28.8.2023 (€) – Mehr als 50 Prozent der Versicherungsvermittler sind nach der aktuellen BVK-Strukturanalyse zufrieden mit der Vertriebsunterstützung durch die Versicherer. Nur einer von zwölf Vermittlern zeigt sich ausdrücklich unzufrieden. Vor allem bei den unzufriedenen Personen gibt es große Unterschiede zwischen den verschiedenen Vermittlertypen. So sind Einfirmenvertreter mehr als doppelt so häufig „unzufrieden“ wie Makler. Mehrfachvertreter beklagen sich häufiger als Makler und seltener als die Ausschließlichkeit.
Nur rund jeder zwölfte Versicherungsvermittler ist unzufrieden mit der Vertriebsunterstützung durch die Versicherungs-Gesellschaften. Bei den Ausschließlichkeits-Vertretern ist der Anteil leicht überdurchschnittlich ausgeprägt. Bei den Mehrfachvertretern ist es etwa jeder 17. und bei den Maklern circa jeder 30.
Über 1.800 Fragebögen
Das ist der Analyse „Betriebswirtschaftliche Strukturen des Versicherungsvertriebs – BVK-Strukturanalyse 2022/2023“ zu entnehmen. Sie basiert auf einer zwischen Dezember 2022 und April 2023 durchgeführten, nicht-repräsentativen Onlinebefragung von Vermittlern (VersicherungsJournal 25.1.2023, 8.3.2023).
Die Teilnehmer hatten ein umfangreiches Fragenpaket zu ihrer persönlichen Geschäftssituation, den beruflichen Zielen sowie ihrer wirtschaftlichen Lage zu beantworten. Dabei machten die Vermittler Angaben unter anderem zu Umsatz und Gewinn (21.8.2023) sowie zur Wechselbereitschaft (23.8.2023).
Die bereinigte Stichprobengröße wird mit 1.842 Fragebögen angegeben. 89,9 Prozent der Befragten sind als Einfirmenvertreter im Vermittlerregister registriert, 6,4 Prozent als Versicherungsmakler und 3,7 Prozent als Mehrfachvertreter.
Deutlich mehr als jeder zweite Vermittler ist „(sehr) zufrieden“
Hinsichtlich der Zufriedenheit mit der Vertriebsunterstützung sollten die befragten Vermittler auf einer fünfstufigen Skala („sehr zufrieden“, „zufrieden“, „befriedigend“, „ausreichend“ und „unzufrieden“) die Unterstützung durch den angestellten Außendienst ihres Versicherers (Ausschließlichkeit) bewerten. Makler und Mehrfachvertreter hatten die Maklerbetreuung derjenigen Gesellschaft zu beurteilen, mit der sie überwiegend zusammenarbeiten.
Über alle Vermittlertypen hinweg zeigten sich 53 Prozent der Interviewten „(sehr) zufrieden“ mit dem Versicherer. Gut jeder vierte Vermittler vergab ein „Befriedigend“ und etwa jeder neunte ein „Ausreichend“. Rund jeder Zwölfte wählte die „Unzufrieden“-Kategorie.
Im Vergleich zur vorigen Studienauflage (10.8.2021) fällt auf, dass die Anteile der „(sehr) zufrieden“-Bewertungen klar gesunken sind. Dies ist vor allem auf die deutlich rückläufigen Topbewertungen zurückzuführen.
Die drei anderen Beurteilungskategorien wurden hingegen häufiger genannt, die „befriedigenden“ Urteile sogar deutlich häufiger. Alle Kategorien liegen damit wieder in etwa auf dem Niveau der vorletzten Analysen (11.11.2019).
Unterschiede zwischen den Vermittlertypen
Zwischen den einzelnen Vermittlertypen sind größere Abweichungen bei der Bewertung zu beobachten. So ist die Ausschließlichkeit anteilsmäßig am seltensten „sehr zufrieden“ und „zufrieden“, dafür am häufigsten „unzufrieden“.
In der letztgenannten Kategorie sind Makler relativ am seltensten vertreten. Sie liegen ansonsten immer zwischen den beiden anderen Vermittlertypen. Mehrfachtreter kommen in den beiden besten Beurteilungskategorien jeweils auf die höchsten und bei den „Befriedigend“- sowie „Ausreichend“-Bewertungen auf die höchsten Werte.
Die zum Teil stark vom Durchschnitt abweichenden Werte bei den Mehrfachvertretern dürften unter anderem auf die vergleichsweise niedrige Teilstichprobe zurückzuführen sein.
| Die seit Jahrzehnten regelmäßig alle zwei Jahre durchgeführte Strukturanalyse wird in diesem Jahr zum vierten Mal vollständig im VersicherungsJournal-Verlag veröffentlicht. Die Studie „Betriebswirtschaftliche Strukturen des Versicherungsvertriebs – BVK-Strukturanalyse 2022/2023“ gibt einen detaillierten Einblick in betriebswirtschaftliche Kennzahlen und Erfolgsfaktoren von Ausschließlichkeits- und Mehrfachvertretern sowie Maklern. Die Studie hat 168 Seiten im Format DIN A4 und wird angeboten als E-Book im PDF-Format, ISBN 978-3-938226-68-1. Sie kostet 494 Euro inklusive Mehrwertsteuer und kann über dieses Formular bestellt werden (E-Mail-Versand). Das Nutzungsrecht für E-Books gilt exklusiv für den Käufer. Das Recht, das E-Book ganz oder teilweise an Dritte weiterzugeben oder Ausdrucke seines Inhalts anzufertigen und weiterzugeben, kann auf Anfrage zusätzlich erworben werden. Die Konditionen für Mengenbestellungen und weitergehende Nutzungsrechte können per E-Mail oder über dieses Kontaktformular angefordert werden. |







