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So schadenintensiv sind Fahrzeuge mit Versicherungskennzeichen

23.2.2021 – Die Schadenhäufigkeit der Fahrzeuge mit Versicherungs-Kennzeichen (WKZ 005) nahm 2019 ab, der Schadendurchschnitt wuchs minimal. Deshalb ist auch der für die Prämienkalkulation wichtige Schadenbedarf wieder gesunken. Dies zeigt die gemeinschaftliche Kraftfahrt-Statistik von Bafin und GDV.

Am 1. März beginnt die neue Versicherungssaison für die nicht zulassungspflichtigen Fahrzeuge mit Versicherungs-Kennzeichen. Ein blaues Kennzeichen löst in diesem Jahr das am 28. Februar ablaufende schwarze ab.

Im Rahmen eines Pilotprojekts können sich die Halter von Mofas und Mopeds bei dem Versicherungsnachweis erstmals für eine Folie entscheiden, die auf eine Trägerplatte aus Kunststoff geklebt wird. Dies teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) Mitte Februar mit (VersicherungsJournal 16.2.2021)

Diese Fahrzeuge brauchen ein Versicherungs-Kennzeichen

Im Kalenderjahr 2019 waren hierzulande rund 1,71 Millionen Fahrzeuge mit der Wagniskennziffer (kurz: WKZ) 005 erfasst. Dies geht aus der „Jahresgemeinschafts-Statistik über den Schadenverlauf in der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 2019“ hervor.

Diese wird im Jahresturnus vom GDV und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht (Bafin) gemeinsam herausgegeben. Sie beinhaltet keine Aufwendungen für die Schadenregulierung.

In die WKZ 005 fallen der Statistik zufolge neben Segways und Elektro-Kleinstfahrzeugen auch Kleinkrafträder. Bei Letzteren handelt es sich hauptsächlich um Mofas, Mopeds, Mokicks und Roller mit maximal 50 Kubikzentimeter Hubraum und einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h.

Ein Versicherungs-Kennzeichen benötigen darüber hinaus auch motorisierte Krankenfahrstühle (WKZ 006) und S-Pedelecs (WKZ 009). Diese werden in der gemeinschaftlichen Kraftfahrtstatistik separat aufgeführt. Ihre Anzahl liegt bei rund 56.350 (WKZ 006) beziehungsweise knapp 27.400 (WKZ 009).

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Je nach Wagnisart große Unterschiede

Den Daten zufolge haben die Fuhrwerke mit der WKZ 005 im Berichtsjahr in etwa 17.200 Schäden mit einem Schadenaufwand von 49,2 Millionen Euro verursacht. 975 Crashs von Gefährten mit der WKZ 006 kosteten die Haftpflichtversicherer 3,1 Millionen Euro. Für 92 Unfälle von fahrbaren Untersätzen mit der WKZ 009 waren rund 246.000 Euro zu bezahlen.

Die Statistik zeigt weiter, dass S-Pedelecs im Berichtsjahr je 1.000 Jahreseinheiten am seltensten und Krankenfahrstühle am häufigsten in einen Crash verwickelt waren. Das gleiche Bild zeigt sich auch beim für die Prämienkalkulation wichtigen Schadenbedarf.

Schadengeschehen 2019 (Bild. Wichert)

Andererseits waren die Kosten pro Unfall bei Fahrzeugen mit der WKZ 006 am höchsten und bei den Gefährten mit der WKZ 009 am niedrigsten.

Im Vergleich zu 2013 kracht es deutlich seltener

Betrachtet man die Gesamtzahl der Jahreseinheiten der zahlenmäßig größten Gruppe (WKZ 005), so ist eine gewisse Konstanz zu erkennen. Zwischen 2013 und 2019 gab es nur minimale Schwankungen zwischen 1,65 und 1,71 Millionen Fahrzeuge. Dennoch ist die Schadenhäufigkeit im Betrachtungszeitraum um rund ein Viertel zurückgegangen.

Schadengeschehen Zeitreihe (Bild: Wichert)

Hingegen haben die Durchschnittskosten pro Unfallereignis 2019 einen neuen Höchstwert von 2.865 Euro erreicht. Auf Sechsjahressicht betrachtet betrug die Steigerung über ein Viertel, auch wenn der Anstieg zuletzt nur minimal ausfiel. Der Schadenbedarf lag in einer Spannbreite zwischen knapp 29 und gut 31 Euro.

 
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