sehen 73 Prozent bei jedem Einzelnen. 53 Prozent halten die Wirtschaft für Umsetzung von Nachhaltigkeit verantwortlich. 51 Prozent sehen die Verantwortung bei der Politik.

62 Prozent gaben an, selbst auch nachhaltig zu leben. Von diesen geben aber nur 13 Prozent an, dies bei Finanzen und Versicherungen zu versuchen.

Die Ansatzpunkte für Nachhaltigkeit sind für 77 Prozent der Konsum (Verzicht, nachhaltige Produkte, Recycling) und für 60 Prozent Wohnen (Heizkosten, Solarpanels, energieeffiziente Sanierung).

55 Prozent gaben an, bei der generellen Auswahl von Produkten und Anbietern auf Nachhaltigkeit als eines von mehreren Kriterien zu achten. Neun Prozent entscheiden allein nach Nachhaltigkeitsaspekten.

Erwartungen an Versicherer

Versicherer können nach Meinung der Befragten in der Schadenregulierung zur Nachhaltigkeit beitragen.

So gaben der Umfrage zufolge 49 Prozent an, dass Versicherer bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels helfen könnten – zum Beispiel durch umweltfreundliche Gebäudesanierung, Versicherungsschutz für Hochwassergebiete oder Maßnahmen zum Gebäudeschutz vor Unwetterschäden.

46 Prozent erwarten von der Branche Anreize für die umweltfreundliche Nutzung von Geräten, Gebäuden und Autos. Als Beispiel wurde die Förderung von Reparaturen statt Ersatz in der Schadensabwicklung genannt.

42 Prozent meinen, Versicherer könnten den Ausbau der erneuerbaren Energien durch entsprechenden Versicherungsschutz unterstützen. Zwölf Prozent sind der Meinung, dass es nicht die Aufgabe von Versicherern ist, die nachhaltige Entwicklung zu unterstützen.

 
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