Verband öffentlicher Versicherer spaltet sich auf

12.10.2018 – Künftig werden Verbandsarbeit und Rückversicherungs-Geschäft der öffentlichen Versicherer separiert. Beide Funktionen und Aufgaben bleiben aber erhalten. Auch die Verwaltungsgemeinschaft mit der Deutschen Rück besteht weiter. Ab 1. Januar wird Achim Bosch neuer Vorstand für das Nichtleben-Ressort der beiden Rückversicherer.

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Der Verband öffentlicher Versicherer wird das Rückversicherungs-Geschäft und die Verbandsarbeit künftig trennen. Die Mitgliederversammlung des Dachverbands habe am 10. Oktober die Ausgliederung des Berufsverbands aus der Körperschaft öffentlichen Rechts (KöR) beschlossen, teilte die Organisation mit.

Dazu werde der Verband öffentlicher Versicherer e.V. mit juristischem Sitz in Berlin errichtet. Der Verein wird wie bisher von den elf öffentlichen Erstversicherungs-Gruppen getragen und an den drei Standorten Berlin, Düsseldorf und Brüssel präsent sein.

Aufgaben bleiben unverändert

Die Aufgaben des Verbands als Interessenvertreter und Dienstleister für die Gruppe öffentlicher Versicherer werde sich durch die Neustrukturierung nicht verändern, heißt es in der Mitteilung.

„Wir überführen damit die seit 1911 historisch gewachsene Verknüpfung von Rückversicherung und Verbandsarbeit unter einem Dach in eine zeitgemäße und aufgabengerechte Struktur, wobei beide Funktionen in vollem Umfang erhalten bleiben“, sagte Hermann Kasten, Vorsitzender des Verwaltungsrats öffentlicher Versicherer.

Die Rückversicherungs-Aktivitäten blieben in der Körperschaft öffentlichen Rechts, die das Geschäft ab dem Jahreswechsel unter dem Namen VöV Rückversicherung KöR weiterführe, so der Verband weiter. Die Verwaltungs-Gemeinschaft, die neben dem Verband öffentlicher Versicherer e. V. und der VöV Rück auch die Deutsche Rückversicherung AG umfasst, bleibe bestehen.

Neuer Vorstand für Rückversicherung

Achim Bosch (Bild: Deutsche Rück)
Achim Bosch (Bild: Deutsche Rück)

Ab dem 1. Januar 2019 wird Achim Bosch als neuer Vorstand für die VöV Rück und die Deutsche Rückversicherung tätig sein. Bosch übernimmt dann als Chief-Underwriting-Officer die Verantwortung für das Ressort Nichtleben-Rückversicherung.

Der Manager kommt von der General Reinsurance AG (Gen Re). 2008 stieg er bei der damaligen Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft AG (VersicherungsJournal 7.6.2010) zum Mitglied des Vorstands auf und übernahm das deutsche Schaden-/Unfallvertragsgeschäft (VersicherungsJournal 9.7.2008).

Zuletzt war Bosch bei der Gen Re als Vorstand für die Vertrags-Rückversicherung Nichtleben in Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden sowie Zentral- und Osteuropa zuständig. 2017 übernahm er zusätzlich das fakultative Geschäft in diesen Märkten.

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