12.1.2026 – Aus Kundensicht bieten Cosmos, VPV, R+V, Hannoversche, Generali, Universa, Provinzial, Ergo, Canada Life, die Bayerische, Swiss Life, Barmenia, Volkswohl Bund und Allianz in der Berufsunfähigkeitsversicherung eine „sehr gute“ Schadenregulierung. Dies geht aus einer Untersuchung von Servicevalue im Auftrag der Zeitschrift Focus Money hervor. Nur Allianz und R+V gehörten in allen bisherigen neun Studienauflagen zu den Topregulierern.
Die Servicevalue GmbH hat in Kooperation mit der Zeitschrift Focus Money ein weiteres Mal die Schaden- und Leistungsregulierung von Versicherungsunternehmen aus Kundensicht unter die Lupe genommen. Premiere hatte die Untersuchung vor acht Jahren (VersicherungsJournal 14.2.2018).
Auf dem Prüfstand stand in der aktuellen Auflage das Verhalten in 19 verschiedenen Absicherungsbereichen. Dazu gehört neben der Kfz-Versicherung (8.1.2026) unter anderem auch die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU-Versicherung).
Zu der im November 2025 durchgeführten Onlinebefragung wurden zur Bewertung registrierte Panelisten eingeladen. Von diesen liegen soziodemografische Merkmale vor, „so dass bevölkerungsrepräsentativ ausgesteuert werden kann“, erläutert Servicevalue.
Die Umfrageteilnehmer sollten die Regulierung eines Schaden- oder Leistungsfalles des Produktanbieters bewerten, bei dem sie in den vergangenen 36 Monaten einen Versicherungsfall angezeigt haben. Insgesamt kamen so 61.782 (Vorjahr: 61.005) Kundenurteile zur Regulierungspraxis von mehreren hundert Versicherungsunternehmen und Deckungskonzept-Anbietern zusammen.
Die Versicherungskunden konnten die Regulierung eines Anbieters über eine fünfstufige Skala von eins (= „ausgezeichnet“) bis fünf (= „schlecht“) beurteilen. Die Rankings in den einzelnen Versicherungszweigen hat das Analyseunternehmen aus dem ungewichteten Mittelwert sämtlicher Klientenbewertungen je Anbieter errechnet.
Alle Unternehmen, die auf der Gesamtebene einen überdurchschnittlichen Wert erzielten, bekamen ein „gut“. Wer über dem Durchschnitt der „guten“ Unternehmen lag, erhielt ein „sehr gut“.
Angaben zur Stimmenzahl pro Gesellschaft und pro Sparte sind der Studieninformation (PDF, 162 KB) nicht zu entnehmen. Zu diesem Aspekt erläutern die Studienautoren: „Abgefragte Unternehmen werden nur ausgewertet und dargestellt, wenn sie eine Mindeststichprobengröße, abhängig von der Versicherungssparte, erfüllen.“
Konkrete Daten zum Regulierungsverhalten – wie etwa zur Schnelligkeit der Reaktion oder zur Auszahlung beziehungsweise zum Regulierungsumfang – wurden im Rahmen der Studie ebenfalls nicht erhoben. Das Marktforschungsunternehmen stellte den Befragungsteilnehmern aufgrund des großen Umfangs der Untersuchung nur eine allgemeine Frage.
In der BU-Versicherung vergrößerte sich die Gruppe der Topregulierer von zwölf auf 14 Unternehmen. Zur „sehr guten“ Spitzengruppe gehören:
Im Vergleich zum Vorjahr (8.1.2025) schafften die Bayerische, die Hannoversche, die Swiss Life, die Universa und der Volkswohl Bund den Aufstieg in die Riege der Top-Regulierer. Aus dieser verabschieden mussten sich die Dialog Lebensversicherungs-AG, die Signal Iduna Versicherungen und die WWK Lebensversicherung a.G.
Jedes Mal seit Beginn der Untersuchungsreihe platzierten sich nur die Allianz und die R+V in der Spitzengruppe. Achtmal gelang dies der WKK, jeweils siebenmal der Canada Life (2018 bis 2020, 2022, 2023 und seit 2025), der Cosmos und der Provinzial (jeweils seit 2020) sowie der Swiss Life (nicht 2024, nicht 2025).
Sechsmal unter die Topregulierer kam die Ergo (2019 und seit 2022). Jeweils fünfmal gelang dies der HDI Lebensversicherung AG (2018 bis 2022), der Signal Iduna (2021 bis 2025), der Generali (2021, 2022 und seit 2024) sowie der VPV (seit 2022).

Untersuchungen zur Leistungsregulierung in der Sparte führt regelmäßig auch die Franke und Bornberg GmbH durch (27.11.2025, 6.11.2025, 7.5.2025).
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