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Allianz bringt neue Tarifwelt für PKV-Vollversicherte auf den Markt

19.3.2024 – „MeinGesundheitsschutz“ kommt in zwei Varianten zum 1. Mai auf den Markt. Der Aufbau funktioniert nach dem Baukastenprinzip. Die Höhe der Selbstbeteiligung ist in drei Stufen wählbar, der Zahntarif bietet bis zu 100 Prozent Leistung bei Zahnersatz. Eine Wechseloption soll den Versicherten mehr Flexibilität in Aussicht stellen.

Zum 1. Mai bringt die Allianz Private Krankenversicherungs-AG (APKV) eine neue Tarifgeneration für die Vollversicherung an den Start. Die beiden Linien tragen die Namen „MeinGesundheitsschutz Best“ und „MeinGesundheitsschutz Plus“. Das neue Angebot wird die „AktiMed-Tarife“ der Gesellschaft (VersicherungsJournal 3.8.2023) ablösen.

Jan Esser (Bild: Christian Kaufmann)
Jan Esser (Bild: Christian Kaufmann)

Tarife funktionieren nach Baukastensystem

Der Krankenversicherer hat sich beim Tarifaufbau für ein modulares System entschieden. Versicherte können so Bausteine zu- oder abwählen, die einerseits die Selbstbeteiligung beeinflussen, andererseits den Zahnbereich mit weiteren Bausteinen variabel dazubuchen.

Das sieht so aus: Zunächst entscheiden sich Neukunden für eine Tariflinie, „Best“ oder „Plus“. Beide Varianten decken die Absicherung beim Arzt und im Krankenhaus ab.

Die Selbstbeteiligung (SB) liegt zwischen 30 Prozent (maximal 1.500 Euro pro Jahr) oder zehn Prozent (maximal 500 Euro) oder der Kunde wählt keinen Eigenanteil.

Dazu kommt der Zahntarif, mit 75, 90 oder 100 Prozent Leistung bei Zahnersatz. Eine Wechseloption bis zum 50. Lebensjahr soll den Kunden zusätzliche Flexibilität ermöglichen.

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Extras der neuen Tarifgeneration

„Das Thema Vorsorge hat stark an Bedeutung gewonnen. Gleichzeitig wollen Versicherte von heute flexibel sein. Sie wünschen sich die Möglichkeit, ihren Gesundheitsschutz ihrer Lebenssituation anzupassen. Für all diese Bedürfnisse haben wir unsere neuen Tarife entwickelt“, lässt sich Jan Esser, Vorstandschef der APKV, zu den neuen Angeboten zitieren.

Folgende Extras der neuen Tarifgeneration hebt die Allianz hervor:

  • Familienleistungen: Frauen oder Männer, die Elterngeld beziehen, bezahlen sechs Monate keine Beiträge für die Krankenvollversicherung. Wird der Nachwuchs ebenfalls bei den Münchenern versichert, sind der Geburtsmonat und folgenden sechs Lebensmonate beitragsfrei.
  • Vorsorge: Die Allianz sichert „eine breite Palette an Leistungen ohne Selbstbeteiligung“ zu. Dazu gehören unter anderem Zahnprophylaxe, Krebsvorsorge und Gesundheits-Check-ups. Diese Zusatzleistungen sollen keine Auswirkungen auf die Beitragsrückerstattung haben.
  • Beitragsrückerstattung: Garantiert sind immer zehn Prozent, die durch einen zusätzlichen Bonus ergänzt werden können.
  • Wechseloption: Der Baustein „MeineWechseloption“ erlaubt bis zu dreimal den Wechsel in einen Tarif mit höherem Leistungsumfang, ohne Gesundheitsprüfung. Sie gilt für Versicherte bis zum Ende ihres 50. Lebensjahres.

Wechselfenster für Neukunden

Der auf die PKV spezialisierte Versicherungsmakler Sven Hennig hat sich die neue Tarifgeneration der APKV vorab angesehen und berichtet in seinem Blog.

Er kommt bei der neuen Tarifgeneration auf insgesamt achtzehn mögliche Kombinationen aus unterschiedlichen SB-Stufen und Zahntarifen. Hennig vergleicht auf seiner Webseite die neuen Angebote der Allianz auch mit Offerten von Wettbewerbern.

Für Neukunden, die sich Anfang 2024 für die APKV entscheiden, soll es ein Wechselfenster ohne erneute Gesundheitsprüfung bis voraussichtlich Ende Juli geben, so der spezialisierte Versicherungsmakler.

Sein Kritikpunkt: „Die Allianz hat für mein Verständnis zu lange gewartet, viel zu lange“, schreibt er zur Einführung der neuen Generation. Aber nun, da die neuen Tarife kurz vor der Einführung stehen, „fallen diese positiv auf“, so Henning.

Fazit vom Experten

Ziel der neuen Tarifwelt der Allianz sei es nicht, die günstigste Gesellschaft im Wettbewerb zu sein, schreibt Henning. An die Prämien von Angeboten der Arag Krankenversicherungs-AG („MedBest“) oder der Hansemerkur Krankenversicherung AG („AZP“) reiche die APKV preislich nicht heran. Das gelte auch für „NK Select XL“ der Halleschen Krankenversicherung a.G.

Die Idee, mit den einzelnen, kombinierbaren Upgradestufen die Selbstbeteiligung von 30 Prozent auf null zu senken hält der PKV-Experte für „spannend“.

Er hebt auch den neuen Baustein „MeineWechseloption“, der nur bei Beginn des Vertrages abgeschlossen werden kann und dann maximal bis zum 50. Geburtstag läuft, hervor. Die Tarife ließen sich in Zukunft so noch nach oben anpassen, ohne Gesundheitsprüfung.

Bis auf wenige Ausnahmen seien die Bedingungen klar und übersichtlich formuliert. „Die Gliederung und das Baukastensystem sind nachvollziehbar und bietet für diverse Zielgruppen die passenden Tarife“, schreibt Henning in seinem Fazit.

 
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