Gebühren würden dem entsprechen, was am Markt verlangt wird

10.6.2020 – Warum müssen denn Makler nach dem Staat rufen, damit der dafür sorgt, dass alle gleich behandelt werden? Korrekt: Dies führt in der Tat dazu, dass zum Beispiel Kassenärzte kaum von dem leben können, was sie von den Krankenkassen erhalten. Selbst bei Privatversicherten hat der Staat ein Auge darauf, wie teuer es für die Beihilfestellen wird.

Da Makler auch für öffentliche Stellen tätig sind, wäre eine staatliche Gebührenordnung für sie genau auch dieser Gefahr ausgesetzt – also eher nicht ausreichend. Dass es allen Maklern dann staatlich verordnet gleich schlecht ginge, ist ein schwacher Trost.

Das Gebührenverzeichnis der Heilpraktiker wurde doch von diesen nach Auswertung der tatsächlich in Rechnung gestellten Kosten erstellt: Da ist es gar nicht nachvollziehbar, warum die Heilpraktiker zu geringe Rechnungen gestellt haben sollten. Ebenso würden auch bei einem entsprechend von Verbänden nach Erhebung selbst erstellten Gebührenverzeichnis für Makler die Gebühren automatisch dem entsprechen, was am Markt verlangt wird – warum soll das zu wenig sein?

Auch der Heilpraktiker steht in Konkurrenz zur kostenlosen Behandlung durch den Kassenarzt oder der Selbstmedikation nach Information und Selbstdiagnose aus einem Gesundheitsportal im Internet, gegebenenfalls ergänzt durch Beratung durch den Apotheker. Und auch der Heilpraktiker darf die den Ärzten vorbehaltenen Behandlungen nicht erbringen. Man muss sich halt mit seinem Angebot als Heilpraktiker wie als Makler im Markt bewähren.

Peter Schramm

info@pkv-gutachter.de

zum Leserbrief: „Makler konkurrieren mit gänzlich unterschiedlichen Vertriebsformen”.

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