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Allianz versichert Sturmschäden schon ab Windstärke sieben

24.6.2020 – Die Gesellschaft hat ihr Privatkundenangebot vollkommen neu auf die Füße gestellt. Es gibt nun vier Tarifvarianten. Die Bedingungen sollen einfacher und kundenfreundlicher sein und die Leistungen und Prämien attraktiver.

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Die Allianz Versicherungs-AG bietet ab sofort ihren Kunden in der Wohngebäude- und Hausratversicherung schon ab Windstärke sieben eine Entschädigung an. Schäden am Gebäude oder am Hausrat – etwa durch umstürzende Bäume, abgedeckte Dächer oder eindringendes Regenwasser – sind damit bereits bei „steifem Wind“, wie es der Deutsche Wetterdienst (DWD) definiert, abgesichert.

Windstärke sieben entspricht einer Luftbewegung von 50 bis 60 Kilometern pro Stunde. „Uns ist derzeit kein Versicherer bekannt, der diese Deckung auch bietet“, sagte eine Unternehmens-Sprecherin bei der Vorstellung des neuen Privatschutzes. Die erfolgte anlässlich der Corona-Pandemie per Videokonferenz.

100-Millionen-Schutz in Privathaftpflicht

Marktweit entschädigen die Versicherer Sturmschäden erst ab Windstärke acht, was laut der sogenannten Beaufort-Skala einer Luftbewegung von 62 bis 74 km pro Stunde entspricht. Besser als der Markt ist die Allianz auch in der Privathaftpflicht-Versicherung, denn im „Premium“-Tarif gibt es nun einen Schutz von 100 Millionen Euro.

Bisher bot die Assekuranz im Topangebot 60 Millionen Euro und wurde nur noch von der WGV VVaG „geschlagen“, die 75 Millionen Euro im „Optimal“-Tarif bietet. Standard ist derzeit eine Höchstdeckung von 50 Millionen Euro, wie ein Vergleich von über 80 Tarifen über das Maklerprogramm „Sniver“ der Smart Insurtech AG zeigt.

Demgegenüber liegt die Allianz beim Ausschluss „grobe Fahrlässigkeit“ immer noch hinter vielen Marktteilnehmern zurück. Die grob fahrlässige Herbeiführung ist nicht in allen Tarifvarianten gedeckt und grob fahrlässige Obliegenheitsverstöße und Gefahrerhöhungen sind grundsätzlich mit Abzügen bedroht.

Kundenbeschwerden analysiert

Frank Sommerfeld (Bild: Allianz)
Frank Sommerfeld (Bild: Allianz)

Die Gesellschaft reagiert mit ihrer umfassenden Produkterneuerung auf Kundenbeschwerden bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht (Bafin) und dem Versicherungsombudsmann e.V. Die Beschwerden wurden systematisch analysiert und sollen nun zu einfacheren Bedingungstexten geführt haben.

„Wir haben Kunden, die gar keine Ahnung von Versicherungen haben, solange testweise Bedingungen vorgelegt, bis sie selbst beantworten konnten, ob ein bestimmter Schaden versichert ist“, erläuterte Frank Sommerfeld, Vorstandsvorsitzender der Allianz Versicherungs-AG bei der Vorstellung des neuen Privatschutzes.

Neue Tarife gibt es derzeit neben Hausrat- und Wohngebäude-Versicherung auch in den Sparten Private Haftpflicht, Rechtsschutz und Unfall. Die Angebote sind nur direkt bei Allianz-Agenturen erhältlich. „Die anderen Vertriebswege sind derzeit in Umsetzung“, heißt es bei dem Unternehmen. Wer derzeit beispielsweise eine Hausratversicherung direkt auf der Homepage abschließt, erhält noch die alten Angebote.

Allianz bietet jetzt vier statt drei Produktvarianten

Dirk Steingröver (Bild: Allianz)
Dirk Steingröver (Bild: Allianz)

Die neuen Tarife sind statt in drei nun in vier Varianten, nämlich Basis, Smart, Komfort und Premium, erhältlich. So würden preissensible Kunden ebenso eine passende Lösung finden wie sehr sicherheitsbewusste Kunden. „Insgesamt sind die Produkte sehr attraktiv kalkuliert“, sagte Dr. Dirk Steingröver, verantwortlich für das Privatkundengeschäft der Gesellschaft.

Zudem erhielten die Kunden beim Abschluss mehrerer Deckungen Nachlässe von bis zu 20 Prozent. Bisher lag die Allianz im Marktvergleich eher schlecht im Rennen. So kostet beispielsweise eine Hausratversicherung in Düsseldorf für eine 100-qm-Wohnung 190 Euro im „alten“ Grundschutz und 286 Euro im „alten“ Tarif Sicherheit-Best.

Am Markt liegt die Spanne zwischen 67 Euro für ein Standardangebot und 119 Euro für ein Topangebot, wie eine Auswertung des Vergleichsprogramms Mr-Money.de GmbH von über 60 Tarifen zeigt. Die Allianz glaubt aber mit ihren neuen Privattarifen ebenso Marktanteile gewinnen zu können, wie seit 2017 mit der erneuerten Kfz-Versicherung.

Die Bedingungen sind nun überraschungsfrei.

Frank Sommerfeld, Vorstandsvorsitzender der Allianz Versicherungs-AG

Klare Leistung

„Die Bedingungen sind nun überraschungsfrei“, sagte Steingröver. Insgesamt seien mehr als 50 Deckungen erweitert, etwa 20 Ausschlüsse reduziert, über 30 Entschädigungsgrenzen eliminiert und 14 Bausteine in die Produkte integriert worden.

Allianz-Werbefilm
Allianz-Werbefilm

Als ein Beispiel nannte der Produktmanager etwa den Schlüsselverlust, der in der privaten Haftpflichtversicherung nun ab dem Tarifbaustein Smart bis 50.000 Euro und ab Komfort unbegrenzt versichert ist.

Es gebe nun keine komplizierten Regelungen mehr. Die Ausschlüsse – Autoschlüssel und gewerblich genutzte Schlüssel (beispielsweise als Hausmeister) – seien leicht verständlich. „Unsere Strategie ist es, die Produkte und die Prozesse einfach zu gestalten“, so Sommerfeld. Das wäre eine Win-Win-Situation. „Der Kunde erhält eine bessere Deckung und wir sparen Kosten.“

Beworben wird das neue Angebot – ähnlich wie 2017 die neue Kfz-Versicherung – mit Comicfilmen. Es gibt eine Kooperation mit The Walt Disney Company B.V, die am 29. Juni startet. Hier verspricht die Allianz beispielsweise Schutz, wenn das ganze Haus „fortfliegt“. Ein erster Spot kann hier aufgerufen werden.

Leserbriefe zum Artikel:

A. Leonhardt - Es gibt auch Schutz, ohne dass eine Windstärke vorliegen muss. mehr ...

Cornelius Kolb - Bedingungen, in denen „Luftbewegungen” ausreichen. mehr ...

 
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