(Fast) überall Wachstum

22.1.2019 – Die Provinzial Rheinland, die Itzehoer, der Münchener Verein und Monuta haben erste Ergebnisse für 2018 vorgelegt. Dabei handelt es sich vor allem um Wachstumszahlen – wobei oft keine Vorjahreswerte genannt wurden. Bei den Vertrieben beziehungsweise Vertriebsunterstützern berichteten die Vema, die BVUK, der Basler Maklervertrieb und Compexx in Ansätzen.

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Die Provinzial Rheinland Gruppe ist nach bisher vorliegenden Zahlen und Auskünften 2018 in Komposit um 4,9 Prozent auf 1,57 Milliarden Euro Prämie gewachsen, hat aber in der Lebensversicherung erneut Federn lassen müssen. In der gesamten Gruppe wurden voraussichtlich 2,55 Milliarden Euro Beitrag gebucht; im Vorjahr betrug das Prämienaufkommen 2,64 Milliarden Euro.

Unwetter treiben Schadenquote

In der Lebensversicherung seien knapp eine Milliarde Euro Beitragseinnahmen erzielt worden. 2017 belief sich dieser seit zwei Jahren rückläufige Wert auf 1,08 Milliarden Euro. Den Beitragsabrieb gegen laufenden Beitrag habe man nahezu stoppt können.

Getrieben von vielen Unwetter- und Elementarschäden durch die Sturm- und Orkantiefs „Burglind“ (VersicherungsJournal 8.1.2018), „Friederike“ (VersicherungsJournal 19.1.2018, 24.1.2018) und „Wilma“ verschlechterte sich die Combined Ratio der Provinzial Rheinland auf voraussichtlich 92 Prozent (2017: knapp 87 Prozent). Damit dürfte der öffentliche Versicherer aber weiterhin besser als der Markt sein, für den eine Quote von 97 Prozent prognostiziert wird.

Mit ihrem Ende 2018 abgeschlossenen Restrukturierungsprogramm „Plan P“ ist die Provinzial offenbar erfolgreicher gewesen als geplant: Statt 20 bis 25 Millionen Euro sollen nun nämlich Einsparungen bei Personal- und Sachkosten bis 2020 von rund 30 Millionen Euro möglich sein.

Versicherungskammer wächst um 2,4 Prozent

Die Versicherungskammer Bayern hat nach vorläufigen Zahlen im Jahr 2018 das Beitragsvolumen um 2,4 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro erhöht.

Dabei legt die Schaden- und Unfallversicherung um 3,4 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro und die Krankenversicherung um 2,4 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro zu. Das Lebensversicherungs-Geschäft wuchs um 1,7 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro.

Zweistelliges Plus durch Zukauf

Dank der Übernahme des Rechtsschutzgeschäfts der Alten Leipziger Versicherung AG sind die Itzehoer Versicherungen 2018 um knapp 20 Prozent auf 551 Millionen Euro Prämie gewachsen. Die Zahl der Kunden stieg nach Unternehmensangaben um über 300.000 auf mehr als 1,1 Millionen.

Unberücksichtigt dieser Übernahme legte der Versicherungsverein um sechs Prozent und damit deutlich über dem Marktdurchschnitt zu. Aufgrund eines günstigeren Wetterverlaufs liegt die Schadenquote „über ein Prozent unter der des Vorjahres“, wird ohne weitere Details mitgeteilt.

Da in der Folge die Schwankungsrückstellung mit 25 Millionen Euro höher dotiert werden musst, fiel das Jahresergebnis mit sechs Millionen Euro niedriger als 2017 aus. Die Zahl der Mitarbeiter nahm 2018 rund 100 auf 800 zu. Die Hauptverwaltung wird um einen Erweiterungsbau vergrößert, der 2022 fertig sein soll.

Mehr Neugeschäft in Leben und Kranken

Die Münchener Verein Versicherungsgruppe ist 2018 um knapp ein Prozent auf 731 Millionen Euro gewachsen. Die Kapitalanlagen vergrößerten sich um 3,7 Prozent auf annähernd sieben Milliarden Euro. Insgesamt wurden 40.000 neue Kunden akquiriert, wird mitgeteilt.

In der Krankenversicherung nahm das Neugeschäft nach Unternehmensangaben um 12,2 Prozent zu. Die Beitragseinnahmen erhöhten sich auf 531 Millionen Euro. Darüber hinaus konnte die Zahl der natürlich versicherten Personen um rund zwei Prozent auf 331.555 aufgestockt werden.

Das Neugeschäft in der Lebensversicherung erhöhte sich um 45,1 Prozent. Absolute Zahlen wurden nicht genannt. Die Beitragseinnahmen erreichten 145 Millionen Euro. Die Beitragseinnahmen in der Allgemeinen Versicherung erhöhten sich um ein halbes Prozent auf 54,5 Millionen Euro.

Direkt und Makler erfolgreich

Die Monuta Versicherungen Niederlassung Deutschland hat eigenen Angaben zufolge 2018 rund 27.000 Neukunden mit einer Gesamt-Versicherungssumme von 182 Millionen Euro gewonnen und damit ihre Position im Markt der Sterbegeldversicherer gestärkt. Neben einem guten Direktvertrieb sei auch das Makler-Geschäft erfolgreich gelaufen.

Mehr Partner

Die Vema Versicherungs-Makler-Genossenschaft eG (Vema) hat 2018 rund 300 neue Maklerunternehmen für die Genossenschaft gewonnen und damit die Gesamtzahl der Partner auf 3.032 gesteigert. Die Vema arbeitet mit mehr als 100 Versicherern zusammen.

In der Summe wurden 2018 rund 38 Millionen privater und gewerblicher Kompositbestand über die Vema-Rechner eingereicht (ohne Kfz). Zudem hätten die angeschlossenen Makler (primär über die Online- oder Offline-Varianten des Vergleichsrechners von Nafi) eine sechsstellige Zahl an Kfz-Policen eingereicht.

Altersvorsorge-Spezialist

Die auf betriebliche Altersvorsorgesysteme spezialisierte BVUK GmbH Betriebliche Vergütungs- und Versorgungssysteme für Unternehmen und Kommunen verbuchte 2018 ein Neugeschäft mit einer Beitragssumme von insgesamt 688 Millionen Euro und damit einen neuen Firmenrekord.

Das Wachstum stammt nach Unternehmensangaben auch durch neue Mandanten. Ungeachtet des insgesamt schrumpfenden Marktes will das 2000 gegründete Unternehmen 2019 seinen Wachstumskurs fortsetzen und im Neugeschäft eine weitere Bestmarke setzen.

Compexx legt zweistellig zu

Der Finanzdienstleister Compexx Finanz AG hat 2018 seinen Gesamtumsatz um rund ein Drittel auf 13,5 Millionen Euro gesteigert. Die Zahl der Partner wurde um 40 Prozent erhöht, heißt es in einer Pressemitteilung, die kaum Vergleichszahlen für das Vorjahr enthält.

Im Segment Versicherungen legte Biometrie um 34 Prozent zu, Leben um 31 Prozent, Kranken um 36 Prozent. Der Bereich Finanzierung wies ein Plus von 65 Prozent aus, Immobilien von 71 Prozent, so der Finanzvertrieb.

Zuwachs nach Qualitätsoffensive

Die Basler Vertriebsservice AG meldet für 2018 ein Neugeschäftsplus von 100 Millionen Euro auf 1,05 Milliarden Euro Beitragssumme. Elf Maklerbetreuer beschäftigt die Vertriebstochter der Basler.

Der Zuwachs wird der 2018 abgeschlossenen Qualitätsoffensive im Bereich des Maklermanagements zugeschrieben. Die Maklerbetreuer würden so qualifiziert, dass sie wie Unternehmensberater den Vertriebspartnern in allen Belangen ihres Unternehmensalltages konzeptionell zur Seite stehen und Strategien entwickeln für ein weiteres Wachstum.

Die in der Verwaltung eingesparten Kosten von rund zwei Millionen Euro würden in die Produktqualität und den Kundenservice investiert. Im Zuge der Qualitätsoffensive 2018 wurden zudem die Prozesse bei den Basler Versicherungen verbessert.

2018 sei auf Nachfrage der Makler das Produktportfolio der Basler Vertriebsservice in der Personenversicherung durch Nicht-Leben-Produkte vervollständigt worden. Makler könnten nicht nur Lebensversicherungen, sondern auch Hausrat-, private Haftpflicht- und Unfallversicherungen der Basler Versicherungen anbieten.

 
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