Neue Lösungen für Gewerbekunden

7.10.2019 – Continentale hat ihre Werksverkehrs-Versicherung überarbeitet, der Makler Hendricks die Vertrauensschaden-Versicherung und der HDI die digitale Abschlussstrecke. Die Alte Leipziger bietet kleinen Firmen auch geringe Cyber-Deckungen an und Axa Großkunden mehr Prävention und Dienstleistung. Mailo und Hepster kommen mit digitalen Lösungen für Einzelhändler beziehungsweise Radverleiher.

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Die Continentale Sachversicherung AG versichert in ihrer „KuBuS Werkverkehrsversicherung“ nach Versicherungssumme statt wie bisher nach Güterklasse und verzichtet auf die Angabe von Fahrzeugkennzeichen. Unternehmen und Gewerbetreibende können somit ihren Waren- und Werkzeugtransport einfacher absichern.

Mit Allgefahrendeckung

Zusätzlich wurden die Beiträge gesenkt und die Tarifierung vereinfacht. Erstmalig können Unternehmer, die Waren und Werkzeuge transportieren, zwischen dem „XL“-Tarif und dem Exklusivschutz „XXL“ mit einer Allgefahren-Deckung wählen. Beide Versionen haben einen Selbstbehalt von 250 Euro.

Die „XL“-Variante deckt Schäden ab, die den Gütern beim Transport, Be- oder Entladevorgang widerfahren können. Notbremsung, Ausweichmanöver, Achsbruch und zerplatzte Reifen sind abgesichert. Der Versicherungsschutz umfasst das eigene Firmenfahrzeug, aber auch gemietete und geleaste Transportmittel. Die Neuwertenschädigung für Werkzeuge gilt 24 Monate. Es besteht standardmäßig Versicherungsschutz in allen Nachbarländern Deutschlands.

In der „XXL“-Variante sind zusätzlich beschädigte oder zerstörte Waren versichert. Der Versicherer gewährt Nachlässe beim Ausschluss bestimmter Waren wie EDV, Spirituosen oder Tabak. Besteht neben der Werkverkehrs-Versicherung auch für eine Betriebs-/Berufshaftpflicht-Versicherung bei der Continentale, wird der Gesamtbeitrag um zehn Prozent rabattiert. Zudem wird für Flotten ab drei Fahrzeugen bis zu 20 Prozent Nachlass gewährt.

Vorsorgen statt nachsehen

Die Axa XL arbeitet mit der Accenture plc. zusammen, um Industriekunden „Cybersecurity Services“ bereitzustellen. Accenture soll bei der Analyse von Cyberbedrohungen und dem Bereitstellen weiterer Cyber-Security-Dienstleistungen vor und nach Eintritt eines Versicherungsfalls helfen.

Axa XL ist der Unternehmensbereich für industrielle Sach-, Haftpflicht- und Spezialrisiken. Durch die Kooperation kann Axa unter anderem auf das „iDefense Threat Intelligence Team“ der Accenture zurückgreifen. Dieses erstellt handlungsorientierte und maßgeschneiderte Berichte über Cyberbedrohungen.

Angebot fokussiert sich zunächst auf die Fertigungsindustrie, den Einzelhandel, das Gesundheitswesen sowie die Finanzdienstleistungs-Branche und soll bis Anfang 2020 auf das P&C-Spektrum ausgedehnt werden.

Außerhalb der USA soll Accenture als strategischer Partner „Post-Breach-Services“ (Dienstleistungen nach Eintreten eines Cyber-Vorfalls) zur Verfügung stellen. Hierzu gehören unter anderem das Management von Sicherheits-Zwischenfällen und IT-Forensik.

Direkt dunkel policiert

Für Kleinunternehmen und Gewerbetreibende hat die HDI Versicherung AG ihre digitale Abschlusstrecke „Firmen Digital“ erweitert und vereinfacht. Bis zu einem Jahresumsatz von einer Million Euro und einer Sachversicherungssumme in gleicher Höhe können Versicherungen online tarifiert und direkt dunkel policiert werden.

Auf rund 1.000 Betriebsarten lässt sich die Abschlussstrecke anwenden. Neben den Grundbausteinen „Sachwerte/Erträge“ und „Betriebshaftpflicht“ lässt sich der Schutz optional um Rechtschutz, Unfall, Autoinhalt und Privathaftpflicht erweitern. Nach Eingabe der Daten wirft das System drei Lösungsvorschläge aus: ein Small-, eine Medium- und eine Large-Version.

Zudem geht HDI damit auf Wünsche von Vertriebspartnern ein: Zum Beispiel verfügt die Strecke über Mandantenfähigkeit, die dann ein vereinfachtes Customizing für große Vertriebspartner ermöglicht. Der Rechner ermöglicht das schnelle und effiziente Bereitstellen von Versicherungsschutz im Breitengeschäft durch Vermittler genauso wie die Entwicklung neuer digitaler Kooperationsmodelle oder das Einbinden in die Beratung bei Banken und Sparkassen.

Einstiegsschutz für Kleine

Gegen Cyber-Schäden können sich kleine und mittelgroße Unternehmen bei der Alte Leipziger Versicherung AG bereits ab 10.000 Euro Versicherungssumme versichern. Die Cyber-Police „AL_CYBER“ ist modular aufgebaut.

Erstattet werden die entstehenden Kosten für IT-Forensik, die Datenwiederherstellung und Entfernung von Schadsoftware, eine Betriebsunterbrechung einschließlich Mehrkosten durch Cloud-Ausfall, Schadensersatzansprüche an den Versicherungsnehmer sowie das Einführen sinnvoller Sicherheitsverbesserungen nach einem Cyber-Angriff.

Zum Angebot gehört zudem eine telefonische 24/7-Soforthilfe, die „erste Hilfe“ schon bei Verdacht auf einen Schaden leistet. Durch die Modularität werden Größe, Risikoeinschätzung und bereits vorhandene Absicherungen eines Unternehmens berücksichtigt. Deckungssummen und Selbstbehalte beziehen sich speziell auf das ausgewählte Modul.

Portfolio erweitert

Die auf Gewerberisiken spezialisierte Mailo Versicherung AG hat ihr Portfolio um Einzelhändler erweitert, die in Echtzeit versichert werden können. Mit der Produkt- und Betriebshaftpflicht werden neben den klassischen Mietsachrisiken auch Schäden an beweglichen Sachen bis zu einer Deckungssumme von 100.000 Euro mitversichert.

Versichert sind das Arbeiten auf fremden Grundstücken sowie Schäden am Ladegut. In der Sachinhaltsversicherung ist auch Kühlgut gedeckt.

Schutz für Bike-Sharing- und -Leasing-Anbieter

Das Insurtech Hepster, die Onlinemarke der Moinure GmbH, hat eine modulare Versicherungslösung für Bike-Sharing- und -Leasing-Anbieter entwickelt. Die kann mit dem Buchen oder dem Kauf von Fahrrad oder E-Bike abgeschlossen werden.

Wichtigster Bestandteil ist die Fahrrad- beziehungsweise E-Bike-Versicherung, die unter anderem Unfall- und Transportschäden am Zweirad sowie Elektronik- und Akkuschäden am E-Bike abdeckt. Optional kann die Versicherung um einen Diebstahlschutz erweitert werden und ergänzend dazu um einen Fahrrad- und E-Bike-Schutzbrief mit 24-Stunden-Soforthilfe im Fall einer Panne oder eines Unfalls.

Dank digitaler Schnittstellen können die Versicherungsprodukte in den Buchungsprozess der Fahrradmiete direkt integriert werden. Sharing-Anbieter können zwischen einem automatischen Einpreisen der Versicherung in die Miete und einer optionalen Zusatzbuchung durch den Kunden wählen. Der Versicherungsschutz endet automatisch mit dem Ende des Mietzeitraums.

Inklusive Restschuld und Gap-Deckung

Zusätzlich gibt es für Fahrrad-Leasing-Anbieter ein volldigitales Versicherungspaket, das die Fahrräder und E-Bikes über den gesamten Leasingzeitraum absichert. Zu der Lösung gehören die Vollkaskoversicherung, der Fahrrad-Schutzbrief, eine Restschuldversicherung sowie eine Gap-Deckung.

Die Restschuldversicherung sichert das finanzielle Risiko des Leasingnehmers und der Angehörigen im Falle einer Arbeitsunfähigkeit, eines Arbeitsplatzverlusts oder eines Unfalltodes durch Übernahme der Leasingraten und Zahlung der ausstehenden Leasingraten ab.

Die Gap-Deckung schließt bei Totalschäden die Lücke zwischen der Sachwertentschädigung des Fahrrads beziehungsweise E-Bikes und den bestehenden Forderungen aus dem Leasingvertrag. Während ein Leasinganbieter an ein oder mehrere Unternehmen Fahrräder vergeben kann, vergeben die Unternehmen die geleasten Fahrräder an ihre Mitarbeiter, die diese nutzen.

Das Partnerportal von Hepster stellt allen involvierten Parteien ein Tool zur Verfügung, mit dem sie selbstständig Versicherungsverträge verwalten, Rechnungen einsehen, Schäden melden und alle wichtigen Prozesse tagesaktuell nachvollziehen können.

Einfacher formuliert

Die Hendricks GmbH hat die Vertrauensschaden-Versicherung „HPVSV“ mit verständlicheren und einfacheren Formulierungen überarbeitet. Mit dem neuen Bausteinprinzip ist auch eine Kombinationsdeckung von einer Vertrauensschaden-Versicherung mit einer Absicherung von Cyber-Risiken möglich.

Die beiden Produkte ergänzen sich ohne Überschneidungen und bieten so einen lückenlosen Schutz ohne Doppelabsicherungen.

 
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