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Kfz-Versicherer Gefion verspricht Besserung

19.11.2019 – Der dänische Versicherer, der große Schwierigkeiten mit der Schadenregulierung von Autounfällen hat, will bis Ende des Jahres in Deutschland wieder alles im Griff haben. Für die von der dänischen Versicherungsaufsicht verlangte Kapitalerhöhung wurde der Vollzug ausgesetzt.

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Kürzlich waren erhebliche Schadenregulierungs-Probleme bei dem dänischen Versicherer Gefion Insurance A/S bekannt geworden.

Der deutsche Assekuradeur A-I-S Wild Assekuranzmakler GmbH, hat die Abwicklung eingestellt. Beauftragt wurde daraufhin die Crawford & Company Deutschland GmbH, die alle offenen Forderungen bis Ende 2020 ausgleichen soll (VersicherungsJournal 8.11.2019).

Auch die Antrags- und Vertragsbearbeitung funktioniere bei A-I-S Wild nicht, beklagt Versicherungsmakler Klaus Leveque-Emden in seinem Leserbrief.

Gefion bedauert Verzögerungen

Inzwischen hat sich der Gefion-Vorstandsvorsitzende Tonny Anker-Svendsen gegenüber dem VersicherungsJournal zu dem Sachverhalt geäußert: „In jüngster Zeit hat AIS Wild bedauerlicherweise und ohne Rücksprache mit uns einseitig beschlossen, die Schadenbearbeitung komplett einzustellen.“

„Wir bedauern die aktuellen Verzögerungen rund um unser Versicherungsgeschäft in Deutschland“, entschuldigte sich der Manager und betonte, dass für sein Haus umfassender Verbraucherschutz im Mittelpunkt steht.

Die Forderungsübergabe an Crawford werde beschleunigt. „Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung und sind zuversichtlich, dass bis zum Ende dieses Jahres alle Punkte gelöst sind“, erklärte Anker-Svendsen. Probleme mit der Schadenregulierung soll es aber nach Informationen aus verschiedenen Quellen auch in anderen Ländern geben.

Keine „Unterdeckung als solche“

Zu den Solvenzproblemen seines Unternehmens sagte Anker-Svendsen: „Gefion steht umfassend und transparent im Dialog mit allen Regulierungsbehörden, insbesondere in Dänemark. Die dortigen Behörden befinden sich wiederum im engen Austausch mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht (Bafin).“

Zudem verwies der Versicherungsvorstand darauf, dass bei Gefion keine „Unterdeckung als solche besteht“. Richtig sei, dass die Danish Financial Supervisory Authority (DFSA) der Assekuranz eine Kapitalerhöhung auferlegt habe. Diese bekämpfe man juristisch und habe erreicht, dass die Anordnung bis zur Berufungsentscheidung außer Vollzug gesetzt worden sei.

Die Zeichnung von Flottenpolicen wurde zum 1. Juli 2019 eingestellt. Alle Bestandspolicen, deren Umfang das Unternehmen nicht nannte, laufen am 1. Januar 2020 aus.

 
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