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Die Krankenkassen mit dem größten Mitgliederschwund

1.2.2021 – Ende 2018 zählte die GKV einen Rekordwert von etwa 56,9 Millionen Mitgliedern. Der Branchenprimus Techniker gewann nach absoluten Zahlen am meisten hinzu. Prozentual am stärksten wuchs die BKK Verbundplus. Zu den größten Verlierern nach absoluten Zahlen gehören mit der Barmer und der DAK-Gesundheit (Nummern zwei und drei im Markt) zwei Branchenschwergewichte. Die größten prozentualen Einbußen hatte die BKK Pfalz hinzunehmen.

2019 hat die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) rund 300.000 neue Mitglieder gewonnen. Damit hat sich die Steigerung im Vergleich zum Jahr zuvor (VersicherungsJournal 14.1.2020) in etwa halbiert.

In der GKV-Statistik KM1 des Bundes-Gesundheitsministeriums (BMG) wird deren Zahl mit rund 56,9 Millionen im Jahresdurchschnitt 2019 angegeben. Allerdings hatte jede zweite der mitgliederstärksten Krankenkassen einen Rückgang zu verzeichnen (14.1.2021).

Auf Ebene der zu Jahresbeginn 2020 noch 105 Körperschaften (19.1.2021, 13.1.2020) betrachtet, konnte die große Mehrheit am Aufschwung partizipieren. Das zeigt eine Datensammlung des Branchen-Informationsportals Krankenkassen.net (ein Projekt von Franke-media.net), die die Redaktion mit Daten aus dem Bundesanzeiger vervollständigt hat.

Die Kassen mit den größten Mitgliederverlusten

Lediglich rund zweieinhalb Dutzend Kassen hatten demnach Ende 2019 weniger Mitglieder als Ende 2018. Der größte Rückgang nach absoluten Zahlen war, wie im Jahr zuvor (29.1.2020), bei der Barmer (Nummer zwei im Markt) zu beobachten. Zuletzt fiel er mit annähernd 83.000 um etwa ein Sechstel höher aus als von 2017 auf 2018.

Ranking Rückgänge (Bild: Wichert)

Im fünfstelligen Bereich verloren darüber hinaus auch die DAK-Gesundheit (Position drei im Markt), die IKK Classic (Nummer sieben im Markt), die Knappschaft-Bahn-See (Rang 13), AOK Nordost – Die Gesundheitskasse (an elfter Stelle im Markt), die Kaufmännische Krankenkasse – KKH (Platz zwölf) sowie die BKK Mobil Oil. Letztere gehört mit einer hohen sechsstelligen Mitgliederzahl zur Top 20 der Branche.

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Gewinner unter den Krankenkassen

Am stärksten zulegen konnte erneut der Branchenprimus Techniker Krankenkasse mit einem Plus von fast 226.000. Einen sechsstelligen Mitgliederzuwachs hatte ansonsten keine weitere Körperschaft zu verzeichnen.

Ranking Zuwächse (Bild: Wichert)

Um zwischen fast 63.000 und knapp 40.000 wuchsen die AOK – Die Gesundheitskasse für Niedersachsen, die AOK Plus – Die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen, die AOK Baden-Württemberg sowie die Handelskrankenkasse (HKK).

Die Kassen mit den größten prozentualen Veränderungen

Prozentual gesehen legte die BKK Verbundplus mit über einem Fünftel am stärksten zu. Die Körperschaft verlangte im Berichtsjahr 0,5 Prozent Zusatzbeitrag und gehörte mit einem Gesamtbeitragssatz von 15,1 Prozent zu den zehn günstigsten Akteuren.

Zuwachsraten im zweistelligen Prozentbereich gab es ansonsten nur noch bei der Debeka BKK (mit rund 103.200 Mitgliedern die Nummer 42 im Markt) und der BKK Linde. Die drei vorgenannten Kassen kommen auf 84.000 bis 115.000 Mitglieder und zählen damit zu den mittelgroßen bis eher kleineren Kassen.

Veränderungen in Prozent (Bild: Wichert)

Andererseits errechnet sich für die BKK Pfalz, die mit etwa 131.000 Mitgliedern zur Top 40 gehört, mit fast unverändert rund 3,8 Prozent erneut das größte Minus. Die Kasse verlangte seinerzeit einen Zusatzbeitrag von 1,4 Prozent und gehörte mit einem Gesamtbeitragssatz von 16,0 zu den teuersten Körperschaften.

Um jeweils hauchdünn über zwei Prozent schrumpften die Knappschaft und die SKD BKK. Letztere zählt mit knapp 39.500 Mitgliedern zu den kleinen Marktteilnehmern.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Gesetzliche Krankenversicherung · Gesundheitsreform · Gewerbeordnung · Technik
 
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