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Die Schlussfolgerung ergibt sich nicht aus der Prämisse

1.3.2024 – Es ist schon schräg, aus der (geringen) Anzahl der Anfragen nach Homöopathie die generelle Aussage abzuleiten, dass „Krankenversicherte die Zusatzleistung durchaus wichtig” finden, die Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach gerne streichen möchte.

Das Portal hat nicht einmal eine Befragung der Suchenden vorgenommen, dies ist zumindest nicht aus dem Text herauszulesen. Vielmehr wurde lediglich geschaut, wie viele Anfragen prozentual über die Seite mit verschiedenen Begriffen gestellt wurden. Um es mit den Worten von Herrn Lauterbach zu sagen, hier fehlt mir die wissenschaftliche Inzidenz.

Wie dem auch sei, für das Portal ist dies natürlich eine gute Gelegenheit, Werbung für die eigenen Dienste zu machen. Eine Pauschalaussage halte ich an dieser Stelle aber für nicht angemessen und trägt aus meiner Sicht wenig zur Diskussion über Sinn oder Unsinn der Übernahme von Kosten für homöopathische Mittelchen bei.

Ich könnte mir durchaus vorstellen, als Kassenpatient über die Suche herausfinden zu wollen, welche Krankenkasse Naturheilverfahren sponsert und mich dann bewusst für eine zu entscheiden, die dies nicht im Leistungskatalog hat. Die Krankenkasse ist dafür verantwortlich, die medizinische Grundversorgung der Versicherten mit den Beiträgen aller Mitglieder sicherzustellen. Wer mehr möchte, kann sich ja privat um eine Homöopathie-Zusatzversicherung kümmern, analog anderer Zusatzleistungen, aber bitte nicht auf Kosten aller.

Michael Richert

michaelrichert@gmx.de

zum Artikel: „Homöopathie: Für viele Versicherte mehr als der Kampf mit Wünschelruten”.

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Gesetzliche Krankenversicherung · Werbung
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