Sonderzahlungen in die GRV belaufen sich im Schnitt auf 16.000 Euro

15.9.2021 – Beitragszahlungen von Versicherten zum Ausgleich von Rentenabschlägen haben starkes Wachstumspotenzial, wie aus Daten der Deutschen Rentenversicherung Bund hervorgeht. Zuschläge wirken rentensteigernd, allerdings bis maximal 14,4 Prozent. Im Jahr 2019 lag die durchschnittliche Einzahlungshöhe bei knapp über 16.000 Euro.

Bereits ein 50-Jähriger, der in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert ist, kann zusätzlich seine Rente über Sonderzahlungen in die Rentenkasse aufbessern. Der Gesetzgeber hatte Mitte 2017 das Alter von 55 auf 50 Jahre herabgesetzt, damit man Zusatzbeiträge über mehrere Jahre strecken kann.

Wie aus dem jetzt veröffentlichten Geschäftsbericht und Jahresbericht 2020 der Deutschen Rentenversicherung Bund hervorgeht, ist seit 2017 ein sprunghafter Anstieg der Zahlen der Versicherten zu sehen, die diese Chance zu Sonderzahlungen nutzen – egal, ob es zu Rentenabschlägen kommt oder nicht.

Maximale Abschlagshöhe 14,4 Prozent

Die maximale Abschlagshöhe beträgt 14,4 Prozent oder 48 Monate mal 0,3 Prozent, wie die Rentenversicherung auf Anfrage mitteilte. Bei einer monatlichen Rentenhöhe von 1.000 Euro wären rund 680 Euro nötig, um einen Abschlag von 0,3 Prozent oder drei Euro auszugleichen.

Um Abschläge für ein Jahr von 3,6 Prozent ausgleichen zu können, müssen rund 8.400 Euro eingezahlt werden. Der Maximalbeitrag für vier Jahre läge dann bei 32.640 Euro.

Kostenfreie Sonderzahlungen scheinen sich zu lohnen

Jüngste Zahlen des Jahresberichts 2020 verweisen auf das Jahr 2019. Damals nutzten 25.839 Versicherte die Möglichkeit, denkbare Rentenabschläge auszugleichen. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Plus von 51,2 Prozent. Bereits 2018 war die Zahl der Einzahler um 47 Prozent auf 17.086 nach oben gegangen.

Bei den Sonderzahlungen sind die Kosten unschlagbar. „Unseren Versicherten werden keine Kosten oder Gebühre berechnet“, sagte ein Sprecher der Rentenversicherung. Und die aufgestockten Rentenansprüche nehmen auch an den allgemeinen Rentenerhöhungen teil.

Zusatzzahlungen fallen mit gut 16.000 Euro hoch aus

Angesichts der Dimensionen der Rentenversicherung fallen die Ausgleichszahlungen im Jahr 2019 mit 414,9 Millionen Euro noch vergleichsweise gering aus. Aber je teilnehmenden Versicherten sind es gut 16.000 Euro. Zahlen, ob Versicherte über mehrere Jahr Beiträge einzahlen, liegen in dem Jahresbericht nicht vor.

Doch auch hier ist die Dynamik hoch. 2018 stiegen die Einzahlungen um 40 Prozent. 2019 waren es dann nochmals 42,7 Prozent mehr (414,9 Millionen Euro).

Zu sehen ist diese Entwicklung vor dem Hintergrund des anhaltend schwierigen Umfelds für die Altersvorsorge: Die Riester-Rente liegt danieder und eine wirkliche Reform ist nicht in Sicht. Und Null-Zinsen machen der Rentenversicherung nicht wirklich zu schaffen. Aber eine ausführliche Beratung ist auch für Beiträge in die Rentenversicherung unerlässlich.

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Altersvorsorge · ePa · Geschäftsbericht · Rente · Riester
 
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