So stehen unabhängige Vermittler zur IDD-Umsetzung

7.1.2019 – Für über 40 Prozent der unabhängigen Versicherungsvermittler hat sich durch die IDD-Umsetzung die Arbeit nach eigenem Bekunden nicht verändert. Dies zeigt das AfW-Vermittlerbarometer 2018. Der Vermittlerverband kündigte an, noch mehr Aufklärungsarbeit etwa hinsichtlich Erstinformation, Beschwerdemanagement sowie Weiterbildungspflicht zu machen.

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Fast jeder zweite Versicherungsmakler (§ 34d Absatz 1 GewO) steht der Regulierung im Bereich der Versicherungs-Vermittlung „(sehr) positiv“ gegenüber (47 Prozent). Bei den Finanzanlagen-Vermittlern (§ 34f GewO) fällt der Anteil mit 42 Prozent nur etwas niedriger aus.

Umfrage unter 1.340 Vermittlern

Dies vermeldet der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. als ein zentrales Ergebnis seines aktuellen Vermittlerbarometers. Die Zahl der Teilnehmer an der zwischen Ende Oktober und Anfang Dezember durchgeführten Onlineumfrage wird mit 1.340 angegeben.

Fast neun von zehn Befragten besitzen eine Erlaubnis als Versicherungsmakler. Knapp zwei von drei Umfrageteilnehmern sind auch oder nur als Finanzanlagenvermittler registriert.

IDD-Umsetzung: Über 40 Prozent sehen keine Arbeitsveränderungen

Für gut vier von zehn Befragten hat sich nach Selbstauskunft bei der Arbeit durch die IDD-Umsetzung keine Veränderung ergeben. In etwa die Hälfte gab an, die Arbeit hätte sich dadurch verändert. Das verbleibende knappe Neuntel machte keine Angaben.

An den täglichen Abläufen hat sich insbesondere der Aufwand für Terminierung, Vorbereitung und Dokumentation von Kundengesprächen verändert. Dieser würde deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen, bekundeten rund 90 Prozent der Vermittler, deren Arbeit sich nach eigenen Angaben verändert hat.

Aus Sicht von mehr als der Hälfte erfordert der zunehmende Verwaltungsaufwand zwingend eine Umstellung der Arbeitsprozesse. Rund ein Drittel gab an, sich aufgrund des gestiegenen Verwaltungsaufwands auf bestimmte Produkte konzentrieren zu wollen. Etwa jeder Elfte will deshalb gar sein Geschäft aufgeben. Mehrfachnennungen waren möglich.

Weitere Ergebnisse des Vermittlerbarometers: Rund jeder dritte Umfrageteilnehmer vertritt die Ansicht, dass sich durch die IDD-Umsetzung die Rechtssicherheit erhöht habe. Ein verbessertes Image beim Kunden hat allerdings nur circa jeder 14. Befragte festgestellt. Zwei Drittel konnten keine positiven Auswirkungen der IDD-Umsetzung erkennen.

AfW will noch mehr aufklären

Frank Rottenbacher (Bild: AfW)
Frank Rottenbacher (Bild: AfW)

AfW-Vorstand Frank Rottenbacher kommentierte die Umfrageergebnisse wie folgt: „Wenn über 40 Prozent der Vermittler angeben, dass sich durch die IDD ihr Arbeitsalltag nicht verändert habe, dann werden wir noch mehr Aufklärungsarbeit machen müssen.

Das Inkrafttreten der VersVermV am 20. Dezember 2018 mit ihren neuen Regelungen unter anderem zur Erstinformation, zum Beschwerdemanagement sowie zur regelmäßigen Weiterbildung (VersicherungsJournal 20.12.2018) bietet einen aktuellen Anlass dazu.“

Der Vermittlerverband hatte bereits im Dezember einige ausgewählte Ergebnisse des 11. Vermittlerbarometers zum Gewinn (VersicherungsJournal 17.12.2018) und zur Mediennutzung (VersicherungsJournal 19.12.2018) von Versicherungs- und/oder Finanzanlagen-Vermittlern veröffentlicht.

 
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