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Die soziale Schieflage in Deutschland bleibt gravierend

1.11.2018 – In Deutschland waren nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes 2017 rund 15,5 Millionen Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Das war zwar rund eine halbe Million Menschen weniger; es sind aber noch 19,0 (2016: 19,7) Prozent der Bevölkerung betroffen.

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In Deutschland waren nach Berechnungen des Statistische Bundesamt (Destatis) 2017 rund 15,5 Millionen Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Gruppe um rund eine halbe Million Menschen kleiner geworden. Sie haben einen Anteil an der Gesamtbevölkerung von 19,0 (2016: 19,7) Prozent.

16 Prozent sind armutsgefährdet

Aufgeschlüsselt waren nach den Angaben 13,1 Millionen Menschen beziehungsweise 16,1 Prozent der Bevölkerung armutsgefährdet, da sie über ein Einkommen unterhalb von 60 Prozent des Median der Gesamtbevölkerung verfügten.

Der Schwellenwert für die Armutsgefährdung lag im vergangenen Jahr für eine alleinstehende Person bei 1.096 Euro im Monat. Für zwei Erwachsene mit zwei Kindern unter 14 Jahre lag die Grenze bei einem monatlichen Einkommen von 2.302 Euro.

Frauen haben über alle Altersstufen hinweg größere Armuts- und Ausgrenzungsrisiken als Männer. So gelten in der Gruppe der über 65-jährigen 17,0 Prozent als armutsgefährdet; bei Frauen liegt der Anteil allerdings bei 19,0 Prozent und bei Männern bei 14,9 Prozent.

Erhebliche Entbehrungen für drei Prozent

Nach den Angaben von Destatis waren 2017 noch 3,4 (Vorjahr: 3,7) Prozent der Bevölkerung von erheblichen Entbehrungen betroffen.

Dies bedeutet, dass ihre Lebensbedingungen aufgrund fehlender finanzieller Mittel eingeschränkt waren. Hier mussten per Selbsteinschätzung vier von neun vorgegebenen Kriterien erfüllt sein. Hierzu zählen unter anderem finanzielle Probleme bei der Wohnungsmiete, Hypotheken oder der Begleichung von Rechnungen oder ob die Wohnung angemessen beheizt werden kann.

Gefragt wurde auch, ob es aus finanziellen Gründen im Haushalt kein Auto, Farbfernseher oder Waschmaschine gibt. Ein Kriterium ist auch, ob man sich einmal im Jahr eine Woche Urlaub außer Haus leisten kann.

Die Älteren haben nur geringe Probleme

Die über 65-jährigen hatten mit einem Anteil von 2,2 Prozent Betroffenen hier nur geringe Probleme. Auch hier schneiden Frauen mit 2,7 Prozent schlechter ab als Männer im Rentenalter (1,6 Prozent).

Trotz des starken Beschäftigungszuwachses lebten 8,7 Prozent der Menschen im Alter von unter 60 Jahren in einem Haushalt mit sehr niedriger Erwerbsbeteiligung. Das bedeutet, dass die tatsächlich Erwerbsbeteiligung der erwerbsfähigen Haushaltsmitglieder im Alter von 18 bis 59 Jahren weniger als 20 Prozent betragen hatte.

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Gewerbeordnung · Rente
 
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