So beliebt sind Versicherer als Ausbildungsbetrieb

8.8.2019 – Zum zweiten Mal in Folge stieg die Zahl der Auszubildenden, als auch die Zahl der neuen Verträge im vergangenen Jahr nach aktuellen Destatis-Zahlen ein weiteres Mal leicht an. Einen Spitzenplatz belegte insgesamt der Berufsweg „Kaufleute für Büromanagement“. Die Ausbildung zum „Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen“ landet insgesamt nicht unter den 20 am häufigsten gewählten Berufen, ist aber bei Frauen beliebt.

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Die im vergangenen Jahr eingesetzte Trendwende setzt sich fort: Die Zahl der Auszubildenden erhöhte sich nach am Mittwoch vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlichten Zahlen um 0,5 Prozent auf 1.330.764. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es noch 1.323.894 Lehrlinge in Deutschland (VersicherungsJournal 16.8.2018).

Ebenfalls gestiegen ist im vergangenen Jahr die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge, und zwar um 1,2 Prozent oder 6.200 auf 521.901. Im Jahr 2009 waren es noch 561.171.

Anzahl neue Ausbildungsverträge 2009 bis 2018 (Bild: Hefer)

Frauen wählen seltener die duale Ausbildung

Der Anstieg sei dabei ausschließlich auf neu abgeschlossene Ausbildungsverträge von Männern mit plus 2,6 Prozent zurückzuführen, während sie bei weiblichen Berufseinsteigern erneut um ein Prozent leicht zurückgingen, wie die Auswertung von Destatis ergab.

„Damit hält der seit zehn Jahren zu beobachtende Trend, dass Frauen immer seltener eine duale Ausbildung ergreifen, weiter an. 2018 haben 25 Prozent weniger Frauen eine duale Ausbildung begonnen als 2008“, fassen die Statistiker zusammen.

Spitzenplatz bei Azubis: Kaufmann für Büromanagement

Bei den Neuabschlüssen belegte der Beruf „Kaufmann/-frau für Büromanagement“ mit 27.400 Verträgen erstmals in der Erhebung den Spitzenplatz.

Es folgten „Kaufmann/-frau im Einzelhandel“ (27.200), „Kraftfahrzeug-Mechatroniker/-in“ (22.400), „Verkäufer/-in“ (22.100) sowie „Industriekaufmann/-frau“ (17.900).

Gut ein Fünftel aller Berufsanfänger konzentrierte sich 2018 auf diese fünf häufigsten Ausbildungen.

Banken gewinnen mehr neue Azubis als Versicherer

Die Kaufleute für Versicherungen und Finanzen landeten mit insgesamt 4.272 (2017: 4.866; 2016: 4.850 (31.8.2017) neuen Azubis nicht unter den 20 am häufigsten gewählten Berufsausbildungen.

Fast doppelt so viele neue Einsteiger konnte dagegen die Bankenbranche verbuchen. Knapp über 7.797 neu abgeschlossene Ausbildungskontrakte zum/zur „Bankkaufmann/-kauffrau“ bedeuten Rang 15.

Frauen entscheiden sich eher für Versicherungsbranche

Auch bei den männlichen Azubis ist die Top 20 für die Versicherungsbranche relativ weit entfernt. Für die Ausbildung zum Bankkaufmann weisen die Statistiker 3.933 (3.900) neue Lehrlinge aus. Für den Kaufmann für Versicherungen und Finanzen waren es 2018 nur noch knapp über 2.340. Im Vorjahr entschieden sich 2.500 Männer für dieses Berufsbild.

An der Spitze liegt bei den Jungs mit großem Abstand der „Kraftfahrzeug-Mechatroniker“ (18.381). Dahinter folgen dicht beieinander der „Fachinformatiker“ (12.813), „Kaufmann im Einzelhandel“ (12.000) sowie der „Industriemechaniker“ (11.322).

Anders stellt sich die Situation bei den weiblichen Azubis dar. Hier liegt die „Kauffrau für Versicherungen und Finanzen“ mit 1.932 neuen Verträgen immerhin auf Rang 17. An der Spitze liegt die „Kauffrau für Büromanagement“ (18.255) gefolgt von der „medizinischen Fachangestellten“ (14.040) und der „Kauffrau im Einzelhandel“ (12.600).

Über 12.000 Azubis 2018

Bei der Anzahl der Azubis insgesamt liegen die Kaufleute für Versicherungen und Finanzen mit 12.366 Personen an 16. Stelle. Davon waren im vergangenen Jahr 5.589 weiblich und 6.777 männlich.

Zu Kaufleuten für Büromanagement (Rang eins) ließen sich im Vorjahr 70.089 Personen ausbilden, zu Bankkauffrauen und -männern immerhin 22.638 (Platz 15). Damit kann der Bankensektor über 10.000 Azubis mehr verbuchen als die Versicherungswirtschaft.

 
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