Die besten Versicherer-Internetseiten

5.12.2018 – Von 129 Versicherern betreiben 2018 insgesamt 14 eine „Top-Website“. Zu diesem Ergebnis kommt der AMC in der aktuellen, 22. Auflage seiner Studie „Die Assekuranz im Internet“. Zur Spitzengruppe gehören in diesem Jahr: Allianz, Zurich, Arag, Hannoversche, Cosmosdirekt, Ergo, VKB, Ergo Direkt, Barmenia, Sparkassen-Versicherungen, DEVK, Huk-Coburg, Axa und die Bayerische.

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Die AMC Finanzmarkt GmbH hat auch in diesem Jahr wieder die Internetauftritte der Assekuranz unter die Lupe genommen. Für die aktuelle, mittlerweile 22. Ausgabe der Studie „Die Assekuranz im Internet“ untersuchte das Unternehmen zwischen August und Oktober die Websites von 129 Versicherungs-Unternehmen.

Was eine Top-Internetseite ausmacht? „Sie bietet nutzerorientierte Inhalte, ist auf allen Geräten perfekt aufgestellt und präsentiert sich leicht und lebendig“, schreiben die Studienautoren Désirée Schubert und Stefan Raake in ihrer Mitteilung zur Ankündigung der Studie.

Ziel der Untersuchung ist es, die Standards und Trends in den Web-Auftritten von Versicherern zu identifizieren. „Jedes Jahr werfen wir daher den Blick auf die Websites der Branche, um echte Veränderungen und Weiterentwicklungen zu finden“, so die Autoren im Vorwort.

Die Auswertung verzichtet wie üblich auf die Bewertung von reinen Konzernseiten und von Auftritten der Rückversicherer.

Bewertungskriterien der Studie

Für die aktuelle Untersuchung passte AMC das Bewertungsschema wieder an aktuelle Gegebenheiten an. Insgesamt prüfte das Unternehmen folgende sieben Hauptbereiche, mit rund 90 Unterkriterien pro Website, und gewichtete diese wie folgt:

  • Unternehmen: fünf Prozent,
  • Dialog & Kontakt: 15 Prozent,
  • Leistungsspektrum: 20 Prozent,
  • Beratungsleistung: 20 Prozent,
  • Vertrieb: 15 Prozent,
  • Service: zehn Prozent und
  • User-Experience: 15 Prozent.

Für besondere Angebote, die sich nicht in die definierten Unterkriterien einordnen lassen, wurden Bonuspunkte vergeben. Dies ist auch die Erklärung dafür, dass Versicherer in einzelnen Hauptrubriken mehr als 100 Prozent bekamen.

In diesem Jahr lassen sich elf Prozent der Websites, insgesamt 14, mit dem Erreichen von über 90 Prozent der angesetzten Kriterien als Top-Website einordnen, erklären die Macher der Studie. 19 Versicherer landeten mit der Klassifizierung „schwach“ in der schlechtesten Kategorie.

AMC-Studie Versichererwebsites (Bild: Hefer)

Spitzengruppe bleibt unverändert

2018 zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr kein neues Unternehmen in der Spitzen-Gruppe (VersicherungsJournal 13.12.2017). „Wir haben erneut an den Kriterien geschraubt. Zum Analyse-Raster zählen nun auch Chat-Bots, App-Services sowie Gamification. Vor allem der letzte Punkt ist für viele Versicherer noch eine ziemliche Herausforderung“, erklärt Autorin Schubert.

Wenig überraschend sei also, dass nur einige Versicherer-Websites das gestiegene Niveau widerspiegelten. „Und das sind vor allem die Unternehmen, die auch schon in den vergangenen Jahren online glänzten“, so Schubert weiter (VersicherungsJournal 24.11.2016).

Mit einer vergleichsweise niedrigen Relaunch-Quote von 17 Prozent und den angepassten Kriterien, die ihrerseits die Messlatte erhöht haben, findet sich vor allem im Mittelfeld ein deutlicher Zuwachs (von 48 Prozent auf 56 Prozent). Die Spitzengruppe, die Trends setzt und als Leuchtturm fungiert, wird derzeit von 14 Websites bestimmt, in der letzten Auflage waren es noch 23.

Die Website der Allianz weiß trotz hoher Komplexität den Überblick zu wahren.

AMC-Studie „Die Assekuranz im Internet“ zum Internet-Auftritt der Allianz.

Kein Ranking, trotzdem liegt Allianz vorne

Ein Ranking mit Platzierungen gibt es schon seit der 19. Auflage der Untersuchung nicht mehr, hebt der AMC weiter hervor. Diese Änderung sei der Erkenntnis geschuldet, dass vor allem die sehr guten Websites zum Teil nur marginale prozentuale Abweichungen zueinander aufzeigten. Es sei nicht sinnvoll, daraus dann einen ersten oder zweiten Platz abzuleiten.

Stattdessen wurden die Internetauftritte abgestuft nach dem Erfüllungsgrad in die Kategorien „top“, „gut“, „befriedigend“ und „schwach“ eingeordnet.

Auch ohne Ranking erreichte der Allianz-Konzern mit 96 Prozent die höchste Bewertung 2018. „Die Website der Allianz weiß trotz hoher Komplexität den Überblick zu wahren. Dank der durchdachten Navigation und einer Kombination aus Information und Interaktion gelingt dies über sämtliche Endgeräte hinweg sehr ausbalanciert“, heißt es in den Studienunterlagen.

Bei Produkten, Vertrieb und Unternehmens-Präsentation lag das Unternehmen sogar über der 100-Prozent-Marke.

14 Top-Websites der Versicherer gekürt

Im vergangenen Jahr rangierten die Arag Versicherungen auf dem ersten Rang. Die Düsseldorfer liegen 2018 aber nur einen Prozentpunkt hinter den Münchenern. Insgesamt konnten 14 Versicherer-Webseiten Wertungen von über 90 Prozent erzielen und dürfen damit das Siegel „Top-Website 2018“ tragen.

Gleichauf mit der Arag und den erreichten 95 Punkten lagen noch die Zurich Versicherungen, die Hannoversche Lebensversicherung AG und die Generali-Tochter Cosmosdirekt Versicherungen. Über 90 Prozent und somit ebenfalls die Top-Kategorie, erreichten folgende Unternehmen:

Mehr Innovation auf den Versicherer-Sites

Insgesamt stellten die Studienautoren neue, innovative Ansätze wie Live-Chat, Video-Live-Beratung, virtuelle Versicherungs-Experten oder Messenger-Dienste als zusätzliche Dialogoption auf den Websites fest. Vereinzelt finden sich auch Gamification-Ansätze, die dafür sorgen, dass ein Besuch auf der Website eines Versicherers in lebendiger Erinnerung bleibe.

Als Klammer der Top-Websites sei eine klare Nutzerfokussierung zu erkennen. Diesem relevanten Thema widmet die Studie zusätzlich ein Themenspecial.

Weitere Details zu den Inhalten der Studie „Die Assekuranz im Internet“ (22. Auflage 2018) sowie zu den kostenpflichtigen Bezugsmöglichkeiten (für AMC-Nichtmitglieder ab brutto 1.535,10 Euro) und das Bestellformular finden sich hier.

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