Check24: Wohngebäudepolicen werden 2023 rund 15 Prozent teurer

22.9.2022 – Das Vergleichsportal meldet für das kommende Jahr einen deutlichen Prämienanstieg in der Wohngebäudeversicherung. In einem Beispielfall erhöht sich der Jahresbeitrag um 310 Euro oder gut 17 Prozent. Die Rückversicherer haben bereits kürzlich entsprechende Forderungen geäußert. Der BVK befürchtet Preissteigerungen von deutlich mehr als 20 Prozent.

Die Check24 Vergleichsportal GmbH hat am Donnerstag dieser Woche berichtet, dass aufgrund hoher Kosten für Schäden durch Naturgefahren die Preise für Wohngebäude-Versicherungen ab kommendem Jahr teurer werden. Die Jahresbeiträge würden alleine durch den neuen Anpassungsfaktor um rund 15 Prozent steigen.

Beispiel Mehrfamilienhaus: Teuerung bei 17 Prozent

Ein Beispielfall zeige, dass bei einem Mehrfamilienhaus in Duisburg mit 230 Quadratmetern die Absicherung für die Gefahren Feuer und Blitzschlag, Leitungswasser, Sturm und Hagel sowie Elementarschutz ohne Selbstbeteiligung aktuell rund 1.780 Euro im Jahr koste.

Allein durch die Indexanpassung erhöhe sich der Beitrag zum Jahresbeginn um gut 267 Euro. Hinzu komme noch der übliche Zuschlag aufgrund des steigenden Gebäudealters von 2,4 Prozent oder rund 43 Euro. Insgesamt liegt die Teuerung damit bei 310 Euro oder gut 17 Prozent.

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Rückversicherer wollen Preise kräftig erhöhen

Kürzlich hatte bereits die Hannover Rück SE gefordert, dass angesichts vermehrter Naturkatastrophen die Prämien in der privaten Wohngebäudeversicherung deutlich steigen (VersicherungsJournal 13.9.2022). Ähnlich äußerten sich laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung Munich Re und Swiss Re.

Die Ratingagentur Moody's Investors Service, Inc. erwartet der Meldung zufolge, dass sich die Rückversicherer diesmal durchsetzen werden. Vor einem Jahr habe nur einer von 40 Erstversicherern angegeben, dass er mit einem Preisanstieg in der Schaden-Rückversicherung rechne. Jetzt würden 40 Prozent der Befragten sogar eine Erhöhung um mehr als 7,5 Prozent erwarten.

Laut BVK droht Preisanstieg von 20 Prozent

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute e.V. (BVK) befürchtet unterdessen für 2023 einen Preisanstieg in der Wohngebäudeversicherung von deutlich mehr als 20 Prozent.

Dies sagte BVK-Vizepräsident Andreas Vollmer am Mittwoch bei einem Pressegespräch. Er empfahl Vermittlern, ihren Kunden zu einer Anhebung der Selbstbeteiligung zu raten (22.9.2022).

Schlagwörter zu diesem Artikel
Elementarschaden · Gebäudeversicherung · Rating · Rückversicherung · Unwetter · Vermittlerverband
 
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