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Sachsen schickt Vermittler in den Lockdown

23.11.2021 – Die Notfallverordnung des Freistaates sieht eine Schließung von Versicherungsagenturen vor. Der BVK weist darauf hin, dass Online- und Telefonberatung weiterhin möglich sind. Freitag stimmt der Bundesrat über neue Corona-Regeln ab. Möglich ist, dass bis dahin weitere Bundesländer ähnliche Einschränkungen beschließen werden.

Die Sächsische Staatsregierung hat mit einer Corona-Notfallverordnung, die seit Montag in Kraft ist und bis zum 12. Dezember gilt, auf die hohen Infektionszahlen im Bundesland reagiert. Details werden auf der Homepage des Landes erläutert. Dort heißt es unter anderem: „Reisebüros, Versicherungsagenturen und ähnliche Einrichtungen sind für Besucherverkehr geschlossen.“

Auf Facebook wird mitgeteilt: „Geschlossen sind: […] Reisebüros, Versicherungsagenturen, Vermögensberater, Unternehmensberater, Finanzdienstleister (außer Banken & Sparkassen)“.

Berufsvertretung informiert über Maßnahmen

Auch der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute e.V. (BVK) informiert auf seiner Website über die Verordnung. „Wir versorgen unsere Mitglieder zeitnah mit Informationen zu den aktuellen Corona-Maßnahmen“, berichtet BVK-Präsident Michael H. Heinz gegenüber dem VersicherungsJournal.

Kolleginnen und Kollegen in Sachsen müssten nun erneut wieder auf Online- beziehungsweise telefonische Beratung ausweichen.

Vermittler sind für eine hybride Beratung gerüstet

Michael H. Heinz (Bild: BVK)
Michael H. Heinz (Bild: BVK)

Auf die Frage, welche Folgen er für Versicherungskaufleute durch die Einschränkungen sieht, antwortet Heinz: „Der Versicherungsvermittler-Markt ist sehr heterogen, genau wie auch die zu erwartenden Folgen für Vermittler. Die Erfahrungen der bisherigen Wellen haben gezeigt, dass die Vermittler insgesamt bisher vergleichsweise glimpflich durch die Pandemie gekommen sind.“

Natürlich gebe es auch Vermittler, die deutliche Einbußen zu verkraften haben oder haben werden. „Andererseits sind die Vermittler inzwischen viel besser digital aufgestellt. Der BVK hat seinen Mitgliedern das Rüstzeug an die Hand gegeben, um die Kunden hybrid zu beraten“, so der Verbandschef.

„Wir setzen uns zudem gegen die erneute Verzerrung des Wettbewerbs wie in Sachsen ein, wo Banken und Sparkassen im Gegensatz zu Versicherungsagenturen weiterhin stationär beraten dürfen“, betont er.

Bundestag entscheidet am Freitag

Mit dem Teil-Lockdown kommt das Land Sachsen einem möglichen neuen Gesetz zuvor, das auf dem Bund-Länder-Beschluss vom vergangenen Donnerstag beruht.

Darin steht unter anderem: „Maßnahmen wie 3G, 2G oder 2G plus Test sollen weiterhin je nach Infektionslage von den Ländern beschlossen werden können. Ausgeschlossen sein soll aber die Anordnung von Ausgangssperren, Beherbergungsverboten oder die pauschale, flächendeckende Schließung von Geschäften oder Schulen, Gastronomie oder Sportstätten.“

Dem Gesetz muss nun noch der Bundesrat zustimmen, der eigens dafür am Freitag zusammenkommt. Ob sich bis dahin weitere Länder dem Freistaat anschließen und ebenfalls einen Teil-Lockdown beschließen, ist derzeit offen.

Länder mit den höchsten Infektionsraten

Die höchsten Infektionsraten weisen am Wochenanfang laut dem RKI-Dashboard Sachsen (960 Covid-19-Fälle in den letzten sieben Tagen pro 100.000 Einwohner), Thüringen (648), Bayern (640), Brandenburg (570) und Sachsen-Anhalt (531) auf. Jeweils neun der insgesamt 22 Landkreise mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 1.000 liegen in Sachsen und Bayern.

Es ist zu befürchten, dass andere Länder nachziehen werden.

Michael H. Heinz, BVK-Präsident

BVK-Präsident Heinz zur Frage, ob nach seiner Einschätzung auch in anderen Bundesländer Einschränkungen drohen: „Das wird davon abhängen, wie sich die Lage weiter entwickelt. Es ist jedoch zu befürchten, dass andere Länder nachziehen werden.“

Leserbriefe zum Artikel:

+Peter Schramm - Es gibt genug Alternativen für persönliche Treffen. mehr ...

Markus Riedel - Man könnte seinen Kunden auch einfach digital treffen. mehr ...

 
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