Neue Tarife stellen kleine Firmenkunden in den Mittelpunkt

9.5.2019 – Die Zurich, die Nürnberger und Markel haben bestehende Tarife verbessert. Die Continentale und Kravag bieten jeweils einen neuen Baustein. Perseus und Element kommen mit einem Cyber-Schutzbrief.

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Die Zurich Versicherungen haben ihren „Firmen ModularSchutz“ erweitert und stärker automatisiert. Nach maximal fünf Eingaben bei den Risikofragen sollen die Kunden bereits ein vollumfängliches Angebot erhalten. Abgefragt werden die Betriebsart, die Umsatz- und Versicherungssumme, die Adresse des Firmensitzes und gegebenenfalls die Anzahl der Mitarbeiter. Das Produkt ist nun auch online abschließbar.

Es richtet sich an Kunden mit bis zu 500.000 Euro Jahresumsatz aus den Branchen Handel, Handwerk, Dienstleistung, Gastronomie und Baunebengewerbe. Fester Bestandteil ist die Betriebshaftpflicht-Versicherung, die optional um die Inhalts-, Glasbruch-, Ertragsausfall-, Elektronik-, Maschinen-, Privathaftpflicht- und Rechtsschutz-Versicherung erweitert werden kann.

Auch die Elementarschaden- oder die Betriebsschließungs-Versicherung sind zusätzlich möglich. Zur Wahl stehen die zwei Deckungsvarianten „Solide Grundabsicherung“ und „Umfassender Schutz“.

Cyber-Schutzbrief

Zusammen mit der Element Insurance AG bringt die Perseus Technologies GmbH einen gewerblichen Cyber-Schutzbrief auf den Markt. Dieser übernimmt die Aufwände von bis zu 50.000 Euro für die Vor-Ort-Unterstützung durch Computer-Forensiker und Experten für Datenschutzrecht. Umfasst sind auch die Mehrkosten zur Ursachenfindung und Schadensermittlung sowie die Dokumentation und rechtliche Erstberatung im Rahmen der Einhaltung der Meldepflicht nach DSGVO.

Der Schutzbrief kostet pro Monat und Mitarbeiter 6,80 Euro (zuzüglich Steuern). Vertrieben wird der Cyber-Schutzbrief unter anderem über die Internetseite der Berliner Firma.

Inklusive grober Fahrlässigkeit

In der gewerblichen Gebäudeversicherung und Geschäfts-Inhaltsversicherung übernimmt die Nürnberger Allgemeine Versicherungs-AG nun auch grob fahrlässig verursachte Schäden bis 100.000 Euro in voller Höhe. Das Gleiche gilt auch bei grob fahrlässiger Verletzung von Obliegenheiten vor oder nach dem Eintritt des Versicherungsfalls.

In beiden Fällen werden Schäden bis zu einer Höhe von einer Million beziehungsweise 500.000 Euro übernommen – bei einer Leistungskürzung um maximal 20 Prozent. Zudem verzichtet die Nürnberger nun auch bei Schäden bis 250.000 Euro auf den Einwand einer möglichen Unterversicherung. Bisher lag hier die Grenze bei 25.000 Euro.

Die Summen- und Konditionsdifferenz-Deckung wird dahingehend erweitert, dass der Kunde bereits bis zu zwölf Monate vor dem eigentlichen Versicherungsbeginn den Versicherungsschutz der Nürnberger erhält, wenn die Leistung aus dem Vorvertrag nicht so weitgehend ist.

Stellt sich im Schadenfall aber heraus, dass die konkrete Leistung im Vorvertrag besser geregelt war, reguliert die Nürnberger im Rahmen der Besserstellungsgarantie nach den Bedingungen des Vorvertrags.

Neuerungen in Vermögensschaden und Cyber

Die Markel Insurance SE hat ihre Produkte in der Vermögensschaden (VH) „Markel Pro IT“, „Markel Pro Berater“, „Markel Pro Media“, „Markel Pro Dienstleister“ sowie „Markel Pro Cyber“ erweitert. Die Produktneuerungen zielen darauf ab, vorhandene Deckungslücken, die für den Kunden problematisch sein können, abzusichern, teilt der Versicherer mit.

Zu den Merkmalen gehört, dass die Versicherungssummen dreifach zur Verfügung stehen und die Beschränkung bei der Nachmeldefrist entfallen ist. Bei „Markel Pro Cyber“ wurde der Selbstbehalt auf 500 Euro abgesenkt.

Für jedes Produkt stehen mehrere Varianten des Selbstbehalts zur Auswahl. Dabei wurden die Selbsthalte aber prämienneutral reduziert. Das Antragsmodell verzichtet auf Unterschriften. Die Anträge werden elektronisch geprüft und automatisch versendet.

Wenn wichtige Mitarbeiter fehlen

Die Continentale Sachversicherung AG hat ihre Gruppen-Unfallversicherung um den Baustein „Keyperson-Assist“ ergänzt, der den Ausfall von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen absichert.

„Keyperson-Assist“ soll Unternehmer und Mitarbeiter vor den finanziellen Folgen eines Unfalls schützen. In dem Leistungspaket sind verschiedene Module enthalten, die sowohl die Arbeitsabläufe als auch den erfolgreichen Gesundungsprozess des Versicherten (etwa Reha-Maßnahmen) sicherstellen sollen. So werden zum Beispiel auch Umbaumaßnahmen für Büro, Arbeitsplatz, Dienstfahrzeug und ein Personalkostenausgleich gezahlt.

Voraussetzung ist der Abschluss der Gruppen-Unfallversicherung für alle Mitarbeiter. Zusätzlich benennt der Unternehmer Mitarbeiter, die für reibungslose Abläufe im Betrieb unentbehrlich sind. Wer Schlüsselperson ist, entscheidet das Unternehmen.

Der „Keyperson-Assist“ enthält zudem einen Pflege-Zusatz, den „Gold-Service“. Muss sich die versicherte Person zum Beispiel aufgrund eines Unfalls um zu pflegende Angehörige kümmern, stellt ihm die Continentale einen Experten zur Seite, der berät und in Pflegefragen schult. Dieser soll die betroffene Person auch auf wichtige Behördengänge und Gutachten vorbereiten.

Bergen und abschleppen

Mit der Serviceleistung „Lkw b+a“ (Lkw bergen und abschleppen) übernehmen die Kravag Versicherungen in der Vollkasko- und Ladungsversicherung die kompletten Bergungs- und Abschleppkosten bei Lkw- und Busunfällen. Der Versicherer organisiert die gesamte Schadenabwicklung. Die Leistung ist ohne Mehrbeitrag, wird mitgeteilt.

Da die Bergungs- und Abschlepprechnung durch die Konzerngesellschaft R+V Assistance bezahlt wird, entfällt das von den Unternehmern des Verkehrsgewerbes gefürchtete Unternehmerpfandrecht. Üblicherweise müssen Abschleppdienste Fahrzeuge und Ladung erst herausgeben, wenn ihre Kosten vollständig beglichen sind.

Für die Kravag-Firmenkunden entfällt zudem die bisherige Höchstentschädigungs-Grenze in Höhe des Wiederbeschaffungswerts.

 
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