Wo Eigentumswohnungen binnen fünf Jahren am teuersten wurden

10.5.2024 – In den letzten zwei Jahren sind die Preise für Bestandsimmobilien zwar fast überall gesunken, doch im Vergleich zu 2019 wird überall mehr verlangt, im Durchschnitt über ein Fünftel. Am geringsten ist der relative Anstieg in Stuttgart und Frankfurt am Main, um größten sind die prozentualen Sprünge in Gelsenkirchen und Herne. Von den Metropolen liegen Berlin und Hamburg über dem Durchschnitt.

Die Aviv Germany GmbH hat für 76 ausgewählte deutsche Großstädte zusammengestellt, welche Preise für Eigentumswohnungen im Bestand (75 Quadratmeter, 3 Zimmer, 1. Stock, Baujahr 1990er-Jahre) in diesem Jahr sowie 2022 und 2019 jeweils am 1. Mai verlangt wurden. Datenbasis sind die Angebotspreise auf Immowelt.de, dem Vermittlungsportal des Unternehmens.

Binnen zwei Jahres wurden Eigentumswohnungen meistens billiger

Laut der Dokumentation (PDF, 514 KB) sind die verlangten Kaufpreise in den letzten zwei Jahren überwiegend gesunken. Spitzenreiter mit Rückgängen von jeweils 17 Prozent sind Bergisch Gladbach, Düsseldorf und Hannover. Nur in Gelsenkirchen (6 Prozent) und Hagen (8 Prozent) sind die Preise in dem Zeitraum gestiegen.

Im Vergleich zu vor fünf Jahren wird dagegen überall mehr verlangt, im Durchschnitt sind das nach den Berechnungen des Portalbetreibers mehr als 20 Prozent. Am höchsten war der Anstieg mit 47 Prozent in Gelsenkirchen und Herne.

Weit über dem Durchschnitt lagen im Westen auch Hagen (plus 43 Prozent) sowie Dortmund und Essen (jeweils 34 Prozent). Im Osten waren es Leipzig (40 Prozent), Rostock (38 Prozent, Erfurt (31 Prozent) und Jena (27 Prozent).

In bereits teuren Metropolen wachsen die Preise langsamer

In den Metropolen verlief die Entwicklung unterschiedlich. In Berlin wird inzwischen pro Quadratmeter 4.919 Euro verlangt, das sind 28 Prozent mehr als vor fünf Jahren. In Hamburg betrug der Zuwachs 24 Prozent auf 5.929 Euro.

In der teuersten Großstadt München stiegen die Angebotspreise dagegen nur noch um neun Prozent, auf 8.128 Euro. Noch geringer war der Anstieg in Frankfurt am Main (vier Prozent auf 5.250 Euro) und Stuttgart (drei Prozent auf 4.723 Euro). In diesen beiden Metropolen war der Preisauftrieb über fünf Jahre auch im Vergleich aller 76 Städte am geringsten.

Wie die Preise und die Nachfrage sich im letzten Quartal entwickelt haben, hat die Immobilien Scout GmbH ermittelt (VersicherungsJournal 16.4.2024). Die Europace AG hat unterdessen festgestellt, dass Preise für Eigentumswohnungen den Häusern davon laufen (7.5.2024).

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