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Umfrage: Immer mehr Autofahrer akzeptieren Werkstattbindung

22.11.2021 – Die Mehrheit von Karosserieschäden wird mittlerweile über Partner-Werkstätten von Versicherungen abgewickelt. Der Einfluss der Assekuranz bei einer Reparatur ist für 70 Prozent der betroffenen Versicherungsnehmer in Ordnung. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag des Fachmagazins Kfz-Betrieb.

Die Schadenregulierung der Versicherung gewinnt zunehmend an Akzeptanz. Das ist ein Ergebnis der Umfrage „Trend-Tacho Welle 5/2021“, die die BBE Automotive GmbH im Auftrag der Kraftfahrzeug-Überwachungs-Organisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e.V. (KÜS) und des Fachmagazins Kfz-Betrieb der Vogel Communications Group GmbH & Co. KG durchgeführt hat.

In der Mixed-Mode-Erhebung wurden im November 300 Personen telefonisch und 700 Personen online um Auskunft gebeten. Die Befragten sind für den Service ihres Autos verantwortlich. Die Ergebnisse wurden nach eigenen Angaben gewichtet.

58 Prozent kennen den Begriff Werkstattbindung

Die Mehrheit der Studienteilnehmer verfügt über eine Kaskoversicherung. 47 Prozent haben eine Vollkasko-Police abgeschlossen und 39 Prozent eine Teilkasko. Nur Haftpflicht-versichert sind 14 Prozent.

Auf die Frage „Was verstehen Sie unter Werkstattbindung?“ wählten 58 Prozent die korrekte Antwortmöglichkeit „Ich darf meinen Unfallschaden nur den Partnerwerkstätten meiner Versicherung reparieren“. Dies ist ein Anstieg um sechs Prozentpunkte im Vergleich zur Vorjahresumfrage.

„Nur in Werkstätten meiner Fahrzeugmarke“ gaben 23 Prozent fälschlicherweise an, „nur in freien Werkstätten“ zehn Prozent und „nur in Karosserie- und Lackfachbetreiben“ ein Prozent. Sieben Prozent wussten keine Antwort.

Eine entsprechende Klausel haben mittlerweile 23 Prozent in ihrem Vertrag (2020: 22 Prozent). Zehn Prozent wissen es allerdings nicht und 67 Prozent verneinen.

Umfrage „Trend-Tacho Welle 5/2021“ (Bild: KÜS)
Umfrage „Trend-Tacho Welle 5/2021“ (Bild: KÜS)

97 Prozent mit der Schadenregulierung zufrieden

Einen Karosserieschaden an ihrem Fahrzeug mussten schon einmal 32 Prozent der Befragten hinnehmen. Davon waren 47 Prozent fremdverschuldet und 29 Prozent selbstverschuldet. Der Rest ist durch Sturm, Hagel, Wild, Glasbruch oder Vandalismus verursacht worden. Die Schadenhöhe lag im Schnitt bei 2.550 Euro (2020: 2.660 Euro).

Bei 48 Prozent der Autofahrer, deren Karosserieschaden über die Versicherung reguliert wurde, machte die Assekuranz keine Vorgaben. 24 Prozent wurden dagegen eine Werkstatt empfohlen und 28 Prozent ein Reparaturbetrieb zugewiesen.

Die Einflussnahme der Versicherer empfanden dabei 70 Prozent der betroffenen Fahrzeuglenker als „in Ordnung“ und 18 Prozent war die Einmischung egal, zusammen 88 Prozent (2020: 82 Prozent). Rund elf Prozent störte es teils sehr. Sehr zufrieden und zufrieden mit der Regulierung des Schadens zeigten sich dann aber 97 Prozent (2020: 95 Prozent), weniger und nicht zufrieden nur drei Prozent.

Originalersatzteile der Hersteller bei der Reparatur halten 44 Prozent aller Befragten für wichtig und 33 Prozent für sehr wichtig. Nur 17 Prozent verneinen eine Relevanz und fünf Prozent ist es egal.

Werkstattverbände üben Kritik

Die Assekurata Assekuranz Rating-Agentur GmbH hat dagegen kürzlich in einer Studie festgestellt, dass mehr als 76 Prozent der Befragten das Werkstattnetz der Kfz-Versicherer nicht kennen. Dabei verkauft der Marktführer in der Kfz-Versicherung, die Huk-Coburg Gruppe, jede zweite Autopolice mit Werkstattbindung (VersicherungsJournal 30.6.2020).

Derartige Vertragsabschlüsse von Versicherern mit Kooperationswerkstätten, insbesondere die Konditionen der Huk-Coburg, werden immer wieder von Werkstattverbänden heftig kritisiert (Medienspiegel 16.11.2020, 22.11.2018).

 
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