Die besten Versicherungsvergleichs-Portale

11.6.2018 – Check24 setzte sich im Test von zehn Vergleichsportalen in den Bewertungsbereichen „Tarifpreise“, „Suche & Komfort“, „Transparenz“ und „Kundendienst“ hauchdünn gegen Verivox durch. Insbesondere beim Kundendienst haben die Studienautoren teilweise erheblichen Nachbesserungsbedarf ausgemacht.

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Die DtGV – Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien mbH hat zehn Versicherungsvergleichs-Portale einem Test unterzogen. Untersucht wurden Biallo.de, Check24, Comfortplan, Financescout24, Finanzen.de, Geld.de, Preisvergleich.de, Tarifcheck.de, Toptarif und Verivox.

So wurde bewertet

Bewertet wurden durch Experten (bis auf den Kundendienst – hier wurden pro Portal jeweils fünf Testanfragen telefonisch sowie per E-Mail gestellt) anhand von verschiedenen Fragestellungen die vier unterschiedlich gewichteten Leistungskategorien:

  • Tarifpreise (55 Prozent Gewichtung): Hier stand auf dem Prüfstand, welches Portal die günstigsten Tarifpreise für die Bedürfnisse (jeweils fest definierte Basisanforderungen) von jeweils zwei Musterkunden bei insgesamt vier unterschiedlichen Versicherungsarten präsentiert.
  • Suche & Komfort (15 Prozent Gewichtung): Hier wurde untersucht, wie komfortabel die Webseite des Vergleichsportals gestaltet ist und wie umfangreich und kundenorientiert Suchoptionen für verschiedene Versicherungsarten sind.
  • Transparenz (15 Prozent Gewichtung): Hier ging es darum, wie transparent und informativ die Leistungen der Versicherungen im Vergleich präsentiert werden.
  • Kundendienst (15 Prozent Gewichtung): Hier wurden Erreichbarkeit und Kompetenz geprüft. Hierzu wurden allgemeine Fragen zu Versicherungs-Fachbegriffen oder generellen Leistungsmerkmalen verschiedenster Versicherungsprodukte gestellt.

Check24 vor Verivox

In der Gesamtwertung setzte sich Check24 mit hauchdünnem Vorsprung gegen Verivox durch. Beide erhielten die Note 1,4 („sehr gut“), wobei Check24 wegen der leicht besseren Zielerreichung von 94 Prozent die Nase vorn hatte (Verivox: 93 Prozent).

Beim Test vor zwei Jahren – allerdings bei einer anderen Gewichtung der identischen Untersuchungsbereiche – hatte noch Verivox knapp vor Check24 an der Spitze gelegen (VersicherungsJournal 6.5.2016).

Rangliste (Bild: Wichert)

Check24 erzielte in den Testkategorien „Suche & Komfort“ und „Transparenz“ die beste Bewertung und gewann zudem die Sonderwertung „Kfz-Versicherungs-Vergleich“. Verivox setzte sich in den beiden Sonderwertungen „Hausrat-Versicherungs-Vergleich“ sowie „Rechtsschutz-Versicherungs-Vergleich“ durch.

In der Sonderwertung „Privathaftpflicht-Versicherungs-Vergleich“ sowie in der Testkategorie „Tarifpreise“ liegt Tarifcheck an der Spitze, während Finanzen.de in Sachen „Kundendienst“ am besten abschnitt.

Nachbesserungsbedarf

In der Kategorie „Tarifpreise“, in welcher der Gesamtsieger Check24 nicht unter den sechs besten Portalen landete, haben die Tester bis zu 60 Prozent Unterschied zwischen den jeweils am billigsten gelisteten Tarifen ausgemacht. Im Mittel über alle vier Versicherungsarten waren es 18 Prozent Unterschied.

Hinsichtlich der Kategorie „Suche & Komfort“ schnitt keines der Vergleichsportale mit „sehr gut“ ab, neun Mal gab es ein „gut“. Nach Angaben der Studienautoren konnten alle Portale bei den Vergleichsanfragen mit einer guten Benutzerführung durch die von ihnen angebotenen Suchoptionen punkten.

Zusammengefasst nimmt der Versicherungsvergleich hier leider nicht die Arbeit ab, selbst noch genau nach Versicherungsleistungen zu recherchieren.

Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien

Die Studienautoren ziehen das Fazit, dass bis auf die Kfz-Versicherung noch nachgebessert werden kann. Denn in den anderen drei Versicherungsarten gab es nicht die dort anzutreffende Vielzahl an Auswahlkriterien. So war es nur bei der Hälfte der Portale möglich, eine Schlüsselversicherung – sofern für den Verbraucher wichtig – in die Suche einzuschließen, wird als Beispiel genannt.

„Zusammengefasst nimmt der Versicherungsvergleich hier leider nicht die Arbeit ab, selbst noch genau nach Versicherungsleistungen zu recherchieren“, heben die Studienautoren hervor.

Transparenz auf dem Prüfstand

In Sachen Transparenz haben die Tester festgestellt, dass bis auf wenige Ausnahmen Darstellung und Umfang der wichtigsten Leistungen der Versicherungen im Versicherungsvergleich in allen Versicherungsarten übersichtlich gelöst waren. Darüber hinaus sei in allen Fällen eine detaillierte Tabelle zum Leistungsvergleich mehrerer Versicherungen abrufbar gewesen.

Verbesserungsbedarf haben die Studienautoren dahingehend ausgemacht, dass nur die Hälfte der Portale im Vergleich vollständig und gut einsehbar angegeben habe, welche Versicherungs-Unternehmen sie in ihre Vergleiche aufnehmen. Und sogar nur bei drei Portalen sei schnell ersichtlich gewesen, welche Versicherer ausdrücklich nicht in die Versicherungsvergleiche aufgenommen worden seien.

Problemfeld Kundendienst

In der Testkategorie „Kundendienst“ monieren die Studienautoren insbesondere, dass jede dritte E-Mail-Anfrage unbeantwortet blieb. Dies ist allerdings kein spezielles Problem der Vergleichsportale. Auch bei den Versicherern bekommt der Kundenservice via E-Mail regelmäßig schlechte Noten, wie verschiedene Untersuchungen zeigen (VersicherungsJournal 26.4.2018, 22.9.2017).

Etwas besser sah es bei den Telefonaten aus. Die Antwortrate wird mit 90 Prozent angegeben. Allerdings sei mehr als jede zehnte Antwort schlicht falsch gewesen, kritisieren die Studienautoren. In dieser Testkategorie kamen sechs Vergleicher nicht über die Note „befriedigend“ heraus. Gesamtsieger Check24 landete hier auf dem dritten Platz.

Die Detailergebnisse der Studie sind gegen eine Schutzgebühr von 1.368,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer per E-Mail bei der Deutschen Gesellschaft für Verbraucherstudien erhältlich.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Hausratversicherung · Kfz-Versicherung · Privathaftpflicht · Rechtsschutz
 
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