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„Die Deutsche Betriebsrente“ geht an den Start

25.10.2018 – Die Zurich-Gruppe und die Talanx hatten sich zu Beginn des Jahres zusammengetan, um ein neues Angebot in der betrieblichen Altersversorgung nach dem Sozialpartnermodell zu schaffen. Jetzt startet ihr neues Konzept der „Deutschen Betriebsrente“. Es gebe ein erhebliches Marktpotenzial, heißt es von den Partnern. Wichtig sei, Vertrauen für ein Modell ohne feste Garantien zu schaffen und entsprechende Glättungsmechanismen und Sicherheitspuffer zu entwickeln.

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Das Betriebsrenten-Stärkungsgesetz ist mit dem Sozialpartnermodell zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften seit Jahresbeginn in Kraft gesetzt worden. Gespannt wartet der Markt der betrieblichen Altersversorgung (bAV) auf die ersten Abschlüsse über die neue Zielrente, die ohne Garantien auskommt.

Die Zurich Gruppe Deutschland und die Talanx Deutschland AG haben jetzt „Die Deutsche Betriebsrente“ auf den Weg gebracht. Anfang des Jahres waren sie hierzu eine Kooperation eingegangen (VersicherungsJournal 20.2.2018).

Fabian von Löbbecke (Bild: Deutsche Betriebsrente)
Fabian von Löbbecke (Bild: Deutsche Betriebsrente)

Beide Unternehmen rechnen im kommenden Jahr mit ersten konkreten Einigungen über die Einführung der neuen Betriebsrente. Das Bundeskartellamt hatte im März dieses Jahres grünes Licht für die Kooperation der beiden Unternehmen gegeben.

Paradigmenwechsel

„Wir haben früh begonnen, Gespräche mit den Sozialpartnern zu führen“, erklärte Fabian von Löbbecke, Vorstandsvorsitzender der Talanx Pensionsmanagement AG. Der Paradigmenwechsel in der betrieblichen Altersversorgung habe großes Interesse an dem von den Partnern offerierten Weg geweckt. Gleichzeitig habe sich aber auch hoher Beratungsbedarf ergeben, erklärte Löbbecke.

Nach der Neuauflage der Großen Koalition steht nach wie vor die Drohung im Raum, dass die Politik von der Freiwilligkeit in der bAV zu einem Obligatorium kommen könnte, falls das Sozialpartnermodell nicht angenommen werden sollte. Die Rentenkommission „Verlässlicher Generationenvertrag“ (VersicherungsJournal 9.7.2018) dürfte zudem in der bAV einen wesentlichen Baustein zur Alterssicherung sehen.

Vertrauensbildung im Sozialpartnermodell von zentraler Bedeutung

Lars Golatka (Bild: Deutsche Betriebsrente)
Lars Golatka (Bild: Deutsche Betriebsrente)

Für Lars Golatka, Leiter des Geschäftsbereichs betriebliche Altersversorgung bei der Zurich und Vorstandsvorsitzender der Deutscher Pensionsfonds AG, ist besonders wichtig, bei den Kunden ein Vertrauen zu schaffen, dass „Sicherheit auch ohne feste Garantien funktioniert“. Wichtig sei, die Vorteile einer marktorientierten Kapitalanlage mit umfangreichen Sicherheitsmechanismen herauszustellen.

Das Marktpotenzial für das Sozialpartnermodell ist nach Ansicht der beiden Partner erheblich. Insgesamt gebe es rund elf Millionen Arbeitnehmer bei tarifgebundenen Unternehmen in Deutschland. Und rund 53 Prozent der Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft verfügten noch über keine bAV.

Ziel der Bunderegierung ist es, dass Sozialpartnermodelle auch für nicht-tarifgebundene kleine und mittelgroße Unternehmen geöffnet werden, damit gerade hier die bAV stärker Fuß fassen kann (VersicherungsJournal 24.11.2017).

Glättungsmechanismen sollen Wegfall der Garantien ersetzen

Zurich und Talanx legen mit der gemeinsamen Zielrentenlösung einen kapitalmarktbasierten Pensionsfonds zugrunde, der eine deutlich höhere Renditechance bieten soll als herkömmliche Versicherungsprodukte. Durch Glättungsmechanismen und Sicherheitspuffer sollen mögliche Ausschläge am Kapitalmarkt abgefedert werden.

„Auch in Jahren mit einer negativen Wertentwicklung am Kapitalmarkt kann eine positive Rendite ausgewiesen werden“, sind sich die Macher der neuen Betriebsrente sicher.

Der Automatisierungs- und Digitalisierungsgrad sei für den Erfolg am Markt maßgeblich. Neben Kostenoptimierungen für die Sozialpartner biete die Konsortionallösung eine volldigitale Verwaltungslösung in geschützten Datenräumen.

Digitale Schnittstellen sollen das Portal in die Lage versetzen, bereits bestehende Branchenlösungen abzubilden. „Ich bin davon überzeugt, dass ‚Die Deutsche Betriebsrente‘ dem Sicherheitsbedürfnis gerecht werden kann“, erklärte Golatka weiter.

Lesetipp „Das BRSG − Neue Impulse oder vertane Chance für die bAV?“
Dossier Cover (Bild: VersicherungsJournal)

Das Betriebsrenten-Stärkungsgesetz ist seit Januar 2018 in Kraft. Welche neuen Regelungen es bringt und ihre Auswirkungen auf die betriebliche Altersversorgung, Arbeitgeber und Beratung beschreibt das Dossier des VersicherungsJournals. Untersucht werden unter anderem das neue Modell für Tarifpartner. Des Weiteren wird über den Arbeitgeberzuschuss beim Sozialpartnermodell wie auch bei Entgeltumwandlung informiert.

Ein weiterer Aspekt, der in dem Dossier tiefer gehend betrachtet wird, ist die Frage der steuerlichen Förderung. Hier werden unter anderem die Situation für Geringverdiener, die Bedingungen für Arbeitgeber sowie die zusätzliche Steuerförderung für versicherungsförmige Wege thematisiert.

Nähere Informationen und Bestellmöglichkeit finden sich unter diesem Link. Die Publikation steht Premium-Abonnenten des VersicherungsJournals zur persönlichen Nutzung kostenlos zur Verfügung. Sie finden einen Download des Dossiers unter diesem Link.

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