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Die besten privaten Krankenversicherer

29.4.2021 – Nur drei Marktteilnehmer erhielten im aktuellen Jahrgang der Analysen zur Unternehmensqualität von Ascore, DFSI, Map-Report (Franke und Bornberg), Morgen & Morgen und IVFP mindestens dreimal die Höchstnote. Fünf weiteren Anbietern gelang dies zumindest einmal. Wegen höchst unterschiedlicher Testdesigns unterscheiden sich die Noten zum Teil gewaltig.

Die Unternehmensqualität von privaten Krankenversicherern wird jedes Jahr von zahlreichen Analysehäusern unter die Lupe genommen. Diese legen ihren Untersuchungen höchst unterschiedliche Bewertungsparameter und -raster mit meist selbst gewählten Gewichtungen zugrunde.

Verschiedene Bewertungssystematiken

Die Morgen & Morgen GmbH (M&M) etwa durchleuchtet für ihr „M&M Rating KV-Unternehmen“ die Faktoren Kosten, Sicherheitspolster sowie Marktstellung und stellt dabei auf zehn Kennzahlen ab. Weitere Details sind in der Ratingdokumentation (PDF, 549 KB) zu finden. Die Hofheimer wenden ein Fünf-Sterne-Raster an, wobei fünf Sterne „ausgezeichnet“ und ein Stern „sehr schwach“ bedeuten.

Für das von der Franke und Bornberg Research GmbH herausgegebene „Bilanzrating Private Krankenversicherung 2019“ (Map-Report Heft 916) greifen die Analysten auf zehn Bilanzkennzahlen zurück. Diese umfassen „A“ wie Abschlusskosten über „N“ wie Nettorendite bis „V“ wie Verwaltungskosten. Die vierstufige Notenskala reicht von „mmm“ („hervorragend“) bis „m-“ („befriedigend“).

Die Institut für Vorsorge und Finanzplanung GmbH (IVFP) fokussiert für ihr „KV-Rating Unternehmensqualität“ auf zwei Dutzend Kriterien aus den Bereichen Stabilität/ Größe, Sicherheit, Ertragskraft/ Gewinn und Markterfolg. Weitere Details haben die Analysten in diesem Dokument (PDF, 409 KB) zusammengestellt. Die beste Ratingnote ist ein „exzellent“.

Die DFSI Ratings GmbH nimmt für ihre Untersuchung der Unternehmensqualität der privaten Krankenversicherer Kennzahlen aus den Bereichen Substanzkraft, Produktqualität und Service unter die Lupe. Die sechsstufige Bewertungsskala reicht von „exzellent“ bis „mangelhaft“.

Scoring statt Rating

Die Ascore Das Scoring GmbH unterzieht die Krankenversicherungs-Unternehmen ausdrücklich keinem Rating, sondern einem Scoring-Verfahren. Dabei ist jedem der 17 bewertungsrelevanten Kriterien aus den Bereichen Erfahrung, Sicherheit, Erfolg und Bestand ein Score beziehungsweise Punkt zugewiesen.

Um einen Zähler zu erhalten, muss der Testkandidat in dem Kriterium mindestens so gut wie die selbst definierte Benchmark sein. Das Gesamtergebnis der Scores wird addiert und in „Kompasse“ umgerechnet. Bestenfalls sind sechs dieser Richtungsanzeiger („herausragend“) erreichbar, im schlechtesten Fall ist es ein „Kompass“ („schwach“).

Unterschiedliche Anzahl der Testkandidaten und der Top-Anbieter

Unterschiede zwischen den Analysen sind auch bei der Zahl der getesteten Unternehmen sowie bei der Anzahl der Marktteilnehmer mit der Höchstnote zu beobachten. So schnitt im DFSI-Rating keiner der 27 untersuchten Anbieter mit der Höchstnote „exzellent“ ab (28.10.2020).

Bei Ascore erhielten sechs der 32 untersuchten Akteure die Bestnote sechs Kompasse (9.10.2020). M&M vergab an drei von 30 Krankenversicherern die Höchstnote fünf Sterne (29.9.2020). Beim IVFP-Rating bekamen fünf von 31 Gesellschaften die beste Bewertung „exzellent“ (8.12.2020), beim Map-Report sieben von 29 Unternehmen die Bestnote „mmm“ („hervorragend“, 31.8.2020).

Urteile gehen zum Teil weit auseinander

Im Endeffekt weisen die Sterne, Kompasse, „m“-Anzahl oder „exzellenten“ Benotungen einen Weg zur Einschätzung der Unternehmensqualität der privaten Krankenversicherer. Aufgrund der unterschiedlichen Bewertungssystematiken gehen die Benotungen teils weit auseinander.

So gehört die Huk-Coburg Krankenversicherungs-AG zu den nur vier von Morgen & Morgen als „sehr schwach“ (ein Stern) bewerteten Akteuren. Der Map-Report vergabe ein „m-„ (“befriedigend“). In der drittbesten Ratingstufe landete das Unternehmen bei Ascore (vier Kompasse, „sehr gut“) und beim DFSI („gut“).

Diese Anbieter sind mehrmals „spitze“

Auch wegen der stark voneinander abweichenden Anzahl an Testkandidaten gibt es zwischen allen Ergebnissen der fünf Analysehäuser nur eine recht kleine Schnittmenge. So erhielten lediglich drei Akteure in mindestens drei Untersuchungen die Höchstnote.

Zu dieser Gruppe gehören in alphabetischer Reihenfolge die LVM Krankenversicherungs-AG, die R+V Krankenversicherung AG und die Signal Iduna Krankenversicherung a.G.

Unternehmensqualität der privaten Krankenversicherer aus Analystensicht

Versicherer/ Analysehaus

Ascore*

M&M**

Map-Report***

IVFP****

DFSI****

LVM

6

5

mmm

Exzellent

Gut

R+V

6

5

mmm

Exzellent

Gut

Signal Iduna

6

4

mmm

Exzellent

Sehr gut

Vier Anbieter erhielten in zwei Analysen zur Unternehmensqualität die Bestnote. Einmal gelang dies einer weiteren Gesellschaft.

Weitere Details zum Vergleich der Unternehmensqualität der privaten Krankenversicherer und die vollständige Übersicht zu den etwa drei Dutzend getesteten Marktteilnehmern stehen Premium-Abonnenten des VersicherungsJournals unter diesem Link zur Verfügung.

Leserbriefe zum Artikel:

Jörg Schmerling - Generelle Problematik der Bewertungen verdeutlicht. mehr ...

Marcus Dippold - Nicht nur Kompasse, Sterne oder Schulnoten zählen. mehr ...

Gerd Güssler - PKV ist wie Zehnkampf. mehr ...

Schlagwörter zu diesem Artikel
Geschäftsbericht · Mapreport · Private Krankenversicherung · Rating · Scoring
 
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