Die größten Rechtsschutzversicherer

21.1.2019 – Die deutschen Rechtsschutzversicherer hatten Ende 2017 nach GDV-Zahlen über 19 Millionen Verträge im Bestand und erzielten damit über 6,8 Milliarden Euro an gebuchten Bruttoprämien. Die Ranglisten nach Vertragsbestand und nach Beitragseinnahmen führt jeweils die Arag an. Fünf der 13 nach Prämien größten Gesellschaften schrieben Verluste. Die beste kombinierte Schaden-Kosten-Quote unter den Marktgrößen erzielte die Allianz.

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Zum Jahresende 2017 zählte der Bestand der Rechtsschutzversicherer nach Daten des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) 22,0 Millionen Verträge. Das sind 0,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Arag mit den meisten Verträgen

Den größten Bestand auf Ebene der Einzelgesellschaften hatte mit über 4,16 Millionen Kontrakten die Arag SE. Mit großem Abstand dahinter folgen die Allianz Versicherungs-AG, die ADAC-Rechtsschutz Versicherungs-AG und die Ergo Versicherung AG. Für diese drei Anbieter stehen jeweils mehr als zwei Millionen Policen zu Buche.

Dies zeigt der „Branchenmonitor: Rechtsschutz-Versicherung 2015-2017“ von der V.E.R.S. Leipzig GmbH und der Yougov Deutschland GmbH. In der Studie werden zahlreiche Kennzahlen der 28 größten Marktteilnehmer mit rund 95 Prozent Marktanteil dargestellt.

Die Positionen fünf bis neun belegen mit jeweils siebenstelligen Vertragsbeständen die Örag Rechtsschutz-Versicherungs-AG, die Roland Rechtsschutz-Versicherungs-AG, die Huk-Coburg-Rechtsschutz-Versicherung AG, die Advocard Rechtsschutz-Versicherung AG und die Deurag Deutsche Rechtsschutz-Versicherung AG.

Rechtsschutz Verträge (Bild: Wichert)

Arag auch nach Beitragsvolumen an der Spitze

Nach gebuchten Bruttobeiträgen – diese beliefen sich den Angaben des GDV zufolge 2017 branchenweit auf fast vier Milliarden (plus 4,1 Prozent) – zeigt sich eine etwas andere Reihenfolge. Zwar liegt auch hier die Arag (mit fast 615 Millionen Euro) vor der Allianz an der Spitze.

An dritter Stelle folgt – um drei Positionen besser als nach Verträgen – der Roland vor der wiederum auf dem vierten Platz liegenden Ergo. Die drei letztgenannten Gesellschaften sammelten jeweils über 400 Millionen Euro Bruttobeiträge ein.

Die Ränge fünf bis sieben belegen die Örag (auch nach Policen an fünfter Stelle), die Advocard (Platz acht nach Kontrakten) und die Huk-Coburg (ebenfalls Position sieben nach Verträgen). Das Prämienaufkommen dieser Anbieter liegt zwischen gut 330 Millionen Euro und über 230 Millionen Euro.

Rechtsschutz Beiträge (Bild: Wichert)

So (un)profitabel sind die Branchengrößen

Von den Branchengrößen mit mehr als 100 Millionen Euro gebuchten Bruttobeiträgen gehören vier Gesellschaften zu den profitabelsten Anbietern. Die Huk-Coburg kommt mit einer Combined Ratio (Schaden- und Betriebsaufwendungen in Prozent der verdienten Bruttoprämien) von unter 90 Prozent sogar auf den fünftbesten Wert unter den aufgelisteten Anbietern (VersicherungsJournal 13.11.2018).

Werte von unter dem Marktschnitt von 97,8 Prozent hatten zudem die R+V, die Advocard, die Württembergische Versicherung AG, die Ergo und der LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster a.G. zu verzeichnen.

Überdurchschnittliche, aber noch in der Gewinnzone liegende Quoten werden für die ADAC-Rechtsschutz, den Roland und die Örag die ausgewiesen. Rote Zahlen schrieben die DEVK Rechtsschutz-Versicherungs-AG und die Deurag.

Rechtsschutz Combined Ratio (Bild: Wichert)

Weitere Studiendetails

Der „Branchenmonitor 2015-2017: Rechtsschutz-Versicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig Rechtsschutz sowie Daten zur Bestandskundenanalyse.

Die rund 70-seitige Studie kann als PDF-Version für 493,85 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Clemens Wilde per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659265 bestellt werden.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Bestandskunden · Geschäftsbericht · Marktanteil · Rechtsschutz · Schaden-Kosten-Quote
 
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