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Die besten Grundfähigkeits-Versicherungen im M&M-Rating

9.6.2021 – Im aktuellen Rating von Morgen & Morgen haben 52 Grundfähigkeits-Tarife von 17 Anbietern die Höchstnote von „fünf Sternen“ erreicht. Das Analysehaus hat bewusst nur zentrale Leistungsauslöser bewertet. Damit soll ein Bedingungswettlauf wie bei der Berufsunfähigkeits-Versicherung verhindert werden, der den Preis in die Höhe treiben und das Produkt für viele unbezahlbar machen würde.

Die Morgen & Morgen GmbH (M&M) hat am Dienstag ein Update ihres „M&M Rating Grundfähigkeit“ vorgelegt. Berücksichtigt wurden darin 78 Tarife von 27 Anbietern. Die vollständige Liste der Teilnehmer ist in den Ratingergebnissen (PDF, 165 KB) zu finden.

Grundlage der Bewertung sind allein die Versicherungs-Bedingungen. Kriterien wie die Qualität der Anbieter, deren Annahmerichtlinien oder die Gesundheitsfragen blieben unberücksichtigt. Die Analysten sehen 36 Produkteigenschaften als ratingrelevant an. Diese werden mit Multiplikatoren zwischen eins und fünf unterschiedlich gewichtet.

Merkmale und deren Gewichtung

Zu den am stärksten bewerteten Kriterien gehören die leistungsauslösenden Verluste von Grundfähigkeiten „Gebrauch eines/beider Arme, Arme bewegen“, „Gehen“, „Gebrauch der Hände, Greifen, Handfunktion“ sowie „Knien und Bücken“. Die verschiedenen Merkmale und deren Gewichtung sind in der Ratingdokumentation (PDF, 724 KB) aufgeführt.

Die untersuchten Tarife können nach dem Berechnungsschema bis zu 100 Punkte erhalten. Ab 90 wird die Ratingnote „fünf Sterne“ vergeben. Diese Höchstbewertung haben 52 der unter die Lupe genommenen Angebote erreicht. 80 Punkte reichten für „vier Sterne“ (15 Offerten), 70 Zähler für „drei Sterne“ (sechs Testkandidaten) und 60 Punkte für „zwei Sterne“ (fünf Produkte).

Notenverteilung (Bild: Wichert)

52 Tarife erhielten die Höchstnote von fünf Sternen

Die Spitzengruppe des Ratings haben diese 17 Anbieter erreicht:

EU wird vom Markt kaum angenommen

Zur Marktentwicklung teilte das Analysehaus in der zweiten Folge des neuen Formats „Morgen & Morgen Marktblick“ mit, dass sich in den letzten Jahren neben der „höchsten Absicherungsform“ Berufsunfähigkeits- (BU-) Versicherung weitere Absicherungsformen zur Arbeitskraftabsicherung etabliert hätten.

Hierzu zähle etwa die Erwerbsunfähigkeits- (EU-) Versicherung. Diese fristet nach Ansicht des Hofheimer Analysehauses allerdings nur ein Schattendasein. So ist die Anzahl der untersuchten Tarife und Tarifkombinationen vom ersten Ratingjahrgang vor etwa eineinhalb Jahren (4.12.2019) zur aktuellen Auflage von 29 auf 18 Testkandidaten zurückgegangen (26.5.2021).

„Kaum verständlich“ findet Andreas Ludwig, Bereichsleiter Rating & Analyse bei M&M, diese Entwicklung. Denn die EU-Versicherung sei „die einzige Möglichkeit, die eigene Arbeitskraft wirklich abzusichern.

Ausschließlich sie verknüpft auch abstrakt eine gesundheitliche Beeinträchtigung mit der Möglichkeit, ein Erwerbseinkommen zu erzielen. Andere Absicherungsprodukte bilden diese Verknüpfung nicht ab“, so Ludwig.

M&M: GF-Policen in der Vermittlung ein „sehr komplexes Thema“

Eine Grundfähigkeits- (GF-) Versicherung hingegen leiste, wenn eine ganz konkrete, in dem jeweiligen Tarif eingeschlossene Fähigkeit nicht mehr vorhanden sei. Das könne von Tarif zu Tarif stark variieren. So leiste der eine Tarif bereits bei Verlust einer Hand, der andere erst, wenn beide Hände nicht mehr einsatzfähig seien.

„Der Verlust der konkreten Fähigkeit als Auslöser spitzt den Moment der Leistung stärker zu, als es bei der BU oder der EU der Fall ist. Bei der Grundfähigkeits-Versicherung liegt damit die Kunst in der individuellen Betrachtung der Fähigkeiten.

Das heißt, was muss der Versicherungsnehmer können, um seinen Beruf auszuüben, und wie muss es im Bedingungswerk des Tarifs exakt verankert sein“, erläutert Ludwig die Herausforderung bei dieser Absicherungsform.

Kritischer Marktausblick

Trotz dieser in der Vermittlung besonders hohen Komplexität sprießen die GF-Tarife laut Ludwig derzeit „wie Pilze aus dem Boden. Waren es in 2020 noch 53 Tarife und Tarifkombinationen (28.4.2020), sind es heute 78“.

Für die Zukunft erwartet das Analysehaus neben einer weiterhin steigenden Anzahl der Produkte auch eine weitere Ausdifferenzierung der Angebote. Die Entwicklung am Markt zeige eine starke Zunahme an Tarifen sowie einen immer modulareren Aufbau der Tarife, die als Baukastensystem individuell zusammenstellbar seien.

Einige Tarife enthielten zudem eine Arbeitsunfähigkeits- (AU-) Klausel, die den jeweiligen Tarif stark in Richtung temporäre BU-Versicherung treibe und damit den Preis in die Höhe. „Als bezahlbare Ausweichprodukte gelten diese Tarife selten“, wird weiter mitgeteilt.

Nicht Bedingungswettbewerb anstoßen

Die aktuelle Entwicklung beurteilt Ludwig kritisch: „Der Wettbewerb findet aktuell vor allem in der zunehmenden Ausdifferenzierung der Leistungsauslöser statt, der langfristig zu einem höheren Preisniveau in der Grundfähigkeit führen kann und damit den Fokus, eine finanzierbare alternative Arbeitskraftabsicherung zu sein, verschiebt“.

Das sei auch einer der Gründe, „warum wir unser Rating aktuell nicht verschärfen und uns auf 15 relevante Grundfähigkeiten in der Bewertung konzentrieren. Ansonsten würden wir einen Bedingungswettbewerb ähnlich wie in der BU anstoßen, der am Ende auch den Preis in die Höhe treibt. Dieser Verantwortung sind wir uns bewusst.“

Diverse weitere Untersuchungen

In der Asscompact-„Marktstudie Arbeitskraftabsicherung 2021“ hatten die BBG Betriebsberatungs GmbH und die IVV Institut für Versicherungsvertrieb Beratungsgesellschaft mbH herausgefunden, an welche Anbieter unabhängige Vermittler das meiste Geschäft liefern (12.5.2021). Ermittelt wurde auch, wen die Vermittler ihren Kollegen am ehesten weiterempfehlen würden (26.5.2021).

Welche Versicherer aus Maklersicht in dieser Sparte empfehlenswert beziehungsweise am leistungsstärksten sind, hatte die Vema Versicherungsmakler Genossenschaft e.G. im vergangenen Sommer bei ihren Partnerbetrieben erfragt (29.7.2020).

Die Grundfähigkeits-Versicherung wird von etlichen Analysten in Ratings und Tests bewertet. Zuletzt waren das die Infinma Institut für Finanz-Markt-Analyse GmbH (12.3.2021), die Stiftung Warentest (23.7.2020), die Franke und Bornberg GmbH (Medienspiegel 21.10.2019) und die Ascore Das Scoring GmbH (31.7.2019). Dabei erhielten nur wenige Tarife von mehreren Analysehäusern die Höchstnote (23.11.2020).

 
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