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Basler strebt weitere Senkung der Abschlusskosten an

9.7.2018 – Das Geschäftsjahr 2017 war bei den Basler Versicherungen stark von den Auswirkungen des aktuellen Strategieprogramms geprägt. Damit wird eine stärkere Fokussierung sowohl beim Produktangebot als auch bei den Kundenzielgruppen angestrebt. Das hat in der Lebens- und der Sachversicherung sowie im Geschäft mit Industriekunden teils unterschiedliche Auswirkungen. Aber auch der Vertrieb ist tangiert.

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Auch das Geschäftsjahr 2017 der Basler-Versicherungen wurde durch deren Zukunftsbild „Wir werden erste Wahl für unsere Vertriebspartner“ bestimmt. Diese Formulierung findet sich gleichlautend in den Geschäftsberichten der Basler Lebensversicherungs-AG, der Basler Sachversicherungs-AG und der Basler Versicherung AG, Direktion für Deutschland.

Im Umgang mit den Vertriebspartnern werde daher „auf passgenaue Lösungen mit Kombinationen aus marktfähigen Produkten, innovativen Verkauf und effizienten Prozessen“ gesetzt. Zu ihnen zählen laut Geschäftsbericht neben dem Exklusivvertrieb hauptsächlich die Basler-Tochter Zeus Vermittlungsgesellschaft mbH, die OVB Vermögensberatung AG sowie Makler.

Fokussierung bei Produkten und Zielgruppen wird weiter vorangetrieben

Zur Zukunftsbild-Strategie gehöre aber auch die „Konzentration auf Zielsegmente“. Konkret bedeutet dies laut Geschäftsbericht bei der Basler Leben nicht zuletzt die weitere Fokussierung des Angebots auf Biometrieprodukte und kapitaleffiziente Altersvorsorgeprodukte mit Garantien. Dabei werde auch „eine weitere Senkung der Abschlusskosten in den einzelnen Vertriebswegen nach wie vor angestrebt und durchgeführt“.

Bei der Basler Sachversicherung sowie der Basler Versicherung AG, die das Geschäft mit mittelständischen und industriellen Kunden betreibt, gehe es ebenfalls um eine Fokussierung auf bestimmte Produktsegmente, aber zugleich um die Konzentration auf „definierte Zielkundensegmente“. Ziel sei eine Ertragsverbesserung.

Deutlicher Beitragsrückgang in der Industrieversicherung

In der Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr schlagen sich die im Rahmen dieser strategischen Ausrichtung eingeleiteten Maßnahmen deutlich nieder. So verzeichnete die Basler Versicherung AG als Konsequenz der „bewussten Trennung von einigen Segmenten“ einen Rückgang der gebuchten Bruttobeiträge von 89,8 Millionen auf 73,8 Millionen Euro.

Zugleich reduzierten sich die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle von 76,9 Millionen auf 37,1 Millionen Euro, während die Brutto-Kostenquote von 23,4 auf 26,7 Prozent stieg. Dennoch wuchs der Verlust beim versicherungs-technischen Ergebnis nach Rückversicherung und Veränderung der Schwankungsrückstellung für eigene Rechnung von 13 Millionen auf 14,5 Millionen Euro an.

Kapitalanlageergebnis dreht Verlust in einen Gewinn

Dafür, dass beim Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit nach dem Minus von 11,6 Millionen Euro im Jahr 2016 für die Berichtsperiode trotzdem ein Plus von 8,4 Millionen ausgewiesen werden konnte, sorgte das Kapitalanlageergebnis. Es sprang von 3,2 Millionen auf 26,4 Millionen Euro.

Bewirkt wurde dies durch die von 1,8 Millionen auf 24,7 Millionen Euro gestiegenen Zuschreibungen und Abgangsgewinne insbesondere aufgrund der Veräußerung von Immobilien. Die Bewertungsreserven gingen von 29,3 Millionen auf 14,9 Millionen Euro zurück.

Unter dem Strich stand bei der Basler Versicherung AG, Direktion für Deutschland, im Geschäftsjahr 2017 damit ein Gewinn von 7,5 Millionen Euro. Im Jahr zuvor war noch ein Verlust von 12,2 Millionen Euro ausgewiesen worden.

Bruttoergebnis legt in der Lebensversicherung stark zu

Weniger signifikant fiel der Gewinnzuwachs bei der Basler Leben aus, bei der sich der Jahresüberschuss von 4,7 Millionen auf 4,9 Millionen Euro erhöhte. Das Bruttoergebnis vor Steuern und Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung stieg dagegen wesentlich kräftiger von 34,8 Millionen auf 50,7 Millionen Euro.

Zu diesem Ergebnis trug das Kapitalanlageergebnis aus den um 0,8 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro gesunkenen Kapitalanlagen trotz sinkender laufender Erträge von 339,8 Millionen Euro bei. Im Jahr zuvor waren es 256,6 Millionen Euro. Die Bewertungsreserven sanken von gut einer Milliarde auf 854,3 Millionen Euro.

Abläufe nehmen weiter zu

Die gebuchten Bruttobeiträge sanken aufgrund der von 75,9 Millionen auf 66,3 Millionen Euro rückläufigen Einmalbeiträge von 531,4 Millionen auf 521,7 Millionen Euro. Ihnen standen von 660,7 Millionen auf 685,8 Millionen Euro gestiegene höhere Leistungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung gegenüber. Die darin enthaltenen Abläufe nahmen von 459,6 Millionen auf 475,7 Millionen Euro zu.

Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb wuchsen um 8,9 Prozent auf 100,8 Millionen Euro. Die Verwaltungskosten nahmen zwar von 15,6 Millionen auf 14,8 Millionen Euro ab. Die Abschlusskosten stiegen jedoch, wie im Geschäftsbericht erläutert wird, aufgrund des starken Neugeschäfts von 77 Millionen auf 86 Millionen Euro an.

Letzteres wuchs nach Versicherungssumme von drei Milliarden auf fünf Milliarden Euro. Die Anzahl der eingelösten Versicherungsscheine stieg von 31.606 auf 41.700 und war den Angaben zufolge vor allem durch selbstständige Berufsunfähigkeits- und Risikolebens-Versicherungen geprägt.

Im Bestand waren Ende 2017 danach 682.219 Verträge – nach 698.074 ein Jahr zuvor. Die Versicherungssumme stieg jedoch von 19 Milliarden auf 22,4 Milliarden an.

Projekt- und Gemeinkosten belasten den Sachversicherer stark

Anders als beim Lebensversicherer der Gruppe sowie der Basler Versicherung AG erhöhte sich der Verlust beim Jahresergebnis nach Steuern bei der Basler Sachversicherung von 22,4 Millionen auf 88,6 Millionen Euro. Dazu trug auch das sonstige Ergebnis wesentlich bei.

Hier nahm das Minus von 5,3 Millionen auf 29,9 Millionen Euro zu. Ausschlaggebend dafür waren die von 1,7 Millionen auf 18,3 Millionen Euro angewachsenen Projekt- und Gemeinkosten.

Zugleich stieg auch der Verlust beim versicherungs-technischen Ergebnis nach Rückversicherung und Veränderung der Schwankungsrückstellung von 22,1 Millionen auf 90,8 Millionen Euro. Denn die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle nahmen um 23,6 Prozent auf 523,5 Millionen Euro zu. Ursächlich waren laut Geschäftsbericht überproportional viele und hohe Groß- und Spätschäden.

Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb wuchsen von 218,8 Millionen auf 222,2 Millionen Euro an. Die gebuchten Bruttobeiträge erhöhten sich bei der Basler Sachversicherung gleichzeitig um 4,3 Prozent auf 651,7 Millionen Euro.

Kapitalanlageergebnis verdoppelt sich

Beim Kapitalanlageergebnis wurde eine Verdoppelung von 18,1 Millionen auf 36,8 Millionen Euro erwirtschaftet. Dabei konnte bei laufenden Erträgen aus den von 1,16 Milliarden auf 1,25 Milliarden Euro angewachsenen Kapitalanlagen eine Steigerung von 22,3 Millionen auf 34,5 Millionen Euro verbucht werden. Die Bewertungsreserven sanken von 105,3 Millionen auf 94 Millionen Euro.

Die vollständigen Geschäftsberichte 2017 der deutschen Basler-Gruppe stehen unter diesem Link zum kostenlosen Download bereit.

 
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