Der Vermittler wird laut die Bayerische künftig noch wichtiger

17.5.2018 – Anlässlich der Präsentation der Geschäftsberichte 2017 hat die Versicherungsgruppe die Bayerische dem persönlichen Vertrieb trotz aller Digitalisierungs-Notwendigkeiten eine in Zukunft sogar noch eher wachsende Bedeutung zugesprochen. Die laufenden Beiträge wuchsen um 3,1 Prozent auf 331,6 Millionen Euro, während die Einmalbeiträge um 14,4 Prozent auf 106,5 Millionen Euro zurückgingen. Die Zahl der Kunden stieg um sechs Prozent auf 632.000 und die der exklusiven Vertriebspartner um ein Viertel auf 389.

WERBUNG

Das für den Vertrieb zuständige Vorstandsmitglied der Versicherungsgruppe die Bayerische, Martin Gräfer, nutzte die Vorlage der Geschäftsberichte 2017 für ein geradezu leidenschaftliches Plädoyer zugunsten des persönlichen Vertriebs. Bei aller Notwendigkeit, den Kunden auch digitale Angebote zu machen, werde der Vermittler als „Navigator sogar immer wichtiger werden“, zeigte er sich überzeugt.

Vorstandschef Dr. Herbert Schneidemann rückte die finanzielle Stärke des vor 160 Jahren gegründeten Gegenseitigkeitsvereins, der zwischenzeitlich in heftige Turbulenzen geraten war, stark in den Vordergrund. So sei beispielsweise der insgesamt absehbare Bedarf bei der Zinszusatzreserve schon jetzt zu rund 70 Prozent gedeckt, führte er unter anderem aus.

Von links: Herbert Schneidemann, Martin Gräfer (Bild: Müller)
Von links: Herbert Schneidemann, Martin Gräfer (Bild: Müller)

Zinszusatzreserve ist gut gefüllt

Die erreichte im Berichtsjahr bei der operativ nicht mehr tätigen Muttergesellschaft Bayerische Beamten Lebensversicherung a.G. 278 Millionen Euro und bei der Neuen Bayerischen Beamten Lebensversicherung AG 9,6 Millionen Euro. Sie lag damit insgesamt um 25,8 Prozent über dem Vorjahreswert.

Das Eigenkapital der Gruppe wurde um 5,2 Prozent auf 220 Millionen Euro aufgestockt. Die Solvency-II-Bedeckungsquote stieg den Angaben zufolge bei der Muttergesellschaft von 208 auf 266 Prozent und bei der Neuen Bayerischen Leben von 271 auf 330 Prozent. Beim Kompositversicherer Bayrische Beamten Versicherung AG ging sie allerdings von 197 auf 189 Prozent zurück.

Neugeschäft des Komposit-Versicherers legte stark zu

Für letzteren war 2017 laut Gräfer aber ein außerordentlich erfolgreiches Jahr, in dem das Neugeschäft um 39,6 Prozent auf 13,4 Millionen Euro zulegte. Zugleich konnte die früher sehr starke Kfz-Versicherungs-Lastigkeit weiter abgebaut werden.

Die gebuchten Bruttobeiträge erhöhten sich um 9,6 Prozent auf 120,6 Millionen Euro. Die Vertragszahl im Bestand wuchs bei der Bayerischen Beamten Versicherung um 13,5 Prozent auf 773.000 an.

Die Combined Ratio verschlechterte sich jedoch von 93,1 auf 96,9 Prozent. Als Gründe wurden im Geschäftsbericht genannt, dass der Brutto-Schadenaufwand um 10,3 Prozent auf 83,5 Millionen Euro anstieg und die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb um 9,9 Prozent auf 40 Millionen Euro.

Töchter lieferten höhere Jahresüberschüsse ab

Vor der Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von gut vier Millionen Euro konnte ein Versicherungs-technisches Ergebnis von 53.605 Euro erzielt werden. Als Jahresüberschuss nach Steuern werden 359.649 Euro ausgewiesen, die aufgrund des Ergebnisabführungs-Vertrages an die BBV-Holding abgegeben wurden.

Die Neue Bayerische Beamten Leben, die hauptsächlich biometrische und fondsgebundene Produkte anbietet, lieferte 2017 rund 750.000 Euro ab. Im Jahr zuvor waren es 250.000 Euro gewesen.

Einmalbeiträge haben sich mehr als halbiert

Bei ihr gingen der Neuzugang nach laufendem Beitrag von 17,7 Millionen auf 14,3 Millionen Euro zurück und die Einmalbeiträge von 101,9 Millionen auf 47,4 Millionen Euro. Im Bestand stiegen die Zahl der Verträge von 132.333 auf 138.621 und der laufende Jahresbeitrag von 105,9 Millionen auf 112,7 Millionen Euro.

Die gebuchten Beiträge reduzierten sich um mehr als ein Fünftel auf 160,5 Millionen Euro. Dem standen um 2,1 Millionen auf 101,6 Millionen Euro erhöhte Versicherungsleistungen gegenüber.

Die Kapitalanlagen wuchsen um 6,5 Prozent auf 664,7 Millionen Euro. Die Erträge daraus nahmen von 34,3 Millionen auf 36,6 Millionen Euro zu, die Aufwendungen dafür von 3,8 Millionen auf 4,1 Millionen Euro.

Ein neuer Partner im Bankenvertrieb

Insgesamt verbuchte die Gruppe im Vergleich zu 2016 laut Schneidemann bei den laufenden Beiträgen ein Plus von 3,1 Prozent auf 331,6 Millionen Euro und bei den Einmalbeiträgen einen Rückgang um 14,4 Prozent auf 106,5 Millionen Euro.

Die Vertragszahl wuchs um sieben Prozent auf 818.000 an, jene der Kunden um sechs Prozent auf 632.000 und die der exklusiven Vertriebspartner um ein Viertel auf 389.

Der Exklusivvertrieb steuerte laut Gräfer im Kompositbereich rund ein Fünftel des Neugeschäftes bei und in der Lebensversicherung 30 bis 40 Prozent. Als neuer Partner im Banken-Vertrieb – neben Maklern der dritte Vertriebskanal – konnte seinen Angaben zufolge jetzt die österreichische Oberlandbank gewonnen werden.

Die vollständigen Geschäftsberichte der Versicherungsgruppe die Bayerische stehen unter diesem Link zum Download bereit.

 
WERBUNG
WERBUNG
Inserieren im Anzeigenmarkt

Das VersicherungsJournal ist eines der meistgelesenen Medien in der Branche, siehe Abrufzahlen.

So finden Sie zielsicher Ihre neuen Mitarbeiter, Arbeitgeber oder Geschäftspartner. Nutzen Sie die schnelle und direkte Zielgruppenansprache zu günstigen Konditionen. Gesuche werden kostenlos veröffentlicht.

Erteilen Sie hier Ihren Anzeigenauftrag für Angebote und Verschiedenes oder Gesuche, oder lassen sich persönlich beraten!

Beachten Sie auch die Seite Aktuelles für Stellenanbieter.

VersicherungsJournal in Social Media

Besuchen Sie das VersicherungsJournal auch in den sozialen Medien:

  • Facebook – Ausgewähltes für den Vertrieb
  • Twitter – alle Nachrichten von VersicherungsJournal.de
  • Xing – über den Verlag
  • Xing News – Ausgewähltes zu Karriere und Unternehmen
  • Youtube – Hintergründe zum Buchprogramm
WERBUNG
Von welchen Gesellschaften wollen die Vertreter weg?

Wie steht es um die Wechselbereitschaft in der Versicherungswirtschaft?

Neue Erkenntnisse der Studie „Betriebswirtschaftliche Struk- turen des Versicherungsver- triebs – BVK-Strukturanalyse 2016/2017“ erfahren Sie hier.

Ihr Wissen und Ihre Meinung sind gefragt

Ihre Leserbriefe können für andere Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein. Bitte schreiben Sie Ihre Kommentare unter den Artikel in das dafür vorgesehene Eingabefeld.

Die Redaktion freut sich auch über Hintergrund- und Insiderinformationen, wenn sie nicht zur Veröffentlichung unter dem Namen des Informanten bestimmt ist. Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu. Schreiben Sie bitte an redaktion@versicherungsjournal.de.

Allgemeine Pressemitteilungen erbitten wir an meldungen@versicherungsjournal.de.

WERBUNG
Erfolgreich Kunden gewinnen, rechtliche Stolpersteine vermeiden

WettbewerbsrechtEs gibt viele rechtliche Fallstricke, über die ein Vermittler bei seinen Werbeaktionen stolpern kann. Das VersicherungsJournal-Praktikerhandbuch erklärt in aktualisierter Auflage, wie sie zu umgehen sind.

Mehr Informationen und zur Bestellung...

Diese Artikel könnten Sie noch interessieren
3.4.2018 – Die Itzehoer wächst so stark, dass schon wieder ein Erweiterungsbau auf dem Plan steht. Drei weitere Gesellschaften zeigen, dass sich Spezialisierung lohnt. (Bild: Itzehoer) mehr ...
 
8.6.2017 – Das Zukunftsprogramm 2018 liegt nach den Worten von Signal-Iduna-Chef Leitermann auf der Zielgeraden und trug 2016 erste Früchte. Nach einer Wachstumspause legte die Gruppe im ersten Quartal 2017 zu. (Bild: Lier) mehr ...
 
1.6.2011 – Über Ergo ist Signal Iduna-Vorstandschef Reinhold Schulter nicht allein wegen des HMI-Budapest-Skandals verärgert. In der Bilanzpressekonferenz wurde Schulte ungewöhnlich deutlich. mehr ...
 
8.2.2018 – Die Kosten für Schäden aus Naturkatastrophen zeigen sich nun in den Ergebnissen 2017. Talanx und Münchener Rück verdienen deutlich weniger, was die Aktionäre aber nicht belasten soll. (Bild: Pixabay, CC0) mehr ...
 
1.2.2018 – Die Provinzial Nordwest, der Alte Leipziger – Hallesche-Konzern und auch die Ammerländer sind 2017 schneller gewachsen als der Markt. Erste vorläufige Zahlen belegen, woher die Zugewinne stammen. (Bild: Pixabay) mehr ...
 
15.12.2017 – „Brennende“ Häuser werden bekanntlich nicht mehr versichert. Die Arag hat dieses Prinzip bereits mit guten Erfahrungen durchbrochen und legt im Frühjahr 2018 nach. 2017 wuchs die Gruppe kräftig. (Bild: Lier) mehr ...
 
2.6.2017 – Der Ergo-Konzern „fühlt“ sich unter „besonderer Beobachtung“ der Öffentlichkeit. Nach einer Reihe von Skandalen in der jüngeren Vergangenheit ist das wohl nicht ganz unberechtigt. Daher bemüht sich der Düsseldorfer Versicherer nun um Transparenz. Einige Fragezeichen bleiben trotzdem. (Bild: Schmidt-Kasparek) mehr ...