Darauf sollten Rentner bei einem Wohnortwechsel achten

9.5.2019 – Wer als Rentner den Wohnort dauerhaft wechselt und seine neue Postanschrift nicht dem für ihn zuständigen Rentenversicherungs-Träger mitteilt, muss damit rechnen, dass die Auszahlung seiner Altersbezüge eingestellt wird. Können nämlich Briefe des Rentenversicherungs-Trägers nicht zugestellt und die neue Adresse nicht ermittelt werden, wird die gesetzliche Rente nicht mehr überwiesen.

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Ein Umzug ist neben viel Arbeit auch mit zahlreichen Formalitäten verbunden. So müssen etwa nicht nur diverse Firmen, bei denen man Kunde ist, wie etwa Versicherer und Geldinstitute, über die neue Wohnadresse informiert werden.

Auch zahlreiche Behörden und Institutionen müssen unter Umständen vom Wohnortwechsel in Kenntnis gesetzt werden. Darunter fallen unter anderem das Einwohnermeldeamt, die Kfz-Zulassungsstelle und das Finanzamt. Aber auch die Post, um beispielsweise einen Nachsendeauftrag zu stellen.

Bezieher einer gesetzlichen Rente sollten zudem nicht vergessen, ihre neue Postadresse dem zuständigen Rentenversicherungs-Träger mitzuteilen.

Damit die Rente weiter überwiesen wird

Können nämlich die Briefe des Rentenversicherungs-Trägers nicht an den Rentner zugestellt werden und ist die neue Anschrift nicht zu ermitteln, werden die Zahlungen der Ruhestandsbezüge eingestellt.

Auf diese Weise werden nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung Bund Überzahlungen der Rente zulasten der Versicherten-Gemeinschaft vermieden. Die Zahlung wird erst dann wieder aufgenommen, wenn die neue Postanschrift dem zuständigen Träger der gesetzlichen Rentenversicherung bekannt ist.

In der Postfiliale

Die Adressänderung kann in jeder Postfiliale der Deutschen Post beim Rentenservice mitgeteilt werden. Das dafür notwendige Formular ist in der Regel in allen Postfilialen in Deutschland erhältlich. Man kann aber auch das entsprechende Formular (PDF, 215 KB) herunterladen und es ausgefüllt und unterschrieben an den zuständigen Rentenversicherungs-Träger schicken.

Noch einfacher ist eine Änderungsmitteilung der Adresse, aber auch der Bankverbindung, direkt im Internet beim Rentenservice der Deutschen Post.

Wann eine Rentenminderung droht

Selbst wenn man von den alten in die neuen Bundesländer umzieht, bringt der Wohnortwechsel in der Regel für die Altersrente keine Nachteile mit sich. Für Vertriebene und Spätaussiedler gibt es jedoch Ausnahmen. Mit der Meldung des Umzugs beim Rentenservice der Deutschen Post sind alle Formalitäten erledigt.

Eine Rentenminderung droht jedoch Beziehern von Witwen-, Witwer- oder Waisenrente mit zusätzlichem eigenen Einkommen, wenn sie von den alten in die neuen Bundesländer ziehen. Denn das Einkommen wird auf die Rente angerechnet – und die Freibeträge unterscheiden sich zwischen Ost und West.

Bis zum 30. Juni 2019 liegen die Freibeträge noch bei 810,22 (Ost) beziehungsweise 845,59 (West). Vom 1. Juli 2019 bis zum 30. Juni 2020 sind es dann 841,90 Euro in den neuen beziehungsweise 872,52 Euro in den alten Ländern.

Bei weiteren Fragen zum Thema Umzug und Rente hilft die Deutsche Rentenversicherung unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 10004800 weiter.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Hinterbliebenenversorgung · Rente · Senioren · Zulassungsstelle
 
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