„Pro Kopf“ steigen Beiträge moderat, individuell aber stärker

14.1.2020 – Eins ist sicher: „Pro Kopf“ steigen die Beiträge womöglich moderat, individuell aber weitaus stärker.

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Vielleicht können wir als Fazit dieses Leserbriefwechsels festhalten: Der relativ stark steigende individuelle Beitrag geht in die Berechnung der moderat steigenden Durchschnittsbeiträge ein, was nur geht, weil immer wieder sehr hohe Beiträge, die alte Versicherte bis zu ihrem Tode bezahlen müssen, wegfallen und durch niedrige Beiträge junger Neuversicherte ersetzt werden; ebenso hohe Beiträge nach Tarifwechseln.

Natürlich wird der Kunde bei Abschluss einer privaten Krankenversicherung fragen, wie sich sein Beitrag entwickeln wird und ob er ihn später noch zahlen kann. Wissen wir alle nicht?! Keine Angabe?! Soll er tatsächlich von 50 Prozent in zwei Jahren ausgehen? Sich dann jedenfalls nicht wundern?

Mit den Meldungen über „moderate Steigerungen“ soll solchen Befürchtungen entgegengetreten werden. Und das ist nicht korrekt.

Nach unserem Briefwechsel hier sind wir uns doch einig: Die individuellen Steigerungen werden deutlich höher sein. So kommen die langjährigen Steigerungen von zwölf Prozent per annum bei der Gothaer durchschnittlich in zwölf Jahren zustande. Und die anderen Beispiele, die mir inzwischen auch per Email zugegangen sind. Warum sollten diese Steigerungssätze in Zukunft niedriger sein?

Schön wäre eine statistische Auswertung solcher individuellen Steigerungen, oder?! Eine Lebensphasen-Betrachtung ist immer eine Extrapolation der Vergangenheit, also auch Spekulation. Trotzdem ist sie sehr sinnhaft.

Wilhelm Dr. Sälter

saelter.wilhelm@t-online.de

zum Leserbrief: „Pro-Kopf-Beitragsentwicklung liefert eine belastbare Aussage”.

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