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Jan Roß baut für Kompass Group Deutschland Assekuradeur auf

21.5.2024 – Der Versicherungsmanager unterstützt das Insurtech künftig im Bereich Strategieentwicklung. Welche weiteren Schritte sich die Karlsruher auf die Fahnen geschrieben haben. (Bild: Kompass Group Deutschland)

Robert Tursi (Bild: Kompass Group Deutschland)
Robert Tursi (Bild: Kompass Group Deutschland)

Der Finanzexperte Robert Tursi (51) und der Versicherungsmanager Jan Roß (42) werden ab dem 1. Juni die Kompass Group Deutschland AG unterstützen. Dies gibt das Unternehmen am Dienstag in einer Pressemitteilung bekannt.

Tursi, der zuvor unter anderem für die Fondsdepot Bank GmbH, die Teambank AG und die Consorsbank, Marke der BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland tätig war, wird neuer Head of Finance.

Er verfüge über tiefgreifende Expertise im Auf- und Ausbau von Finanzabteilungen, wird berichtet.

Eigenes Beratungsunternahmen von Jan Roß

Roß übernimmt den Angaben zufolge mit seinem neu gegründeten Beratungsunternehmen, der Roß Perspektiven Management GmbH (VersicherungsJournal Medienspiegel 17.5.2024), die Position als Interim Manager der Kompass-Tochter Grafenberg AG.

Das neue Beratungshaus entwickelt laut eigener Homepage Strategien für Makler und Vertriebe und stellt Kommunikationskonzepte und Informationsquellen für den Versicherungsvertrieb bereit. „Durch unsere Beratungsmandate, Managing-Partner-Funktionen und Unternehmensbeteiligungen setzen wir innovative gemeinsame Lösungen um, die unseren Kunden nachhaltigen Erfolg sichern“, heißt es.

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Aufbau eines Assekuradeurs

Bei Grafenberg soll der Bereich Business Development und Strategieentwicklung Schwerpunkt der Tätigkeit von Roß sein. Er werde „gemeinsam mit dem bestehenden Team der Kompass Group den Aufbau eines Assekuradeurs verantworten“, wird berichtet.

Jan Roß (Bild: Kompass Group Deutschland)
Jan Roß (Bild: Kompass Group Deutschland)

Roß „rechnet das Ganze über sein Beratungsunternehmen ab“, heißt es lapidar auf Nachfrage zum konkreten Engagement.

Der Manager war vier Jahre Bereichsvorstand des Maklervertriebs bei der Zurich Gruppe Deutschland (VersicherungsJournal 2.9.2919). Im vergangenen Herbst verließ er den Versicherer (23.10.2023, 1.6.2022). Weitere berufliche Stationen waren die Inter Versicherungen (20.1.2015), die Axa Service AG und die Fonds Finanz Maklerservice GmbH.

Nächste Schritte auf dem Wachstumspfad

Für die Kompass Group Deutschland seien beide Personalien wichtige Voraussetzungen, um auf dem Wachstumspfad die nächsten Schritte zu gehen, schreiben die Karlsruher im Pressetext.

„In den vergangenen Monaten sind wir in erster Linie anorganisch gewachsen. Wir werden diese Strategie weiterverfolgen, größere Übernahmen stemmen und dafür auch bei der Finanzierung neue Wege gehen“, wird Matthias Schmidt, designierter CEO, zitiert.

Um das Beste aus den Versicherungsbeständen zu machen und sowohl bei der Marge als auch beim Kundennutzen neue Maßstäbe zu setzen, werde Roß unterstützen und einen Assekuradeur mitaufbauen.

Matthias Schmidt (Bild: Kompass Group Deutschland)
Matthias Schmidt (Bild: Kompass Group Deutschland)

„Damit wachsen wir auch organisch, übernehmen noch größere Teile der Wertschöpfung und wollen sowohl unseren Unternehmenswert als auch den Nutzen für Berater und Endkunden deutlich steigern“, so Schmidt.

Streit auf offener Bühne

Wie die Zukunft des Unternehmens tatsächlich aussieht, scheint indes nicht ganz klar zu sein. Denn die neu gegründete Kompass Group Deutschland AG liegt mit der alten Kompass Group AG im Clinch. Der Streit wird seit Ende April öffentlich ausgetragen (25.4.2024).

Letztere wirft der neuen Gesellschaft unwahre Tatsachenbehauptungen und Identitätsdiebstahl vor. Diese habe sich per Pressemeldung wahrheitswidrig als Rechtsnachfolgerin vorgestellt. Anfang Mai wurde einer Pressemitteilung zufolge ein Antrag auf einstweilige Verfügung gestellt.

Gleichzeitig hat auch die Neugründung Schritte eingeleitet, „um gegen diese bewusste Rufschädigung anwaltlich vorzugehen“. Man betrachte die Vorwürfe als haltlos. Das Landgericht Mannheim hat laut dem Branchendienst Procontra (Medienspiegel 4.5.2024) zunächst eine mündliche Verhandlung in einigen Wochen anberaumt.

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Schlagwörter zu diesem Artikel
Insurtech · Strategie · Versicherungsvertrieb
 
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