So häufig beschweren sich Kunden über Versicherungsvermittler

5.2.2019 – Nur etwa 280 Verbraucherbeschwerden über einen Versicherungsvermittler sind im vergangenen Jahr beim Versicherungsombudsmann eingegangen. Davon entfielen über zwei Drittel in die Kategorie „nicht zulässig“. Häufigster Zankapfel war die Lebensversicherung. Dies geht aus dem Tätigkeitsbericht 2018 der Schlichtungsstelle hervor.

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2018 sind beim Versicherungsombudsmann e.V. 283 Anträge auf Durchführung eines Streitbeilegungs-Verfahrens (§ 4 VSBInfoV) gegen einen Versicherungsvermittler gestellt worden. Dies entspricht einem Anteil von unverändert etwa 0,15 Prozent (VersicherungsJournal 9.2.2018) an den insgesamt eingegangenen Reklamationen. Über 70 Prozent der Beschwerden gegen einen Vermittler wurden als unzulässig abgewiesen.

Dies zeigt der jetzt vorgelegte „Tätigkeitsbericht 2018 der Verbraucher-Schlichtungsstelle Versicherungsombudsmann e.V.“. Diesem ist auch zu entnehmen, dass der Löwenanteil der Eingaben gegen ein Versicherungs-Unternehmen gerichtet ist (VersicherungsJournal 4.2.2019). Hierbei muss allerdings beachtet werden, dass ein Großteil der Beschwerden gegen Vertreter den Versicherungs-Unternehmen zugerechnet wird.

Hauptsächlich Lebensversicherungen betroffen

Anders als bei den Beschwerden gegenüber Versicherungs-Unternehmen, betrafen die Anträge auf Streitbeilegung mit Abstand am häufigsten den Bereich der Lebensversicherungen (weit über ein Drittel Anteil) und nicht den der Rechtsschutz-Versicherung. Für Letztere wird nur ein Anteil von knapp fünf Prozent in dem Bericht ausgewiesen (Beschwerden über Versicherer: fast ein Viertel Anteil).

Bei über jeder fünften Reklamation gegen Vermittler ist die Sparte noch in Klärung. Jeweils etwa jede 15. Eingabe ist in die Kategorie „spartenübergreifend“ einzuordnen beziehungsweise betraf die Kfz-Kasko, Kfz-Haftpflicht oder die Berufsunfähigkeits- (BU-) Versicherung. Alle anderen Versicherungszweige blieben unter der Fünf-Prozent-Hürde.

Verteilung nach Sparten
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Gründe für eine Ablehnung

Hauptgrund für die Ablehnung eines Streitbeilegungs-Verfahrens war dem Tätigkeitsbericht zufolge, dass die Beschwerde nicht im Zusammenhang mit der Vermittlung eines Versicherungsvertrags stand (über ein Drittel Anteil). In einem guten Fünftel der Fälle wurde das Verfahren wegen einer fehlenden Anspruchsmeldung beim Beschwerdegegner nicht weiterverfolgt.

Fast zwei Drittel der zulässigen Eingaben wurden von der Schlichtungsstelle durch Bewertung gemäß § 7 Absatz 3 VermVO beendet.

Keine verbindlichen Entscheidungen

Anders als bei Reklamationen gegenüber Versicherungs-Unternehmen kann der Ombudsmann keine für Vermittler verbindlichen Entscheidungen treffen. Verbraucher „bekommen aber in jedem Fall eine kompetente rechtliche Prüfung mit verständlicher Begründung“, heißt es im Internetangebot des Schlichters. Damit könnten sie überlegen, wie weiter vorgegangen werden soll.

Daten zur tatsächlichen „Erfolgsquote“ enthält der Bericht nicht.

 
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