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Die Lebensversicherer mit den höchsten Abschlusskostenquoten

7.10.2019 – Im Geschäftsjahr 2018 haben die deutschen Lebensversicherer ihren Abschlusskostensatz (in Relation zur Beitragssumme des Neugeschäfts) von 4,7 auf 4,6 Prozent gesenkt. Die Mylife schnitt laut dem Map-Report 911 mit 0,7 Prozent am besten ab. Die Credit Life hatte den höchsten Wert zu verzeichnen (12,9 Prozent). Die Branchengrößen liegen mehrheitlich über dem Branchenschnitt. Für die Top Zehn reichte es nur für die Debeka.

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Im vergangenen Jahr ist die Abschlusskostenquote der deutschen Lebensversicherer (Abschlussaufwendungen brutto in Prozent der Beitragssumme des Neugeschäfts) von 4,7 Prozent auf 4,6 Prozent zurückgegangen. Dies ist dem kürzlich veröffentlichten Map-Report Nummer 911 – „Bilanzanalyse deutscher Lebensversicherer 2018“ (VersicherungsJournal 27.9.2019) zu entnehmen.

Die Gesellschaften mit den niedrigsten Quoten

Die insgesamt 82 analysierten Lebensversicherungs-Gesellschaften weisen hinsichtlich der Abschlusskostenquoten eine Spannbreite zwischen 0,7 und 12,9 Prozent auf. Dabei wird der niedrigste Wert wird für die Mylife Lebensversicherung AG ausgewiesen.

Die dahinter folgenden Run-off-Gesellschaften Athora Lebensversicherung AG und Frankfurt Münchener Lebensversicherung AG (31.8.2018) kommen auf Werte von unter zwei Prozent.

An vierter bis achter Stelle liegen die Hansemerkur Lebensversicherung AG, die LVM Lebensversicherungs-AG, die Barmenia Lebensversicherung a.G., die Interrisk Lebensversicherungs-AG Vienna Insurance Group sowie die Itzehoer Lebensversicherungs-AG mit Werten zwischen 3,0 und 3,3 Prozent.

Die Abschlusskostenquoten der Lebensversicherer - höchste (Bild: Wichert)

Die Anbieter mit den relativ höchsten Abschlusskosten

Dahinter folgen zwölf Unternehmen mit Abschlusskostensätzen von unter vier Prozent vor 26 weiteren Anbietern mit einer Vier vor dem Komma. Am Ende der Rangliste finden sich elf Lebensversicherer mit Werten von mehr als sieben Prozent wieder.

Für die beiden Biometrie-Anbieter Credit Life AG und Deutsche Lebensversicherungs-AG sowie die Run-off-Gesellschaft Skandia Lebensversicherung AG stehen zweistellige Quoten zu Buche.

Werte von knapp über beziehungsweise unter neun Prozent werden für die im Run-off befindliche Heidelberger Lebensversicherung AG sowie den mit 7,1 Millionen Euro verdienten Bruttoprämien zweitkleinsten Anbieter Landeslebenshilfe V.V.a.G. aufgeführt.

Die Abschlusskostenquoten der Lebensversicherer - niedrigste (Bild: Wichert)

So schlugen sich die Branchengrößen

Auch die elf Marktgrößen (mit einem Bestand von mindestens zwei Millionen Hauptversicherungen) unterscheiden sich deutlich.

In die Top Zehn schaffte es nur der Debeka Lebensversicherungs-Verein a.G. (Rang acht mit 3,4 Prozent). Marktführer Allianz Lebensversicherungs-AG landete mit 3,8 Prozent an 18. Stelle, die R+V Lebensversicherung AG mit 4,4 Prozent auf Position 31.

Den höchsten Abschlusskostensatz unter den Marktgrößen hatte die HDI Lebensversicherung AG mit 8,5 Prozent. Vergleichsweise hohe Werte zwischen 6,5 und 5,5 Prozent standen zudem für Nürnberger Lebensversicherung AG, Targo Lebensversicherung AG, Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung AG und Generali Lebensversicherung AG zu Buche.

Die Abschlusskostenquoten der Lebensversicherer - Markgrößen (Bild: Wichert)

Nicht überbewerten

„Kennzahlen sollten generell nicht als der Weisheit letzter Schluss angesehen werden“, hebt Map-Report-Chefredakteur Reinhard Klages im Begleittext des aktuellen Heftes hervor. Dies gelte insbesondere für die medial beliebten Verwaltungs- und Abschlusskostenquoten.

Letztere etwa werde beeinflusst von der Neugeschäftsentwicklung und der Vertriebsstruktur „und damit auch von der Beratungs- und Betreuungsintensität bei Vertragsabschluss. Auch die Struktur des Neugeschäfts schlägt auf den Abschlusskostensatz durch.

So wird die Quote bei einem hohen Anteil von Kollektivversicherungen am Neuzugang niedriger ausfallen als bei einem hohen Anteil an Einzelversicherungen“, erläutert Klages. In einem früheren Heft führte er noch weitere Details an (29.11.2018).

Bezugshinweis

Der Map-Report Nummer 911 – „Bilanzanalyse deutscher Lebensversicherer 2018“ ist bei der Franke und Bornberg Research GmbH erschienen. Er enthält auf 151 Seiten Übersichten und Grafiken zu diversen Geschäftszahlen wie Verwaltungskosten- und Abschlusskostenquote, Beitragseinnahmen und Marktanteilen von bis zu 82 Lebensversicherungs-Gesellschaften.

Das Heft ist als E-Paper ab 363 Euro über die Bestellseite von Franke und Bornberg erhältlich.

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Schlagwörter zu diesem Artikel
Biometrisches Risiko · Geschäftsbericht · Lebensversicherung · Mapreport · Marktanteil · Runoff
 
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