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PSVaG: Sicherungsfälle sind deutlich gestiegen

5.5.2021 – Der gesetzlich bestimmte Träger der Insolvenzsicherung der betrieblichen Altersversorgung in Deutschland und im Großherzogtum Luxemburg hat jetzt seinen Jahresabschluss 2020 vorgelegt. Das Schadenvolumen hat ein ähnlich hohes Niveau wie im Krisenjahr 2009. Für 2021 gibt es aufgrund der Coronakrise keine Entwarnung.

(Bild: PSVaG)

Die Befürchtungen aus dem Vorjahr sind 2020 aufgrund der Coronakrise eingetroffen. Sowohl die Anzahl der Sicherungsfälle wie auch die Anzahl der zu übernehmenden Renten und Anwartschaften haben sich kräftig erhöht. Das schreibt der Vorstand des Pensionssicherungs-Vereins VVaG (PSVaG) zu seinem Geschäftsbericht 2020.

Sicherungsfälle auf hohem Niveau

In 503 Sicherungsfällen (Insolvenzen) ist der PSVaG eintrittspflichtig geworden mit insgesamt 48.100 Renten und Anwartschaften. Das ist die höchste Anzahl seit dem Krisenjahr 2009, wie der Vorstand in seiner Mitteilung zum Geschäftsbericht betont.

Zur Einordnung: Im Vergleichsvorjahr 2019 musste der Träger in 414 Insolvenzen aktiv werden und übernahm 17.900 Renten und Anwartschaften (VersicherungsJournal 4.5.2020).

Das Schadenvolumen beziffert der Sicherungsverein im Geschäftsjahr 2020 mit 1,59 Milliarden Euro deutlich über dem Volumen von 2019 mit 1,19 Milliarden Euro. Die Rückflüsse aus Insolvenzforderungen von rund 124 Millionen Euro seien dabei schon eingerechnet.

PSVaG gibt düstere Prognosen für 2021

Der Anstieg 2020 sei im Wesentlichen auf die deutlich gestiegene Zahl an Großschäden von 17 auf 39 zurückzuführen, so der PSVaG. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet der gesetzlich bestimmte Träger mit einem „ähnlich hohen Schadenaufkommen“ wie 2020.

Für die genaue Entwicklung könne „derzeit, insbesondere wegen der Folgen durch die Corona-Pandemie auf die deutsche Wirtschaft, keine verlässliche Prognose abgegeben werden“, heißt es in einer Mitteilung.

Kennzahlen (Bild: PSVaG)
Kennzahlen aus dem aktuellen Geschäftsbericht (Bild: PSVaG)

Beitragssatz deutlich gestiegen

Ende 2020 gehörten dem Träger der Insolvenzsicherung der bAV rund 95.000 (Vorjahr: 95.250) Arbeitgeber mit unverändert 11,1 Millionen Versorgungsberechtigten an. Davon waren nach wie vor vier Millionen Rentner und 7,1 Millionen Arbeitnehmer mit unverfallbaren Anwartschaften.

Im November setzte der PSVaG den Beitragssatz für 2020 auf 4,2 (3,1) Promille fest. Er stieg damit deutlich, aber nicht so stark, wie aufgrund der Pandemie befürchtet (9.11.2020). Im vergangenen Sommer war der Verein noch von einem Beitragssatz zwischen vier und fünf Promille ausgegangen (1.7.2020, 4.5.2020).

Der gewichtete durchschnittliche Beitragssatz aus den bisher 46 Geschäftsjahren liegt bei 2,8 Promille. Für die letzten fünf Jahre liegt er bei 2,3 Promille und für die letzten zehn Jahre bei 2,2 Promille.

Weitere Details finden sich im Geschäftsbericht auf der Webseite des Pensionssicherungs-Vereins (PDF, 482 KB).

 
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