In diesen Städten kostet der Quadratmeter noch unter 5.000 Euro

11.10.2021 – Im Frühjahr und Sommer gab es am Immobilienmarkt kaum Überraschungen. Die Preise stiegen moderat, in Berlin und Köln kam es sogar zum Stillstand. Die teuersten Metropolen bleiben München, Hamburg und Frankfurt. Im Schnitt liegen die Preise in den deutschen Städten bei 4.113 Euro pro Quadratmeter.

In den Metropolen legten die Preise für Eigentumswohnungen nicht mehr so rasant zu wie in den Vorjahren. Eine Entspannung ist zwar nicht in Sicht, aber die Preiskurven in 14 Großstädten haben sich „etwas abgeflacht“. In Berlin und Köln stagnieren die Kosten für Käufer sogar.

Zu diesem Ergebnis kommt die 3. Ausgabe des „Immowelt Preiskompass“ der Immowelt AG. Im Quartalsbericht werden auf Immowelt.de angebotene Quadratmeterpreise von Bestandswohnungen (80 Quadratmeter, drei Zimmer, zweiter Stock) im zweiten Quartal 2021 mit dem Vorquartal verglichen.

Teuerste Städte bleiben München...

Laut Auswertung ist in Berlin der Preisanstieg, zumindest vorerst, gestoppt. Die Angebotspreise von Bestandswohnungen sind im untersuchten Zeitraum stabil geblieben. Im vorherigen Quartal stellte Immowelt noch ein Plus von fünf Prozent fest. Aktuell kostet nach Angaben der Plattform der Quadratmeter in der Hauptstadt 4.049 Euro.

Immobilienkäufer in München müssen dagegen die doppelte Summe auf den Tisch legen. Nach einem Anstieg von drei Prozent in den vergangenen drei Monaten liegt der aktuelle Quadratmeterpreis bei 8.786 Euro. Und diese Angabe gilt in der bayerischen Landeshauptstadt nicht für Neubauten.

...Hamburg und Frankfurt

Auch in Hamburg zogen die Kosten deutlich an. Innerhalb von drei Monaten stiegen die Angebotspreise um fünf Prozent auf 5.668 Euro. Damit verteuerten sich die Quartalspreise in der Hansestadt das vierte Mal in Folge um mindestens fünf Prozent, heißt es dazu im Preiskompass von Immowelt.

Damit setzt sich Hamburg als zweitteuerste Stadt der Untersuchung vor Frankfurt am Main mit einem Quadratmeterpreis von 5.558 Euro.

Auch in der Mainmetropole mussten Käufer zuletzt zwei Prozent mehr für Wohneigentum zahlen. Aber die norddeutsche Großstadt hat deutlich dazu gewonnen. „Exakt vor einem Jahr lag Frankfurt beim Quadratmeterpreis noch etwa 800 Euro über Hamburg“, schreibt Immowelt.

Kaufpreisentwicklung (Bild: Immowelt)
Zum Vergrößern Bild klicken (Bild: Immowelt)

Stärkster prozentualer Anstieg in Bremen

München, Hamburg und Frankfurt sind laut Auswertung die einzigen drei Großstädte, in denen Käufer über 5.000 Euro für den Quadratmeter hinblättern müssen. In Stuttgart mit 4.770 Euro (plus zwei Prozent) und Düsseldorf (4.628 Euro, plus ein Prozent) dürfte es laut der Untersuchung noch dauern, bis die 5.000-Euro-Marke erreicht ist.

Den stärksten prozentualen Anstieg aller untersuchten Städte verzeichnete Bremen, allerdings auf deutlich niedrigerem Niveau als Hamburg. Die Angebotspreise stiegen in der kleineren Hansestadt im dritten Quartal um sieben Prozent auf 2.908 Euro.

Im Osten steigen Nachfrage und Preise

In Dresden und Leipzig hinterlässt die gestiegene Nachfrage ihre Spuren. In beiden ostdeutschen Städten legten die Preise für Bestandswohnungen um fünf Prozent zu. Die niedrigsten Preise werden weiter in Essen verlangt, wo der Quadratmeter nach einem Plus von einem Prozent im Schnitt 2.384 Euro kostet.

Das Fazit: „Nach einem Anstieg von acht Prozent im zweiten Quartal haben sich die Preise im Hochsommer wieder eingependelt und liegen aktuell im Schnitt bei 4.113 Euro pro Quadratmeter“, heißt es im Preiskompass.

Corona hinterlässt am Markt kaum Spuren

Die Coronakrise beeinflusst die Preisdynamik für Wohnimmobilien bisher nicht. Der Boom geht ungebrochen weiter Das belegt der Häuserpreisindex des Statistischen Bundesamtes (Destatis) für das zweite Quartal 2021. Die Preise für Betongold stiegen im genannten Zeitraum um 10,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal (27.9.2021).

Preistreiber für potenzielle Käufer sind die steigende Inflationsrate und das immer knapper werdende Angebot bei steigender Nachfrage (6.8.2021).

Diese Faktoren treiben die Preise für Käufer immer weiter nach oben, wie eine Auswertung von Immoscout24, einer Marke der Immobilien Scout GmbH, für das erste Halbjahr 2021 zeigte (22.7.2021). Auch die Stiftung Warentest analysierte im Juli Immobilienpreise und Mieten für 160 Städte und Landkreise. Der Trend: Schnäppchen gibt es nur noch in Ostdeutschland (19.7.2021).

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