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Netzwerken mit Insurtechs fruchtet

10.10.2018 – Die Bemühungen der Brancheninitiative Insurlab Germany zeigen erste Erfolge. Mit ihrem Accelerator-Programm (auf Deutsch: Beschleunigung) bekamen fünf Insurtech-Startups inzwischen einen „Fuß in die Tür“ der Branche. Dies wurde auf dem „Accelerator Demo Day“ gezeigt. 2019 soll dieses Programm mit neuen Kandidaten fortgesetzt werden.

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Erfolg ist oft keine Frage des Könnens, sondern auch der Gelegenheit. „Wir schrieben ein E-Mail und hatten nach zwei Tagen einen Termin bei Maersk. Jetzt stehen wir vor dem Durchbruch“, berichtete Bop Sandrino auf dem „Insurlab Germany Accelerator Demo Day“.

Große Unterschiede

Mathias Bühring-Uhle (Bild: Lier)
Mathias Bühring-Uhle (Bild: Lier)

Sandrino ist Mitgründer von Optimiz, dem Spinoff von Stilfresh B.V. und eines der fünf Insurtech-Startups, das an dem Förderprogramm der Brancheninitiative teilgenommen hat. Zuvor hatte dieses Insurtech, das eine Plattform für die Abwicklung von Transportschäden entwickelt, jahrelang vergebens versucht, mit der weltweit größten Containerschiffs-Reederei Maersk in Kontakt zu kommen.

Dabei scheint die digitale Lösung dort so gut angekommen zu sein, dass sich die Dänen nach Aussage von Sandrino auch ein Investment vorstellen können.

„Der Erfolg kommt nicht von alleine, sondern nur durch harte Arbeit“, sagte Dr. Mathias Bühring-Uhle, der neben seinen Vorstandsaufgaben beim Gothaer-Konzern dem Insurlab Germany als Vorsitzender zur Verfügung steht.

Bei Faktoren wie Zeit- oder Kulturverständnis sieht Bühring-Uhle die klassische und die neue Industrie noch auf „verschiedenen Planeten“ angesiedelt. Nach dem Erfolg der ersten Kandidatenrunde wird das in Köln angesiedelte Insurlab Germany sein Accelerator-Programm für IT-getriebene Neugründungen 2019 fortsetzen.

Viele machen mit

Getrieben von der Angst, dass die großen US-amerikanischen Internetfirmen ihr digitales Know-how und ihre Datenschätze für Versicherungsgeschäft in Deutschland nutzen könnten, müht sich die Branche vereint um Fortschritte in neuer Technik.

So soll das 2017 gestartete Insurlab als Plattform klassische Versicherer mit Insurtechs vernetzen und so den Versicherern über den einfachen und direkten Zugang zu diesen Startups bei eigenen Digitalisierung helfen.

Ein Mittel dabei ist das Accelerator-Programm, mit dem Gründer innerhalb von sechs Monaten von Mentoren aus dem Top-Management der inzwischen 28 Versicherungs-Mitgliedsunternehmen sowie weiterer Experten aus dem „Insurtech Ökosystem“ begleitet und fit für den deutschen Versicherungsmarkt gemacht werden.

Die ersten fünf Kandidaten neben Stilfresh/Optimiz waren Kasko Ltd., Motion-S S.à r.l., Polywizz und Rightindem Ltd.. Diese wurden von insgesamt zehn „Haupt“- und 22 „Spezial“-Mentoren unterstützt, welche zumeist aus Versicherungsnehmen stammen.

Insurlab Accelerator Day 2018 (Bild: Lier)
Insurlab Accelerator Day 2018. Von links: Guido Scheffer (Motion-S), Herbert Jansky (Insurlab Germany), Oliver McGuiness (Rightindem), Nick Sühr (Kasko), Nia Escobar (Insurlab Germany), Kingsly Kwalar (Stilfresh), Bop Sandrino (Stilfresh), Avi Yaacov (Polywizz), Sebastian Pitzler (Insurlab Germany) (Bild: Lier)

Neues in Sicht

Mit der Unterstützung des Insurlab Germany beziehungsweise der Mentoren haben alle Fünf im letzten Halbjahr ihre Geschäftspläne vorangetrieben und teilweise auch Produkte und Projekte für und mit der Versicherungswirtschaft entwickelt.

Kasko zählt für seine digitalen Produkte, die sich innerhalb von vier Wochen zu Kosten zwischen 30.000 und 50.000 Euro umsetzen lassen, schon 14 Versicherer zu seinen Partnern (VersicherungsJournal 13.7.2017). Motion-S ist mit sieben Versicherern in unterschiedlich weit entwickelten Stadien in Sachen Daten-Augmentation, die Bindungsraten bei der Marketing-Automatisierung erhöhen sollen, unterwegs.

Polywizz hat ein Programm entwickelt, mit dem Versicherer mit Einverständnis ihrer Kunden einen Einblick auf deren Ausgabenverhalten und über Algorithmen Aussagen für weitere Verkaufsansätze erhalten können. Rightindem hat eine digitale Plattform für Sachschäden fast aller Art entwickelt, die das Schadenmanagement beschleunigen, Kosten senken und die Kundenzufriedenheit erhöhen könnte.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Digitalisierung · Insurtech · Kundenzufriedenheit · Marketing · Technik · Verkauf · Versicherungsmarkt
 
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