16.3.2020 (€) – Der Fonds soll ein Volumen von bis zu 100 Millionen Euro erreichen und so bald wie möglich zur Verfügung stehen. Ein Teil ist für Italien vorgesehen, auch die anderen Länder, in denen das Unternehmen tätig ist, sind aber von dem Programm erfasst.
„Eine Gesundheits-, aber auch eine Wirtschaftskrise“ nennen Generali-Group-Chairman Gabriele Galateri di Genola und Group-CEO Philippe Donnet die durch Covid-19 entstandene Situation.
Wie der Konzern am Freitag mitteilte, hat das Board of Directors beschlossen, einen „außerordentlichen internationalen Fonds“ aufzustellen.
Er soll bei Notlagen aufgrund des Coronavirus helfen, „sofortige Unterstützung in dieser sich schnell entwickelnden Krise“ bieten und mittelfristig zur wirtschaftlichen Erholung in den betroffenen Ländern beitragen.
Generali stellt bis zu 100 Millionen Euro bereit

- Gabriele Galateri di Genola (Bild: Generali)
Das Unternehmen will den Fonds mit „bis zu 100 Millionen Euro“ dotieren. Auch Mitarbeiter der Versicherungsgruppe können in den Fonds einzahlen, wenn sie dies wollen.
Eine erste Tranche von bis zu 30 Millionen Euro ist für Fälle in Italien, das in Europa am stärksten in Mitleidenschaft gezogene Land, reserviert.
Die Investitionsprioritäten werde man gemeinsam mit dem Italienischen Gesundheitsdienst und dem Italienischen Zivilschutz festlegen.
Der restliche Teil des Fonds ist für Generali-Kunden gedacht, „die aufgrund der Corona-Krise in einer schwierigen Lage sind“. Dazu gehören etwa kleine und mittlere Unternehmen sowie deren Beschäftigte in Wirtschaftsbereichen, die unter der Pandemie besonders leiden.
Zum Einzugsgebiet des Programms gehören die – weltweit rund 50 – Länder, in denen die Generali tätig ist.
Verfügbarkeit des Hilfsfonds „so bald wie möglich“
Auf welchem Weg kommt die Unterstützung aus dem Fonds bei den Betroffenen an – durch Direktzahlungen an Kunden, durch Prämienreduktion oder -aufschub?
„Das hängt von den Umständen ab“, antwortete der Versicherungskonzern dem VersicherungsJournal. Sie verweist beispielhaft auf Italien, wo sie mit den genannten Institutionen kooperiert.
Abrufbar soll der Fonds „so bald wie möglich“ sein, auch bevor die angepeilten 100 Millionen Euro erreicht sind.




