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Die Bayerische will Überschussbeteiligung konstant halten

17.11.2020 – Die Bayerische sieht sich so gut aufgestellt, dass sie ihre 2020 leicht abgesenkte Überschussbeteiligung 2021 stabil halten kann. Dem Konferenztitel „Stirbt die Lebensversicherung mit dem Zins?" erteilte Schneidemann eine klare Absage und ermutigte den Vertrieb.

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Der Chef der Versicherungsgruppe die Bayerische Dr. Herbert Schneidemann kündigte auf einer hauseigenen Vertriebsveranstaltung mit rund 150 Teilnehmern an, dass man für 2021 bei allen Lebensversicherern die Überschussbeteiligung konstant halten wolle.

Herbert Schneidemann (Bild: Screenshot Lier)
Herbert Schneidemann (Bild: Screenshot Lier)

Die operative Lebensversicherungs-Tochter BL die Bayerische Lebensversicherung AG (7.9.2020) kam 2020 auf eine laufende Verzinsung von 2,5 Prozent und bei der Gesamtverzinsung auf bis zu drei Prozent (VersicherungsJournal 9.1.2020).

Lebenserwartung werde unterschätzt

Für die Lebensversicherung spricht seiner Meinung nach vor allem der Ausgleich über das Kollektiv: „Es gibt klar einen Bedarf für die Absicherung alle biometrischen Risiken und kein Mittel ist trotz des negativen Zinses so wirksam wie das Kollektiv.“

Er hob unter anderem hervor, dass die Lebenserwartung allgemein unterschätzt werde. Die Lebenserwartung steige alle fünf Jahre statisch um ein Jahr. „Dieser Trend ist momentan ungebrochen.“ Eines der größten Risiken sei derzeit, „gesund alt zu werden“, so Vorstand Thomas Heigl.

Die Corona-Pandemie hat nach Aussage des Vorstandschefs bisher keine nennenswerten Auswirkungen auf das versicherungstechnische Geschäft gehabt. Die mit der Krise weltweit hochgefahrene Verschuldung werde aber noch für viele Jahre zu einer Zinsbelastung führen, fürchtet er.

Nettoverzinsung von über 3,5 Prozent

Von Vorteil sei es dabei, dass die eigene Gruppe das Erfordernis der Zinszusatzreserve zu 90 Prozent ausfinanziert habe, während der Markt hier erst bei 50 Prozent liege. Heigl wies daraufhin, dass die Gruppe dank der Neuausrichtung 2010/11 nun sehr stark in Realwerte investiert sei und so auch in den nächsten Jahren eine Nettoverzinsung von über 3,5 Prozent erzielen könne.

Thomas Heigl (Bild: Screenshot Lier)
Thomas Heigl (Bild: Screenshot Lier)

Dabei blicke man vor allem auf die HGB-Bilanzierung und weniger auf Solvency ll. Denn: „Von einer hohen Solvenzquote haben die Kunden wenig“.

Gleichwohl waren sich die Vorstände der Bayerischen in der Diskussion mit Dr. Reiner Will, dem geschäftsführenden Gesellschafter der Assekurata Assekuranz Rating-Agentur GmbH, einig, dass bei der Beurteilung von Lebensversicherern SCR-Quote, HGB-Abschluss und der Stand der Garantieverpflichtungen ganzheitlich gesehen werden müssten.

Kunden brauchen auch Information

Die Solvenzausstattung der deutschen Lebensversicherer sei aktuell mit einer Basisquote von durchschnittlich 260 Prozent im europäischen Vergleich relativ hoch, so Will. Er erwartet, dass diese Quote nach der aktuellen Erholung der Aktienmärkte auch zum Jahresende noch erreicht sein wird.

Aber man dürfte nicht nur auf die Solvenz schauen, wichtig sei auch die Ertragslage – beispielsweise für die Zuführung zur Zinszusatzreserve (ZZR).

Will sagte, dass sich dem Vertrieb derzeit viele Chancen böten, weil der Beratungsbedarf groß und die Sparquote der Privaten „sensationell“ sei. „Die Welt ist komplexer geworden und die Kunden wollen sichere und zuverlässige Partner, die auch informativ sind.“

Zum Thema „Run-off“ sagte der Rating-Chef: „Ich vermute, dass sich derzeit viele Gesellschaften intensiv mit der Frage beschäftigen, was mache ich mit meinen Beständen in der Niedrigzinsphase.“

 
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