11.2.2026 – Unabhängig davon, dass die gesetzlichen Krankenversicherer (GKV) tatsächlich eher ein Ausgaben- denn ein Einnahmenproblem haben, ist der Vorstoß der SPD in der Tendenz verursachergerecht.
Denn laut der IW-Studie zur Verteilung der Vermögen in Deutschland aus dem Juli 2025 liegt der Median des Vermögens in Privathaushalten bei 103.100 Euro. Der Median des Vermögens der unter 35-Jährigen liegt der Studie zur Folge bei 17.300 und wächst in der Gruppe der 55- bis 64-Jährigen auf den Spitzenwert von 241.000 Euro an.
Das klingt logisch, weil man in jungen Jahren Vermögen aufbaut, welches man dann im Alter in die Endsparphase überführt. Aktuell werden also ältere Pflichtversicherte in der GKV nur unzureichend an den Krankheitskosten, die sie selbst (mit steigendem Alter) verursachen, beteiligt.
Eine solche Regelung wäre also zumindest fair und die Aufregung hier mehr als unangebracht. Ob eine solche Regelung jedoch wirklich Teil der Lösung ist, darf vor dem Hintergrund der Ausgabenseite der GKV und SPV bezweifelt werden.
Henrico Sobczak
zum Artikel: „SPD-Gesundheitsabgabe: Bürgerversicherung durch die Hintertür?”.
Axel Götz - Das widerspricht jedoch dem Solidarprinzip. mehr ...
+Frank Schmidt - Es geht nicht um „fair”. mehr ...
Peter Schramm - Abzüge könnten sogar zu verstärkten Sparanstrengungen führen. mehr ...
Ihre Leserbriefe können für andere Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein. Bitte schreiben Sie Ihre Kommentare unter den Artikel in das dafür vorgesehene Eingabefeld.
Die Redaktion freut sich auch über Hintergrund- und Insiderinformationen, wenn sie nicht zur Veröffentlichung unter dem Namen des Informanten bestimmt ist. Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu. Schreiben Sie bitte an redaktion@versicherungsjournal.de.
Allgemeine Pressemitteilungen erbitten wir an meldungen@versicherungsjournal.de.






